Pneumologie

Ambulant erworbene Pneumonie und Exazerbation der COPD

Prognostisch entscheidend ist eine rasche, effiziente Antibiotikatherapie

 

Leverkusen/Lübeck (10. April 2008) ‑ Vor allem Risikopatienten mit ambulant erworbener Pneumonie und ebenso Patienten mit akuter Exazerbation einer chronischen Bronchitis brauchen ein rasch und hochwirksames Antibiotikum, um der hohen Sterblichkeit der Atemwegsinfektionen entgegen zu wirken. In Klinik und Praxis bewährt hat sich bei diesen Indikationen Moxifloxacin, so hieß es beim 49. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. in Lübeck.

Rund 21.000 Menschen versterben jährlich in Deutschland an einer akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis, etwa 19.000 Todesfälle gehen auf das Konto der ambulant erworbenen Pneumonie. Anhand dieser Zahlen machte Dr. Harald Mitfessel aus Remscheid sehr eindrucksvoll die hohe Bedeutung bakteriell bedingter Atemwegsinfektionen deutlich. Von entscheidender prognostischer Relevanz ist dabei die Frage, wie rasch der Patient eine effiziente Antibiotikatherapie erhält, so das Fazit bei einem Satellitensymposium von Bayer Vital in Lübeck.

Bewegung in der COPD‑Therapie

Lang wirksames Anticholinergikum und körperliches Training können den Behandlungserfolg steigern

 

Mannheim (15. März 2007) - Die medikamentöse Therapie der stabilen COPD mit dem lang wirksamen Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®) kann die typischen Beschwerden Dyspnoe und eingeschränkte Belastbarkeit lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität verbessern und die Häufigkeit von Exazerbationen vermindern. Ein ebenso unverzichtbarer Bestandteil in der Dauertherapie der COPD ist das körperliche Training, von dem auch Patienten in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung profitieren. Eine konsequente Therapie, die medikamentöse und nicht‑medikamentöse Optionen umfasst, kann den Verlauf der Erkrankung auch langfristig positiv beeinflussen, so die Annahme von Experten auf dem DGP‑Kongress in Mannheim. Sie sollte daher von Anfang an eingesetzt werden.

Atemwegsinfektionen

Moxifloxacin: Mit der Infektion auch die Prognose bessern

 

Mannheim (15. März 2007) - Moderne Antibiotika wie Moxifloxacin leisten weit mehr als nur das Ausheilen der Infektion: Das Fluorchinolon bewirkt infolge seiner hohen Bakterizidie und seines breiten Wirkspektrums eine rasche und zuverlässige klinische Heilung. Damit geht bei akuten Exazerbationen der chronischen Bronchitis und ebenso bei der ambulant erworbenen Pneumonie eine deutliche Prognosebesserung einher und das bis hin zu einer statistisch signifikant verringerten Sterblichkeit. Aktuelle Befunde deuten sogar eine Verbesserung der Prognose bei Patienten mit schwerem Schlaganfall durch die vorsorgliche Gabe von Moxifloxacin an, wie bei einem Symposium im Rahmen des 48. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Mannheim berichtet wurde.

MEDA Pharma spendet 5.000 Euro an DAAB

Spende für Lehrer- Asthmaschulung vorgesehen

 

Frankfurt am Main (30. August 2006) – Auf einer Presseveranstaltung der MEDA Pharma GmbH & Co. KG wurde ein Scheck in Höhe von 5.000 Euro an Andrea Wallrafen, Geschäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. (DAAB) übergeben. Ärzte spendeten im Rahmen der gemeinnützigen Aktion „Ärzte halten den Atem an“ auf verschiedenen Kongressen in den letzten zwei Jahren symbolisch ihren Atem. Jede Sekunde, die Ärzte am Stand der MEDA Pharma (vormals VIATRIS GmbH & Co. KG) die Luft anhielten, wurde von dem Bad Homburger Atemwegsspezialisten mit 10 Euro-Cent honoriert. Bis heute kam dabei die stattliche Summe von 5.000 Euro zusammen. Das Geld wird dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), der größten deutschen Patientenorganisation Asthma- und Allergiekranker für die Aufklärung von Lehrern in Sachen Asthma zugute kommen.

Mir geht’s 25

Der erste Asthmakontrolltest, der Asthma messbar macht

 

Hamburg (26. April 2006) - Die aktuell erschienenen Asthma-Leitlinien fordern bestmögliche Kontrolle des Asthmas und eine Verbesserung der Asthma-bezogenen Lebensqualität. Doch wie es scheint, nehmen Asthmapatienten Symptome wie bedrohliches Pfeifen und Rasseln in der Lunge, zähen Schleim in den Bronchien und Atemnot in Kauf. Doch das muss nicht sein. Studien haben belegt, dass viele Patienten mit Asthma symptomfrei leben können, bestmögliche Asthmakontrolle ist das Ziel. Ein neuer Test schafft Klarheit, ob man sein Asthma unter Kontrolle hat – der Asthmakontrolltest: Fünf Fragen mit je maximal fünf erreichbaren Punkten. Erreicht der Patient die maximale Punktzahl von 25 Punkten, bedeutet das, dass sein Asthma bestmöglich kontrolliert war. Wie valide der Test tatsächlich ist und ob auch heute noch Asthmapatienten mit Symptomen leben, war Gegenstand einer Pressekonferenz der Firma GlaxoSmitKline am 26.04.2006 in Hamburg.

Moxifloxacin hat auch immunmodulierende Wirkungen

Ist kürzer krank länger gesund?

 

Paradigmenwechsel in der antibiotischen Therapie von Atemwegsinfektionen

 

Hamburg (6. März 2006) - Ein Paradigmenwechsel ist derzeit in der Antibiotikatherapie von Atemwegsinfektionen zu spüren. Während die Behandlung früher direkt auf den Erreger ausgerichtet war, zielt sie inzwischen mehr und mehr auch auf Faktoren des Patienten und auf Patienten-Erreger-Interaktionen ab. Denn die Reaktion des Immunsystems auf die Infektion ist offenbar von entscheidender Bedeutung für die Prognose. Dem muß auch die Antibiotikatherapie Rechnung tragen: Es sollten bevorzugt Wirkstoffe eingesetzt werden, die eine rasche Bakterizidie aufweisen und die möglicherweise günstige immunmodulierende Effekte vermitteln, wie es für das Chinolon Moxi-floxacin beschrieben ist.