Pneumologie

GOLD-Update wird Komplexität der COPD besser gerecht

Erste Erfahrungsberichte bestätigen gute Umsetzbarkeit in der Praxis

 

Nürnberg (30. März 2012) – Das Komitee der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) hat zum Jahreswechsel 2011/2012 eine deutlich überarbeitete Version ihres GOLD-Reports veröffentlicht und damit einen Paradigmenwechsel im COPD-Management vollzogen: Die bisherige eindimensionale Klassifizierung nach dem FEV1-Wert trug der Komplexität der Erkrankung nicht ausreichend Rechnung; so liegt ein wesentlicher Schwerpunkt des GOLD-Updates nun mehrdimensional auf der Beurteilung sowohl der symptomatischen Belastung als auch des Exazerbationsrisikos.1

Therapieziel Asthmakontrolle

Mit neuen Ansätzen zur Adhärenz die Versorgung optimieren

 

Nürnberg (30. März 2012) - Trotz wirksamer Optio­nen zur Behandlung des Asthma bronchiale erreichen viele Patienten das Therapieziel Asthmakontrolle nicht. Die Gründe dafür können vielfältig sein, wie Experten bei ei­nem Industriesymposium von Janssen-Cilag anlässlich des 53. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumolo­gie und Beatmungsmedizin e.V. feststellten. Unter dem Vorsitz von Dr. med. Thomas Voshaar, Moers, wurden ak­tuelle KV- und Kassendaten sowie neue Forschungsan­sätze zur Adhärenz diskutiert. So ist es Ziel einer Studie von Janssen in Kooperation mit dem BdP (Bundesverband der Pneumologen), versorgungsoptimierende Lösungsan­sätze zu testen und den Nachweis zu erbringen, dass Ad­härenzmodelle einen nachweisbaren Effekt auf die Asth­makontrolle haben. Darüber hinaus hat auch die Auswahl des geeigneten Inhalationssystems, dessen Galenik es er­möglicht, auch die kleinen Atemwege zu erreichen, einen hohen Stellenwert. Die Fixkombination INUVAIR® Mikrosol verfügt über extrafeine Partikel, die bis in die Lungenperi­pherie gelangen können.

 

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) bestätigt abschließend Zusatznutzen von Esbriet® (Pirfenidon)

 

Positives Signal für Patienten mit leichter bis mittelschwerer idiopathischer Lungenfibrose

 

Berlin (15. März 2012) – InterMune, Inc. (NADSAQ: ITMN) gab heute bekannt, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen, den Zusatznutzen von Esbriet® (Pirfenidon) in der Behandlung der leichten bis mittelschweren idiopathischen Lungenfibrose (IPF) bei Erwachsenen mit dem Nutzen der Stufe 4 (nicht quantifizierbar) festgelegt hat. Mit dieser Einstufung wird ein Zusatznutzen grundsätzlich anerkannt, jedoch kann das Ausmaß des Zusatznutzens, der zwischen Stufe 3 (gering) und Stufe 1 (erheblich) liegen kann, zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Klassifizierung erfolgte nach dem Bewertungssystem des deutschen Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG).

 

Pirfenidon: Ausmaß des Zusatznutzens bewertet

 

"Kein Zusatznutzen belegt"

Hinweis auf Vorteil, aber auch Beleg für Nachteile

 

Berlin (15. Dezember 2011) - Pirfenidon hemmt die Entwicklung von Entzündungen und Vernarbungen (Fibrosen) des Lungengewebes und ist seit Anfang 2011 zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer idiopathischer Lungenfibrose (IPF) zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat bei der frühen Nutzenbewertung gemäß AMNOG das Ausmaß des Zusatznutzens von Pirfenidon überprüft.

 

COPD: Vorbericht zu Tiotropium erschienen

Vorteile in Bezug auf akute Verschlechterungen

 

Berlin (2. November 2011) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 2. November die vorläufigen Ergebnisse einer Nutzenbewertung von Tiotropiumbromid (kurz: Tiotropium) für die inhalative Dauertherapie bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vorgelegt. Dafür hat das Institut untersucht, ob der Wirkstoff im Vergleich zu einem Scheinmedikament (Placebo) und zu anderen COPD-Medikamenten Patientinnen und Patienten einen spürbaren Vorteil bietet. Außerdem wurden die beiden derzeit verfügbaren Inhalatortypen (HandiHaler und Respimat) für Tiotropium (Handelsname: Spiriva) verglichen.

