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VFA zum Welt-Malaria-Tag

Malaria-Impfstoff ist 2012 möglich

 

Berlin (24. April 2008) - „Bis 2012 könnte es endlich einen Malaria-Impfstoff geben. Denn forschende Pharmafirmen haben ihr Engagement verstärkt, um die Malaria weltweit zurückzudrängen. Sie haben dafür Programme zur Medikamentenversorgung, zur Information der Bevölkerung in Entwicklungsländern und für neue Medikamente aufgelegt.“

 

Das erklärte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), heute im Hinblick auf den Welt-Malaria-Tag am 25. April. Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten, wie Yzer weiter ausführt, z.B. an mehreren Malaria-Schutzimpfungen. Ein Impfstoff speziell für Kinder in Entwicklungsländern wird in diesem Jahr in die letzte Phase der klinischen Prüfungen eintreten. Bewährt er sich, könnte er bis 2012 die Zulassung erhalten.

 

Jährlich sterben weltweit mehr als eine Millionen Menschen an Malaria, drei Viertel davon Kinder unter fünf Jahren. „Unsere Unternehmen haben Medikamente entwickelt, die auch mit den heutigen, vielfach resistenten Malariaerregern fertig werden“, so Yzer, „und sie liefern sie zu Sonderkonditionen in die von Malaria betroffenen Entwicklungsländer.“ Doch die katastrophale medizinische Infrastruktur der betroffenen Länder sorgt leider allzu oft dafür, dass diese Medikamente die Patienten nicht erreichen. „Ohne mehr Ärzte und Apotheker vor Ort können die Medikamente nicht an ihr Ziel gelangen“, so Yzer. Von zentraler Bedeutung sei daher die Zusammenarbeit zwischen internationalen Institutionen, Ministerien, vor Ort tätigen Hilfswerken und nichtstaatlichen Organisationen sowie den Pharmaunternehmen.

 

Unabdingbar für den Erfolg bei der Malariabekämpfung ist aber auch die Mitwirkung der Regierungen und der Bevölkerung betroffener Länder. Forschende Pharmafirmen unterstützen deshalb ganz basisnah auch Volksbildungs programme, die über Vorsichtsmaßnahmen und die Betreuung Erkrankter informieren. Auch neue Medikamente gegen Malaria sind in Entwicklung. Laut Yzer haben insbesondere neue Formen der Kooperation zwischen öffentlichen Einrichtungen, akademischer Forschung, Stiftungen und Unternehmen – so genannte Public-Private Partnerships – die Pharmaforschung zu Malaria intensiviert. Dazu zählen das Medicines for Malaria Venture (MMV) und die Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi). Mit ihnen führen die Unternehmen die meisten ihrer Projekte durch und klären auch schon im Vorfeld die Lieferkonditionen. MMV allein betreut über 20 Malariaprojekte, DNDi zwei weitere.


Quelle: Presseinformation des VFA (Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V.) vom 24.04.2008 (tB).