Pharmakologie

Kongresse der ASCO und EHA

Neue Studienergebnisse zu Lenalidomid (Revlimid®) beim multiplen Myelom und aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen vorgestellt

Azacytidin (Vidaza®) mit deutlichem klinischen Benefit bei myelodysplastischen Syndromen mit hohem Risiko

 

München (16. Juni 2008) – Daten, die auf den diesjährigen Kongressen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago und der European Hematology Association (EHA) in Kopenhagen vorgestellt wurden, belegen erneut die Wirksamkeit von Lenalidomid (Revlimid®) in der Therapie des multiplen Myeloms (MM) und aggressiv wachsender Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). So ermöglicht die fortgesetzte Therapie mit Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (DEX) bei therapienaiven MM-Patienten ein 2-Jahres-Gesamtüberleben, das dem von Patienten mit autologer Stammzelltransplantation entspricht. Weitere Ergebnisse zeigen, dass eine Monotherapie mit Lenalidomid bei Patienten mit rezidivierenden oder therapierefraktären aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) wirksam ist. Neue Studiendaten zu Azacytidin (Vidaza®) bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) belegen eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens durch den demethylierenden Wirkstoff.

Bayer will Tabakpflanzen für die Herstellung von Medikamenten nutzen

Erster Entwicklungskandidat aus der neuen Anlage in der Krebs-Indikation „Non-Hodgkin-Lymphom“

 

Mitarbeiter der Bayer-Tochter Icon Genetics beim Vorbereiten von Pufferlösungen in der neuen Klinikmuster-Fertigungsanlage in Halle. Photo: Bayer AGLeverkusen/Halle (16. Juni 2008) – Medikamente aus Pflanzen oder gar Tabak für die Gesundheit – diese Vision könnte bald Wirklichkeit werden. Bayer hat zusammen mit der Tochtergesellschaft Icon Genetics ein neues Produktionsverfahren entwickelt, mit dem biotechnologische Medikamente in Tabakpflanzen hergestellt werden können. Eine neue Fertigungsanlage zur Herstellung von Wirkstoffproteinen ist am 16. Juni in Halle in Sachsen-Anhalt im Rahmen eines Festakts zusammen mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft eingeweiht worden. Mit den in den Tabakpflanzen hergestellten Wirkstoffen könnten in Zukunft neue Ansätze für Therapien und Prävention gegen Krankheiten entwickelt werden, bei denen die heutige Medizin noch nicht zufriedenstellend helfen kann.

Schmerzmittel mit Paracetamol werden teilweise rezeptpflichtig

 

Berlin (16. Juni 2008) - Ab dem 1. April 2009 werden Schmerz- und Fiebermittel mit dem Wirkstoff Paracetamol verschreibungspflichtig, wenn in einer Packung mehr als 10 Gramm Paracetamol enthalten sind. Dieser neuen Regelung hat der Bundesrat am Freitag zugestimmt. "Richtig angewendet ist Paracetamol ein empfehlenswertes Schmerz- und Fiebermittel und auch für Kinder weiterhin geeignet. Die Höchstdosis darf aber nicht überschritten werden. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten Patienten die Beratungsangebote der Apotheken noch besser nutzen als bisher", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Geschäftsführer Arzneimittel der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Image Broschüre der Firma Chugai Pharma.

 

10 Jahre Chugai Pharma Deutschland:

Japanisches Pharmaunternehmen setzt auf Expansion

 

Frankfurt am Main (Juli 2008) – Das seit 1998 in Frankfurt am Main etablierte japanische Unternehmen Chugai Pharma feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Firmenjubiläum. Mit großem Erfolg verbindet Chugai Pharma seine  japanischen Wurzeln und die damit verbundenen Werte mit den Ansprüchen moderner Unternehmensstrukturen. Seit Gründung wächst Chugai Pharma Deutschland kontinuierlich und erweitert nun sein bisheriges Standbein, die Hämatologie/Onkologie, um einen weiteren Indikationsbereich — die Rheumatologie. In Kooperation mit der Roche Pharma AG entwickelte Chugai Pharma Tocilizumab, den Repräsentanten eines völlig neuartigen Wirkprinzips, zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis.  Die Zulassung in Europa wird für das erste Quartal 2009 erwartet.

