Home Pneumologie 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP): Positive Studiendaten zum PD-L1-Inhibitor Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
30 | 04 | 2017
PDF Drucken

58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)

Positive Studiendaten zum PD-L1-Inhibitor Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC

Stuttgart (24. März 2017) - Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) überleben signifikant länger, wenn sie den PD-L1-Antikörper Atezolizumab anstelle von Docetaxel erhalten. Das belegen unter anderem die Resultate der Phase-III-Studie OAK.1 Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf der 58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Stuttgart präsentierten Vertreter aus Forschung und Praxis aktuelle Studiendaten und erläuterten den künftigen Stellenwert der PD-L1-Inhibition mit Atezolizumab beim NSCLC.


Die erste Interimsanalyse (n = 850) der randomisierten Phase-III-Studie OAK zeigt, dass der PD-L1-Anti-körper Atezolizumab das Überleben von bereits vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC gegenüber Docetaxel signifikant verlängert. So überlebten die Patienten in der Studie median 4,2 Monate länger, wenn sie Atezolizumab anstelle des Taxans erhielten (13,8 vs. 9,6 Monate; HR: 0,73; 95 %-Kl: 0,62 - 0,87; p = 0,0003). Der signifikante Überlebensvorteil unter Atezolizumab bestätigte sich auch bei Patienten ohne PD-L1-Expression auf Tumorzellen oder tumorinfiltrierenden Immunzellen (TC0/IC0: 12,6 vs. 8,9 Monate; HR: 0,75; 95 %-KI: 0,59 - 0,96; p = 0,0205).1 Die Ergebnisse der OAK, der ersten Phase-III-Studie zur PD-L1-Inhibition überhaupt, bestätigen damit frühere Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Atezolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC: So hatte bereits die Phase-II-Studie POPLAR gezeigt, dass Atezolizumab das Mortalitätsrisiko vorbehandelter Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC gegenüber Docetaxel signifikant um 31 % reduziert (HR: 0,69; 95 %-Kl: 0,52 - 0,92; p = 0,011).2,3


Günstiges Sicherheitsprofil der PD-L1-Inhibition

Die Behandlung mit Atezolizumab erwies sich in beiden Studien als sicher und gut verträglich.1-3 So traten in der OAK-Studie unter Atezolizumab bei 15 % der Patienten therapiebedingte unerwünschte Ereignisse (UEs) der Grade 3-4 auf – und damit bei deutlich weniger Patienten als unter Docetaxel (43 %). Auch die Rate immunvermittelter UEs (alle Grade) war niedrig: Pneumonitis wurde bei 1 % der Patienten beobachtet; Colitis und Hepatitis bei jeweils 0,3 % der Patienten.1 „Die bisherigen Erkenntnisse zu Atezolizumab beim fortge-schrittenen NSCLC sind konsistent und zeigen uns, dass Atezolizumab die Prognose unserer Patienten entscheidend verbessern kann – und dies bei guter Verträglichkeit“, so das Fazit von Prof. Jürgen Wolf, Köln.


Atezolizumab: Die nächste Generation der Krebsimmuntherapie

Der humanisierte, monoklonale Antikörper Atezolizumab bindet spezifisch an das Protein PD-L1. Dadurch verhindert Atezolizumab sowohl die Interaktion von PD-L1 mit PD-1 als auch B7.1 und blockiert somit gleich zwei Signalwege, die Tumoren zur Übertragung suppressiver Signale auf aktivierte T-Zellen nutzen. „Diese duale Blockade unterscheidet Atezolizumab von anderen Checkpoint-Inhibitoren, die über die Blockade des PD-1/PD-L1-Signalwegs wirken“, so PD Dr. Jürgen R. Fischer, Löwenstein. „Gleichzeitig bleibt die für die Immunhomöostase relevante Interaktion von PD-L1 mit PD-L2 unter Atezolizumab intakt. Dies könnte eine Erklärung für die niedrige Rate an immunvermittelten Nebenwirkungen sein.“



Literaturverweise

  1. Rittmeyer A et al., Lancet 2017; 389 (10066): 255-65
  2. Fehrenbacher L et al., Lancet 2016; 387: 1837-46
  3. Smith D. et al., J Clin Oncol 2016; 34 (Suppl.): Abstract 9028



Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.


Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.

Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.

Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln, und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es, durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patientinnen und Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das achte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index.

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2016 weltweit über 94.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2016 investierte Roche CHF 9,9 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 50,6 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.



Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de



Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.400 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.


Quelle: Roche Pharma, 24.03.2017 (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson