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11 | 12 | 2017
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Lilly Deutschland

Strattera® (Atomoxetin) erhält die Zulassung für den Behandlungsbeginn bei ADHS im Erwachsenenalter

 

Bad Homburg v.d. Höhe (3. Juli 2013) - Als erstes und einziges Nicht-Stimulanz hat Strattera® (Atomoxetin) am 26.06.2013 in Deutschland die Zulassung auch für den Beginn einer Behandlung bei Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erhalten. Bereits seit Dezember 2004 ist Strattera® in Deutschland für die Therapie von Kindern ab sechs Jahren, Jugendlichen und in bestimmten Fällen für die Weiterbehandlung ins Erwachsenenalter zugelassen. Im Gegensatz zu Methylphenidat zählt der selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer Atomoxetin nicht zu der Gruppe der Psychostimulanzien und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.1

 

 

Umfassendes Studienpaket

 

Die neue Zulassung für Atomoxetin zum Beginn einer ADHS-Behandlung im Erwachsenenalter basiert auf Ergebnissen aus insgesamt 15 klinischen Studien mit rund 5.000 erwachsenen Patienten. Die Untersuchungen zeigten unter Atomoxetin im Vergleich zu Plazebo eine signifikante Reduktion der ADHS-Kernsymptome Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit, die langfristig aufrechterhalten wird.2-6,19 Bei einer einmal täglichen Gabe wurde unter Atomoxetin eine kontinuierliche Verbesserung der Symptome über den ganzen Tag bis in den späten Abend erreicht.7

 

 

Mehr Stabilität im Alltag der Patienten

 

Die Behandlung mit Atomoxetin führte zu einer erhöhten Lebensqualität einschließlich einer besseren Bewältigung des Alltags sowie einer Verbesserung des Selbstwertgefühls und der sozialen Beziehungen.7-9 Die erreichten Verbesserungen wurden auch im Langzeitverlauf aufrechterhalten und ermöglichten insgesamt mehr Stabilität im Alltag der Patienten.7,10
 
Weitere Informationen zur Wirkung von Atomoxetin im Erwachsenenalter finden Sie unter www.strattera.de

 

 

Über ADHS im Erwachsenenalter

 

Während ADHS lange als eine reine Erkrankung des Kindes- bzw. Jugendalters angesehen wurde, konnte mittlerweile in Studien gezeigt werden, dass die Erkrankung bei ca. 60 % der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter persistiert.11 Die Häufigkeit von ADHS bei Erwachsenen wird weltweit auf bis zu 3,4 % geschätzt.12 Für psychiatrische Ambulanzen gehen Studien aus England, Irland und Mexiko sogar von einer Prävalenz von bis zu 24 % aus.13,14,15

 

 

Die ADHS-Symptomatik verändert sich

 

Die Kernsymptome von ADHS sind Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit. Jedoch tritt während des Erwachsenwerdens in der Regel ein deutlicher Symptomwandel ein, so dass sich das Erscheinungsbild der Erkrankung bei Erwachsenen merklich von dem bei Kindern unterscheiden kann. Bis die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter gestellt wird, hat die Erkrankung häufig bereits jahrelang schwerwiegende Folgen für das Leben der Betroffenen gehabt. Denn gerade im Erwachsenenalter kann ADHS zu signifikanten Beeinträchtigungen in vielen Lebensbereichen führen, die es vielen Betroffenen schwer machen, Stabilität in ihren Alltag zu bekommen. So kommt es bei der Mehrzahl der Erwachsenen mit ADHS zu Ausbildungsdefiziten und beruflichen Problemen.16 Fast ein Viertel der Betroffenen hat Probleme mit sozialen Beziehungen und bei ca. 40 % wirkt sich die Erkrankung negativ auf die psychische Gesundheit aus.16 Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für komorbide psychiatrische Störungen, darunter Suchterkrankungen.17 Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie groß der Bedarf an adäquaten Therapiemöglichkeiten für Erwachsene ist.

 

 

DSM-5-Kriterien erleichtern Diagnosestellung im Erwachsenenalter

 

Die Diagnose wird anhand der Kriterien internationaler Diagnosesysteme erbracht. Spezifische Symptomkriterien für ADHS bei Erwachsenen wurden in den gängigen Systemen DSM-IV und ICD-10 jedoch bisher nicht formuliert. Mit den im Mai 2013 veröffentlichten neuen Kriterien des DSM-5 hat sich dies geändert und die Diagnosestellung ist erleichtert worden.18 So wurde beispielsweise das Alter für den retrospektiven Nachweis des Beginns der Symptomatik in der Kindheit als notwendige Voraussetzung für die Diagnose bei Erwachsenen von sieben auf zwölf Jahre hochgesetzt. Darüber hinaus müssen für den Nachweis von ADHS bei Erwachsenen nur noch jeweils fünf anstatt sechs von insgesamt neun Kriterien in den beiden Symptomclustern „Aufmerksamkeitsdefizit” und „Hyperaktivität/Impulsivität” erfüllt werden.

 

 

Quellen 

  1. Strattera Fachinformation, Stand: Mai 2013
  2. Michelson D et al. Biol Psychiatry 2003; 53:112-120
  3. Wilens T et al. Drug Alcohol Depend 2008; 96:145-154
  4. Adler et al. Depress Anxiety 2009; 26:212-221
  5. Hirata Y et al. Poster präsentiert beim 28th CINP World Congress of Neuropsychopharmacology, Stockholm, Schweden, 3.-7. Juni 2012
  6. Durell et al. J Clin Psychopharmacology 2013; 33:45-54
  7. Adler LA et al. J Clin Psychopharmacol 2009; 29:44-50
  8. Sobanski E et al. Pharmacopsychiatry 2012; 45:100-107
  9. Adler et al. Poster präsentiert beim DGPPN, Berlin, 21.-24. November 2012
  10. Young JL et al. Clin Neuropharmacol 2011; 34:51-60
  11. Canadian Attention Deficit Hyperactivity Resource Alliance /CADDRA). Canadian ADHD Practice Guidelines. 2011
  12. Fayyad J et al. Br J Psychiatry 2007; 190:402-409
  13. Rao P, Place M. Progress in Neurology and Psychiatry 2011; 15:7-11
  14. Montes LGA et al. J Atten Disord 2007; 11:150-156
  15. Syed H et al. Ir J Psych Med 2010; 27:195-197
  16. Brod M et al. Qual Life Res 2012; 21:795-799
  17. Davidson MA. J Atten Disord 2008; 11:628-641
  18. American Psychiatric Association (APA). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. www.dsm5.org
  19. Upadhaya H et al. Poster präsentiert beim 25th ECNP Congress, Wien, Österreich, 13.-17. Oktober 2012

Die neue Strattera® Fachinformation finden Sie hier.

 


 

Quelle: Lilly Deutschland, 03.07.2013 (tB).

 
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