 

Bewegung bei Chugai Pharma

Bereits 1925 wurde das einstige Familienunternehmen Chugai Pharma in Japan gegründet. Seitdem ist es zu einem weltweit anerkannten Konzern expandiert, der international eine große Produktpalette in vielen medizinischen Indikationen anbietet. Der in Japan zur Spitze der forschenden Pharmaunternehmen zählende Konzern weist aufgrund der weitgehenden Autonomie der einzelnen Ländergesellschaften international hocheffiziente Niederlassungen auf. Geschäftsführer der deutschen Niederlassung, Dr. med. Markus Harwart, zieht ein positives Fazit für 2007: “Rund 6.300 Mitarbeiter setzen sich weltweit für die Ziele des Unternehmens ein. Allein in Deutschland erreichten wir 2007 mit über 40 Mitarbeitern einen Umsatz von über 26 Millionen Euro.“

Neuer Chlamydien-Test von Roche

Zulassung in der Europäischen Union

 

Pleasanton, Kalifornien (13. Juni 2008) - Der Test bietet einen zuverlässigeren Nachweis von Chlamydia trachomatis, der am häufigsten gemeldeten Geschlechtskrankheit in Europa. Roche gab heute bekannt, dass der Test zum Nachweis von Chlamydia trachomatis des Unternehmens die CE-Zertifizierung erhielt, sodass er für den klinischen Einsatz in der Europäischen Union vermarktet werden kann. Er wurde mit einem doppelten Zielansatz entwickelt, der dazu beiträgt, die Zuverlässigkeit der Testergebnisse sicherzustellen, selbst wenn Mutationen im kryptischen Plasmid des Bakteriums auftreten. Eurosurveillance, einem führenden, unabhängigen Wissenschaftsjournal zufolge, ist Chlamydia trachomatis die am häufigsten gemeldete Geschlechtskrankheit in Europa. Obwohl sie häufig ohne Symptome bleibt, kann eine unbehandelte Chlamydien-Infektion bei Frauen zu Komplikationen wie entzündlichen Erkrankungen des Genitaltrakts oder zu Unfruchtbarkeit führen.

SELF-Europa-Award 2008

Effektives Gewichtsmanagement mit L112®

Hamburg (12. Juni 2008) - Ein thematischer Schwerpunkt der SELF e.V., der Europäischen Liga für ein sicheres Patienten-Therapie-Selbstmanagement, ist die Prävention und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen. Dabei sind rationale Diagnose und Behandlung, sowie ein effizientes Gewichts- und Bewegungsmanagement und reduzierte Lipidspiegel die Voraussetzungen, um die Gesamtmortalität zu reduzieren und damit einen positiven Effekt auf das Gesundheitssystem zu erzielen. Daher zeichnet die SELF im Rahmen der Dreiländer-Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) das in Europa zugelassene Medizinprodukt formoline L112®, das die Vorzüge eines modernen Therapiekonzeptes zur adjuvanten Behandlung der Adipositas in besonders überzeugender Weise repräsentiert, mit dem SELF-Europa-Award 2008 aus.

Deutschland ist Selenmangelland

Therapeutischer Einsatz von Selen gewinnt an Bedeutung

 

Winsen (11. Juni 2008) - Die Erforschung von Wirkmechanismen und klinischer Relevanz des Spurenelements Selen hat fundierte Anwendungsgrundlagen geliefert, aus denen sich konkrete Empfehlungen für die Praxis ableiten lassen. Zu diesem Ergebnis kam eine Gruppe von fünf Experten, die anlässlich eines Konsensusgesprächs in Hamburg die Studienlage und praktische Aspekte dieses Themas diskutierten. Die positive Wirkung einer Substitution von Selen ist insbesondere für die Krebstherapie und bei entzündlichen Schilddrüsenerkrankungen inzwischen wissenschaftlich erforscht und belegt. Vielversprechende Ansätze gibt es außerdem im Bereich der Herz-Kreislauf-Prävention. Darüber waren sich Dr. Martin Adler, Prof. Stefan Blankenberg, Uwe Gröber, Prof. George J. Kahaly und Dr. Stephan Wey einig.