Kosten einer leitliniengerechten Behandlung bei Asthma

 

Berlin (28. Oktober 2011) - Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in enger Abstimmung mit Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma und dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) eine ausführliche Übersicht der Kosten für eine leitliniengerechte Asthmabehandlung erarbeitet. Auf http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/asthma/ steht diese Übersicht unter der Rubrik "Implementierungshilfen" ab sofort zum kostenlosen Download bereit.

 

Idiopathische Lungenfibrose (IPF)

Erste zugelassene medikamentöse Therapie jetzt für deutsche Patienten mit IPF erhältlich

 

Neue Daten belegen Langzeit-Sicherheitsprofil von Esbriet® (Pirfenidon)

 

Amsterdam, Niederlande (26. September 2011) – Esbriet® (Pirfenidon) – die erste und einzige zugelassene medikamentöse Therapie für die idiopathische Lungenfibrose (IPF) – steht jetzt deutschen IPF-Patienten zur Verfügung. In weiteren europäischen Ländern wird die Markteinführung in den nächsten Monaten erwartet. Die Wirksamkeit und Sicherheit von Pirfenidon wurde in vier randomisierten, plazebokontrollierten Studien mit insgesamt mehr als 1.100 Patienten nachgewiesen – darunter zwei klinische Phase-III-Studien aus dem CAPACITY-Studienprogramm. Auf dem Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) wurden nun neue Daten der RECAP-Studie, einer Verlängerungsstudie des CAPACITY-Studienprogramms, vorgestellt.1 Diese Ergebnisse weisen die Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit von Pirfenidon bei Patienten mit IPF nach.

 

Wenn die Therapie nicht ankommt ...

Bei Asthma und COPD kommt es auf die richtige Inhalationstechnik an

 

Bad Lippspringe (6. September 2011) - Viele Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD verwenden ein Inhalationsgerät. Die Inhalationstherapie hat den Vorteil, dass das Medikament gezielt dort ankommt, wo es wirken soll: in der Lunge. Dadurch kann die Menge des verwendeten Medikaments und damit die Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen reduziert werden.

 

G-BAG-BA empfiehlt Aktualisierung des Behandlungsprogramms für Asthma bronchiale

 

Berlin (21. Juli 2011) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag Empfehlungen zur Aktualisierung des strukturierten Behandlungsprogramms (Disease-Management-Programm, DMP) für Patientinnen und Patienten mit Asthma bronchiale beschlossen. Damit kommt der G-BA seiner Verpflichtung nach, den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft in die bestehenden Behandlungsprogramme einfließen zu lassen, um so die Versorgung fortwährend zu verbessern. Die jetzt beschlossenen Empfehlungen betreffen die im Januar 2005 per Rechtsverordnung in Kraft getretenen Anforderungen an die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Asthma bronchiale im Rahmen des DMP „Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen“.

 

Allergisches Asthma: Wer bekommt es, wer behält es?

Vom giemenden Kind zum erwachsenen Asthmatiker

 

Davos, Schweiz (25. Mai 2011) Auf dem diesjährigen Symposium des Europäischen Zentrums für Allergie und Asthma in Davos (EACD) beschäftigten sich ausgewiesene internationale Experten mit dem gegenwärtigen Wissensstand zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Allergien und Asthma. Tagungsort war die Hochgebirgsklinik Davos, deren Mitarbeiter mit ihren Beiträgen ebenfalls halfen, den Horizont der Teilnehmer zu erweitern. Die Behandlung des schweren, therapieresistenten Asthma ist seit Jahren ein wichtiger Bereich der erfolgreichen Arbeit in Davos.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

Bedeutung von Roflumilast (Daxas®) bei Patienten mit fortgeschrittener COPD (Schweregrad III/IV) bestätigt

 

Dresden (9. April 2011) – Mit Roflumilast (Daxas®) steht seit neun Monaten eine kausal wirksame antientzündliche Therapie für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD (Schweregrad III/IV) zur Verfügung.1 Erste Erfahrungen zum Praxiseinsatz und Informationen zur Anwendung von Roflumilast wurden am 9. April 2011 im Rahmen eines Symposiums von NYCOMED und MSD Sharp & Dohme auf dem 52. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Dresden vorgestellt.