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20 | 10 | 2017
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Nachgemeldete Fälle von Narkolepsie in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung mit Pandemrix

 

Langen (1. Februar 2011) - Seit Oktober 2010 sind dem PEI weitere Verdachtsfälle von Narkolepsie nach Impfung mit Pandemrix gemeldet worden. Insgesamt erhielt das PEI bis zum 31.01.2011 acht Meldungen (sechs weibliche und zwei männliche Patienten). In einem Fall konnte durch weitere Untersuchungen die anfängliche Verdachtsdiagnose Narkolepsie nicht bestätigt werden. Das Mädchen erholte sich in der Zwischenzeit vollständig.

 

Betroffen sind sieben Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren und eine 26-jährige Frau. In einem Fall liegen dem PEI derzeit nur minimale Informationen vor. Bei einem Patienten traten erste Symptome der Narkolepsie offenbar bereits vor der Impfung auf und bei zwei weiteren Patienten besteht der Verdacht einer Narkolepsie mit Kataplexie, allerdings fehlen zur Bestätigung der Diagnose noch die Ergebnisse weiterer Untersuchungen. Im Durchschnitt waren erste Symptome der Erkrankung etwa zwei Monate nach der Impfung aufgetreten (Minimum elf Tage, Maximum ca. vier Monate).

 

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Meldung dieser acht Verdachtsfälle einer Impfkomplikation zum Anlass genommen, sich gemeinsam mit ausgewiesenen Experten für Narkolepsie an einer multinationalen Studie zur möglichen Assoziation zwischen der Pandemrix-Impfung und dem Auftreten einer Narkolepsie zu beteiligen. An dieser vom "European Center for Disease Prevention and Control" (ECDC) geförderten Untersuchung werden die Niederlande, Spanien, Italien, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Island teilnehmen.

 

 

Weitere Informationen

 

  

 

 


Quelle: Paul-Ehrlich-Institut, 01.02.2011 (tB).

 
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