Klinische Forscher stellten viel versprechende Ergebnisse zum oralen Wirkstoff VX-770 vor, der auf ein fehl gebildetes Protein abzielt, das Mukoviszidose hervorruft

 

Zwischenergebnisse einer 14-tägigen Studie zeigten, dass VX-770 zu einer deutlichen Verbesserung der Lungenfunktion von CF-Patienten beiträgt

 

Prag (6. Juni 2008) - Auf der 31. Jahrestagung der European Cystic Fibrosis Society (Europäische Mukoviszidosegesellschaft EFCS) in der tschechischen Hauptstadt Prag legten Forscher am Wochenende die Zwischenergebnisse der ersten klinischen Studie zum oralen Wirkstoff VX-770 für Mukoviszidosepatienten vor. Die Zwischenergebnisse deuteten darauf hin, dass die 14-tägige orale Verabreichung von VX-770, einem in der Untersuchungsphase befindlichen CF-Potentiator, eine Verbesserung der Lungenfunktion sowie eine bessere Funktion des CFTR-Proteins (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) zur Folge hatte. Diese wurden anhand von Veränderungen des Chloridspiegels im Blut sowie der nasalen Potenzialdifferenz gemessen. Die Daten wurden von Dr. Frank Accurso, dem Direktor des Cystic Fibrosis Center und Professor für Pädiatrie an der School of Medicine der University of Colorado/USA, in einem mündlichen Vortrag auf der ECFS-Tagung präsentiert.

44. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO):

Neue Phase-II-Daten zu Nexavar® zeigen Anwendungspotenzial bei weiteren Krebsarten

 

Berlin/Chicago (2. Juni 2008) - Neue Daten aus dem Phase-II-Entwicklungsprogramm für Nexavar® wurden anlässlich der 44. Jahrestagung der American Society of Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellt und zeigen das erhoffte Anwendungspotenzial des Präparats bei weiteren Krebsarten. Die Tabletten mit dem Wirkstoff Sorafenib werden bei verschiedenen Tumorarten erprobt, so zum Beispiel in der Behandlung von Lungen-, Schilddrüsen-, Magen- und Eierstockkrebs. Gegenwärtig ist Nexavar in mehr als 40 Ländern für die Behandlung von Patienten mit inoperablem Leberkrebs und in mehr als 70 Ländern für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs zugelassen. Die europäische Zulassung von Nexavar umfasst die Therapie des Leberzellkarzinoms sowie die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen eine Behandlung mit Interferon-alpha oder Interleukin-2 nicht angeschlagen hat oder die für eine solche Therapie nicht in Frage kommen.

Roche schliesst Vertriebsvereinbarung mit DxS für K-RAS- und EGFR-Mutationstests

Tests erkennen genetische Mutationen, die Reaktion von Patienten auf bestimmte Krebsmittel beeinflussen können

 

Pleasanton, Kalifornien (2. Juni 2008) - Roche und DxS Ltd. schlossen eine exklusive Vertriebsvereinbarung für den TheraScreen K-RAS-Mutationstest sowie TheraScreen EGFR 29-Mutationstest von DxS ab. Die Tests sollen Ärzten - unter gleichzeitiger Berücksichtigung anderer klinisch relevanter Faktoren - als Hilfsmittel bei der Auswahl geeigneter Patienten dienen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer spezifischen Krebstherapie auf Basis ihres Mutationsstatus profitieren.

Erste Taxan-basierte Anthrazyklin-freie Chemotherapie in Kombination mit Herceptin (TCH) für Patientinnen mit HER2-positivem frühem Brustkrebs erhält FDA-Zulassung

Edmonton, Kanada (31. Mai 2008, ots/PRNewswire) - Das TCH-Regime (Taxotere, Carboplatin, Herceptin) zeigte eine signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens (Disease-Free Survival, DFS) und Gesamtüberlebens (Overall Survival, OS) im Vergleich zum AC-T-Regime (Doxorubicin und Cyclophosphamid gefolgt von Docetaxel) und eine fünffach geringere Kardiotoxizität im Vergleich zu AC-TH (AC-T + Herceptin) bei Patientinnen, die eine adjuvante Therapie bei HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium erhielten.

Innovationspreis 2008

Daylong actinica®: Schutz vor hellem Hautkrebs

 

Hamburg (29. Mai 2008) - Sonnenlicht hat eine Reihe von positiven Effekten, wie z. B. die Bildung von Vitamin D oder die Ausschüttung von Glückshormonen. Es führt aber auch bei übertriebener Exposition zu einer verfrühten Hautalterung und induziert Hautkrebs. Mit einem neuartigen innovativen liposomalen Sonnenschutzmittel kann die Entwicklung von Hautkrebs effektiv verhindert werden, konnte eine Studie der Charité Berlin an immungeschwächten Risikopatienten eindrucksvoll zeigen. Aus diesem Grunde wurde das Klasse-I-Medizinprodukt Daylong actinica® von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologica des renommierten H. G. Creutzfeldt-Instituts zu Kiel auf einer Festveranstaltung in Hamburg mit dem Innovationspreis 2008 ausgezeichnet.

