Home Pneumologie Pohl Boskamp: Bewegung und physikalische Therapie bei Atemwegserkrankungen – Atemtherapiegerät GeloMuc® zur effektiven Mukosekretolyse
21 | 04 | 2018
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Pohl Boskamp

Bewegung und physikalische Therapie bei Atemwegserkrankungen:
Atemtherapiegerät GeloMuc® zur effektiven Mukosekretolyse

Bad Reichenhall (25. Juli 2017) – Bewegungstraining und physikalische Therapie sind wichtige Säulen der pneumologischen Rehabilitation und können bei Patienten mit Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zu mehr Lebensqualität führen, so das Fazit der Experten beim Bad Reichenhaller Kolloquium am 23. Juni 2017 in Bad Reichenhall.* Die nicht-medikamentöse Therapie von Atemwegserkrankungen besteht aus drei Säulen: Patientenschulung, Bewegungs- und Trainingstherapie sowie der physikalischen Therapie mit dem Erlernen von Selbsthilfetechniken. „Bewegung verbessert die Prognose und steigert die Lebensqualität“, betonte Professor Wolfgang Petro, Bad Reichenhall. Neben dem Bewegungstraining sei auch die physikalische Therapie wichtig. Die richtige Hustentechnik hilft unter anderem bei der Bronchialreinigung. Zur Lösung des festsitzenden Bronchialschleims (Mukosekretolyse) kommen auch Atemtherapiegeräte wie beispielsweise GeloMuc® zum Einsatz. GeloMuc® stärkt die Lungenfunktion, öffnet die Atemwege und erweitert die Bronchien.


Anhand verschiedener Studien zeigten Experten beim Bad Reichenhaller Kolloquium, was Bewegung, beispielsweise Vibrationstraining, und Inspirationsmuskeltraining hinsichtlich Leistungssteigerung und Lebensqualität bewirken können.


Vibrationstraining als Add-on-Therapie: Leistungssteigerung ohne zusätzliche kardiopulmonale Belastung

In Untersuchungen zum Vibrationstraining im Rahmen der stationären Rehabilitation zeigte Dr. phil. Rainer Glöckl, Schönau, wie Vibrationstraining COPD-Patienten als Add-on-Therapie unterstützen kann. Die Patienten führten ein zusätzliches Training durch: Eine Gruppe macht Kniebeugen auf dem Boden, die andere auf einer Vibrationsplatte. Die Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke war bei Patienten mit Vibrationstraining signifikant höher als in der Kontrollgruppe, mit einer Differenz von 27 Metern zwischen den Gruppen (95 % CI, 1-53, p=0,046).1 In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass sich die Balancefähigkeit mit dem zusätzlichen Vibrationstraining im Vergleich zum Training auf dem Boden signifikant verbesserte. „Als Add-on-Therapie kann das Vibrationstraining zu einem Leistungsgewinn führen, am effektivsten ist das Training bei Patienten mit niedriger Leistungs- und Balancefähigkeit“, fasste Glöckl zusammen. Das Vibrationstraining stellt keine höhere kardiopulmonale Belastung im Vergleich zu einem Training am Boden dar.2


Inspirationsmuskeltraining ersetzt nicht Bewegung

Die RIMTCORE-Studie** verglich die Standard-Rehabilitation bei COPD mit einer Rehabilitation plus zusätzlichem Inspirationsmuskeltraining. „Der maximale Inspirationsdruck PImax konnte durch ein zusätzliches Inspirationsmuskeltraining gesteigert werden, aber es gab keinen signifikanten Unterschied bei der Leistungsfähigkeit und der Gehstrecke zwischen den beiden Gruppen“, erläuterte Dr. med. Konrad Schultz, Bad Reichenhall, die Studienergebnisse. „Die Standard-Reha zeigte in der Studie insgesamt sehr gute Effekte, beispielsweise in Bezug auf die Dyspnoe. Diese hielten auch nach einem Jahr noch an“, berichtete Schultz. Die Studie zeige zudem deutlich wie wichtig Bewegung ist: Patienten, die im Jahr danach 2x pro Woche Sport getrieben haben, hatten laut Schultz eine bessere Lebensqualität.


Physikalische Therapie – in der Reha und zu Hause

„Neben dem Bewegungstraining ist die physikalische Therapie und das Erlernen von Selbsthilfetechniken bei Atemwegserkrankungen von zentraler Bedeutung“, sagte Professor Wolfgang Petro. Dazu gehöre das Erlernen von Hustentechniken zur Bronchialreinigung, außerdem Lagerungsdrainage und Vibrationsmassage. Ziel ist dabei immer, den Thorax in Vibration zu bringen. Das lässt die Bronchien ebenfalls vibrieren und sorgt so für eine ukosekretolyse des festsitzenden, zähen Schleims. „Atemtherapiegeräte wie GeloMuc® funktionieren nach dem gleichen Prinzip“, erklärt Petro. Die durch das Ausatmen entstehenden Druckschwankungen versetzen die Atemluft und die Bronchien in Vibration. Dadurch werde der festsitzende Bronchialschleim gelöst.

GeloMuc® ist ein rein physikalisch wirkendes Atemtherapiegerät zur Mobilisation von festsitzendem, zähem Bronchialschleim z.B. bei chronischer Bronchitis, COPD, Asthma, Lungenemphysem, Bronchiektasen und Mukoviszidose. Es führt zu einer substantiellen Symptomverbesserung, weniger Husten, Auswurf und Atemnot, einer Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit bei Arbeit und Sport sowie der Verbesserung des Nachtschlafs.3, 4


„Die Verordnung zu Lasten der GKV ist denkbar einfach“, so Petro. Dazu müsse nur ein Hilfsmittelrezept ausgefüllt werden. GeloMuc® entspricht zudem dem Wirtschaftlichkeitsgebot der Krankenkassen und die Verordnung ist frei von Budgets und Richtgrößen. „GeloMuc® ist ein alltagstaugliches Therapietool für alle pneumologischen Krankheitsbilder, die zu einer Mukostase führen“, so das Fazit von Petro.


Quellen

  • * Bad Reichenhaller Kolloquium, Session 1, 23. Juni 2017,

• Vibrationstraining: Was ist das Geheimnis hinter dem Erfolg?, Dr. Phil. R. Glöckl, Schönau

• Inspirationsmuskeltraining im Rahmen der COPD-Reha: Zusatzaufwand oder Zusatznutzen? Dr. med. K. Schultz, Bad Reichenhall

• Interview mit Prof. Dr. med. Wolfgang Petro, Bad Reichenhall

  • ** zur Veröffentlichung eingereicht
  1. Gloeckl R et al. Respir Med. 2012 Jan;106(1):75-83.
  2. Gloeckl R et al. Respir Med. 2017 May;126:17-24.
  3. Cegla UH, Retzow A. Pneumologie 1993;47:636-639
  4. Samransamruajkit R et al. Pediatr Asthma Allergy Immunol 2003;16:295-303

Quell e : Pohl Boskamp, 15.11.2017 (tB).

 
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