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13 | 12 | 2017
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Helmholtz Zentrum München und Roche vereinbaren strategische Partnerschaft in der Lungenforschung

Neuherberg (25. November 2010) - Roche fördert über ihre Pharmaforschung in Penzberg seit dem 1.10.2010 eine Forschergruppe am Comprehensive Pneumology Center (CPC) und dem Institut für Lungenbiologie (iLBD) des Helmholtz Zentrums München. Unter der Leitung von Prof. Oliver Eickelberg wird die Gruppe neue Zelltherapiewege bei chronischen Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose untersuchen.

Solche Erkrankungen führen zu erheblicher Atemnot und damit zu schweren Einschränkungen der Lebensqualität, zum Beispiel ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) die viert häufigste Todesursache weltweit. Das Helmholtz Zentrum München und die Roche Forscher in Penzberg gehen den ersten Schritt in Richtung einer strategischen Forschungspartnerschaft. Seit dem 1.10.2010 finanziert Roche eine Forschergruppe am Comprehensive Pneumology Center (CPC) und Institut für Lungenbiologie (iLBD) des Helmholtz Zentrums München. Ziel der Gruppe ist es, Optionen der Zelltherapie bei chronischen Lungenerkrankungen zu untersuchen. "Mit dem CPC haben wir für die Lungenfibrose-Forschung einen starken Partner. Die Expertise und hervorragende Infrastruktur versprechen einen schnellen Transfer der Erkenntnisse in die medizinische Anwendung", so Prof. Ralf Huss, Leiter der Zelltherapie-Abteilung im Roche Biotechnologie-Zentrum, Penzberg.

Im Fokus der Arbeiten wird die Lungenfibrose stehen. "Die langjährige Erfahrung von Roche in der Entwicklung und Validierung von Biomarkern ergänzt unsere Expertise bei der Erforschung molekularer Mechanismen von chronischen Lungenerkrankungen optimal", so Prof. Oliver Eickelberg, Chairman des CPC. "Die Partnerschaft, die wir nun mit Roche eingehen, ist ein wichtiger Schritt, um die Entwicklung neuer Therapien zu beschleunigen und so die Versorgung von Patienten zu verbessern", so Prof. Günther Wess, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München. Gerade im Bereich der chronischen Lungenerkrankungen mangelt es an Therapien.

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Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit etwa 30.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben.

Unter dem Dach des Lungenforschungszentrums CPC (Comprehensive Pneumology Center) untersucht das Helmholtz Zentrum München gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), dem Klinikum der LMU und den Asklepios Fachkliniken grundlegende Mechanismen und neue Ansätze für Früherkennung, Diagnostik und Therapie chronischer Lungenerkrankungen. Unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Eickelberg setzt das CPC seine wissenschaftlichen Schwerpunkte in der Diagnostik, Therapie und Prävention von schwerwiegenden Lungenerkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD, Asthma bronchiale, Lungenfibrose, Mukoviszidose oder Lungenkrebs. Indem sie die molekularen Mechanismen von Lungenerkrankungen erforschen, wollen die Wissenschaftler neue Therapieansätze entwickeln und diese möglichst schnell zum Nutzen der Patienten in die klinische Anwendung bringen. www.cpc-munich.org


Quelle: Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), 25.11.2010 (tB).

 
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