Janssen-Cilag: ZNS-Erkrankungen im Fokus

Fortschritte in der Therapie psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen

 

Hamburg (26./27. Mai 2008) - Die meisten psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen stellen eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Sie benötigen eine langfristige, manchmal sogar eine lebenslange Behandlung. Dies stellt hohe Anforderungen an die Verträglichkeit der Medikation und das gilt umso mehr im Alter und bei Komorbiditäten. Um Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Schizophrenie, Epilepsie, ADHS und Demenz effektiv zu behandeln, ist es wichtig, die Therapie schon frühzeitig zu beginnen und durch den Einsatz moderner und verträglicher Medikamente unerwünschte Wirkungen und die damit verbundenen Folgen möglichst zu vermeiden. Janssen-Cilag hat es sich zur Aufgabe gemacht, ständig neue verbesserte Therapieangebote zu entwickeln, um den betroffenen Patienten innovative Behandlungen zu ermöglichen. In dem Kompetenzfeld Zentrales Nervensystem sind die Präparate Concerta®, Topamax®, Invega®, Reminyl® und Risperdal® Consta® als Beispiele für innovative Therapieangebote des Unternehmens zu nennen. Sie tragen zum medizinischen Fortschritt und insbesondere zur Verbesserung der Lebensqualität der Patienten bei. Im Rahmen des CNS Presse Events am 26. und 27. Mai in Hamburg präsentierten und diskutierten namhafte Experten auf dem Gebiet der Psychiatrie, Geriatrie und Neurologie diese überzeugenden Therapiekonzepte und deren Bedeutung für die Praxis.

Erster Prä-Pandemie-Impfstoff zugelassen

Mit Mono-Embolex® auf der sicheren Seite!

Mono-Embolex® (Certoparin) erfüllt die höchsten Qualitätsstandards entsprechend BfArM- und FDA-Vorgaben

Durch strenge Kontrollprüfungen kann Novartis sicher ausschließen, dass Mono-Embolex® heparinähnliche Verunreinigungen enthält

Nürnberg (19. Mai 2008) – Nachrichten von verunreinigten Heparinen durch Rohmaterial und ungenügende Warenkontrolle führen derzeit zu großer Verunsicherung in der Öffentlichkeit. In mehreren Ländern u.a. in Europa haben sich die Aufsichtsbehörden aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen zu Rückrufaktionen entschieden, beispielsweise in Schweden, Frankreich und Italien. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat jetzt Konsequenzen aus den neuesten Erkenntnissen gezogen. Die Hersteller von heparinhaltigen Produkten sind verpflichtet, ihre Präparate und insbesondere deren Ausgangsstoffe nach einem speziellen Test-Verfahren mittels NMR-Spektroskopie zu untersuchen.

Fortsetzung des Medikamentenbewertungsskandals:

Neueste Studienergebnisse bestätigen den Mehrnutzen von Clopidogrel bei Schlaganfall

 

Frankfurt am Main (16. Mai 2008) - Die Ergebnisse der größten jemals durchgeführten Schlaganfallstudie, der PRoFESS -Studie zeigen, dass die derzeit erstattungsfähige Kombinationstherapie aus Dipyridamol und Acetylsalizylsäure (ASS) einer Monotherapie mit Clopidogrel zum Schutz vor einem erneuten Schlaganfall nicht gleichwertig ist und zudem noch mehr Nebenwirkungen hat.

Schlechtere Versorgung von Schlaganfallpatienten durch Wissenschaftsbeugung

 

Frankfurt am Main (6. Mai 2008) - Sanofi-Aventis kritisiert auf das Schärfste die Billigung des Erstattungsausschlusses von Clopidogrel in der Monotherapie durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Damit folgt das BMG der Vorlage des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Diese war bereits im Vorfeld von verschiedenen unabhängigen Experten massiv angegriffen worden. Zwar bleibt Clopidogrel für Patienten mit einer dualen Plättchenhemmung in der Kombinationstherapie, Patienten mit symptomatischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) allein oder als Begleiterkrankung sowie Patienten mit einer ASS-Unverträglichkeit weiterhin erstattungsfähig. Fatalerweise streicht der G-BA genau diese bewährte und überlegene Therapie für die ebenfalls schwer kranken Patienten mit Schlaganfall ohne Begleiterkrankungen nunmehr aus dem Erstattungskatalog der Krankenkassen. In Konsequenz dieser Entscheidung kann es in Deutschland vermehrt zu vermeidbaren Herzinfarkten und Schlaganfällen kommen.

Arzneimittelrückstände: Belastungen der Umwelt wirksam verringern

Internationale Experten berieten, wie Pharmazie nachhaltig gestaltet werden kann

 

Osnabrück (23. April 2008) - Für die Lösung des Problems ist eine integrierte Strategie notwendig, die eine nachhaltige Arzneimittelentwicklung, den umweltbewussteren Einsatz der Medikamente durch Ärzte, Apotheker und Patienten sowie eine weiter optimierte Abwasserbehandlung zusammenschließt. - Dieses Fazit zogen heute am Ende einer internationalen Tagung Prof. Dr. Klaus Kümmerer, Universitätsklinik Freiburg, Dr. Florian Keil, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) Frankfurt, und Dr. Hans-Christian Schaefer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Unter dem Titel "Nachhaltige Pharmazie“ hatten über 50 Experten in der DBU darüber beraten, was zu tun sei, um Tonnen von Arzneimittelwirkstoffen aus Gewässern fernzuhalten und dort lebende Organismen und damit die Umwelt vor Schädigungen zu bewahren. Denn die Stoffe würden, so die Experten, im menschlichen Körper nicht komplett abgebaut und seien so stabil, dass ihnen nach dem Ausscheiden auch moderne Kläranlagen oft nichts anhaben könnten.

VFA zum Welt-Malaria-Tag

Malaria-Impfstoff ist 2012 möglich

 

Berlin (24. April 2008) - „Bis 2012 könnte es endlich einen Malaria-Impfstoff geben. Denn forschende Pharmafirmen haben ihr Engagement verstärkt, um die Malaria weltweit zurückzudrängen. Sie haben dafür Programme zur Medikamentenversorgung, zur Information der Bevölkerung in Entwicklungsländern und für neue Medikamente aufgelegt.“

Merck reagiert auf Artikel im Journal of the American Medical Association

 

WHITEHOUSE STATION, N.J., USA (15. April 2008) – Merck & Co, Inc., Whitehouse Station, N.J., USA (nachfolgend Merck) ist den Prinzipien der wissenschaftlichen Integrität und Ethik verpflichtet und ist der Auffassung, dass die Aussagen in einer Mitteilung des Journal of the American Medical Association (JAMA) und in der Ausgabe vom 16. April 2008 des JAMA (1) in Bezug auf VIOXX unzutreffend, irreführend oder aus dem Zusammenhang gerissen sind. Die Artikel basieren auf einer Auswertung von Dokumenten, die von den Klägeranwälten beauftragte Berater im Rahmen ihrer Arbeit in den VIOXX Produkthaftungs-Prozessen durchgeführt haben und enthalten Behauptungen, wie sie bereits früher von diesen Beratern und den beteiligten Rechtsanwälten in den Gerichtsverhandlungen vorgebracht wurden.

FSME-Impfungen auf Rekordniveau!

Was bringt die Zeckensaison 2008?

Auf der Haut ihres Wirtes sucht die Zecke eine möglichst dünne und geschütze Stelle für ihre Blutmahlzeit. Photo: Novartis BehringMarburg/Frankfurt (30. Januar 2008) – Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) ist in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Das zeigt ein Rückblick auf die FSME-Saison 2007. Eine Folge ist, dass die Nachfrage nach FSME-Impfstoff sprunghaft stieg. Einen Ausblick auf die neue Saison gaben heute namhafte Experten bei der Pressekonferenz von Novartis Behring in Frankfurt zum Auftakt der Zeckensaison 2008. Zudem wurden klinische Daten zur Immunogenität der Encepur-Impfstoffe präsentiert, die als eine Grundlage für die Umsetzung eines praktikablen FSME-Impfmanagements dienen.

Spagat zwischen ökonomischer und verantwortungsvoller Therapie

Lässt sich durch den Einsatz von Generika das Budget schonen? Eine Datenanalyse aus dem Bereich der PPI

 

München (29. November 2007) – Der Kostendruck auf die Ärzte wächst stetig. Sie müssen in der medikamentösen Therapie den oft schwierigen, manch­mal nahezu unmöglichen Spagat schaffen zwischen ökonomischer und verantwortungsvoller Verordnung. In der Langzeittherapie der Reflux­krankheit gelingt dies mit der Wahl des Protonenpumpenhemmers Pantoprazol. Er erwies sich in einer aktuellen Studie zum Kosten-unterschied von Protonenpumpen-hemmern in der Langzeittherapie mit Mehrkosten von gerade einmal 4,38 Euro pro Patient pro Jahr als nur geringfügig teurer als Omeprazol-Generika, kann aber mit klaren klinischen Vorteilen punkten: einer hohen initialen Bioverfügbarkeit, einem minimierten Interaktionspotential und einer expliziten Zulassung für die Bedarfstherapie, die sich bei Reflux als kostengünstige Option etabliert hat.

Roche stärkt den Standort Deutschland erneut durch Investitionen

Vierter deutscher Standort für eine strategische Ausrichtung in Pharma und Diagnostics

 

Frankfurt am Main (8. November 2007) - Anlässlich des traditionellen Herbstgesprächs mit deutschen Medien-vertretern heute in Frankfurt hat die Roche-Gruppe ihre strategische Ausrichtung auf Innovation – in Pharma und in Diagnostics – unterstrichen und die Wichtigkeit des Standorts Deutschland betont. Auf dem größten europäischen Markt beschäftigt das weltweit fünftgrößte Pharma- und führende Diagnostikunternehmen mittlerweile an vier Standorten – neben Mannheim, Penzberg und Grenzach neu auch in Kulmbach in Oberfranken – insgesamt mehr als 10.000 Personen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden dort über 230 Millionen Euro investiert. Dr. Severin Schwan, designierter CEO der Roche-Gruppe und globaler Leiter der Diagnostics-Division, erläuterte den Medienvertretern die Roche-Strategie der personalisierten Medizin. Durch den gezielten Ausbau sowie den Zukauf von Technologien sowohl im Pharma- als auch im Diagnostics-Bereich plane Roche, die therapeutischen Lösungen von morgen noch gezielter auf die spezifischen Patientengruppen auszurichten.

PZ Innovationspreis 2007

 

 

PZ Innovationspreis für Gardasil®

HPV-Impfstoff setzt neue Maßstäbe in der Krebsprävention

 

Düsseldorf (29. September 2007) - Anlässlich des Deutschen Apothe­kertages in Düsseldorf wurde der Impfstoff Gardasil® mit dem Innovationspreis 2007 der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) ausgezeichnet. Der tetravalente Impfstoff schützt gegen die vier wichtigsten Typen humaner Papillomviren (6, 11, 16 und 18), die zusammen die große Mehrheit der durch diese Viren assoziierten Genitalerkrankungen verursachen, einschließlich drei Viertel aller Zervixkarzinome. Studiendaten zufolge verhinderte Gardasil® bis zu 100 Prozent präkanzerogene Läsionen des Gebär­mutterhalses, der Vulva und Genitalwarzen. Langzeitbeobachtungen lassen einen Impfschutz von mindestens fünf Jahren erwarten.

Bromelain
Ananas unter der Lupe: 50 Jahre Forschung mit dem Enzym Bromelain

Ananas-Enzym fördert Heilungsprozesse nach Operationen, Sportverletzungen und bei entzündlichen Erkrankungen

Bromelain: starke Wirkung aus dem Strunk der Ananas.Düsseldorf (27. September 2007) - Das Jahr 1957 gilt als Geburtsstunde der Forschung mit dem Ananas-Enzym Bromelain. Forschern aus den USA und Japan gelang es damals zum ersten Mal, größere Mengen an Bromelain aus dem Ananasstängel zu extrahieren. Erst daraufhin konnten in den USA, Japan und Europa umfangreiche pharmakologische Forschungen in vitro wie in vivo betrieben werden. Man konnte nun die antiinflammatorischen und antiödematösen Effekte von Bromelain exakt beschreiben, so dass Mediziner auf die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten aufmerksam wurden.

UCB Pharma stellt Zulassungsantrag fuer Lacosamid zur Behandlung von diabetischem neuropathischen Schmerz

 

Monheim (17. August 2007) - Als neue Handelsbezeichnung für Lacosamid wurde Vimpat vorgeschlagen. Der Zulassungsantrag für Vimpat (Lacosamid) zur Behandlung von diabetischem neuropathischen Schmerz wurde bei der europaeischen Aufsichtsbehoerde eingereicht.
UCB hat mitgeteilt, dass sein Tochterunternehmen SCHWARZ PHARMA den Zulassungsantrag für Vimpat (Lacosamid) als Therapie für diabetischen neuropathischen Schmerz bei der Europaeischen Arzneimittelagentur (EMEA) eingereicht hat und dass dieser zur Pruefung angenommen wurde.