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Idiopathische Lungenfibrose (IPF)

Erste zugelassene medikamentöse Therapie jetzt für deutsche Patienten mit IPF erhältlich

 

Neue Daten belegen Langzeit-Sicherheitsprofil von Esbriet® (Pirfenidon)

 

Amsterdam, Niederlande (26. September 2011) – Esbriet® (Pirfenidon) – die erste und einzige zugelassene medikamentöse Therapie für die idiopathische Lungenfibrose (IPF) – steht jetzt deutschen IPF-Patienten zur Verfügung. In weiteren europäischen Ländern wird die Markteinführung in den nächsten Monaten erwartet. Die Wirksamkeit und Sicherheit von Pirfenidon wurde in vier randomisierten, plazebokontrollierten Studien mit insgesamt mehr als 1.100 Patienten nachgewiesen – darunter zwei klinische Phase-III-Studien aus dem CAPACITY-Studienprogramm. Auf dem Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) wurden nun neue Daten der RECAP-Studie, einer Verlängerungsstudie des CAPACITY-Studienprogramms, vorgestellt.1 Diese Ergebnisse weisen die Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit von Pirfenidon bei Patienten mit IPF nach.

 

IPF ist eine progrediente und tödlich verlaufende Erkrankung, die durch eine Fibrose (Vernarbung) der Lungen, verbunden mit einer Behinderung des Gasaustausches, charakterisiert ist. Die mittlere Überlebenszeit nach der Diagnosestellung beträgt 2 bis 5 Jahre, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 20 bis 40 Prozent. Damit führt sie schneller zum Tod als viele Krebserkrankungen, wie etwa Brustkrebs, Eierstockkrebs und Darmkrebs. In der Europäischen Union werden jährlich 30.000 bis 35.000 Patienten mit IPF neu diagnostiziert.

 

„Die neuen Ergebnisse der RECAP-Studie zeigen, dass das Sicherheitsprofil von Pirfenidon auch bei einer Behandlungsdauer von mehr als drei Jahren stabil bleibt.

Damit haben wir eine zusätzliche Datengrundlage für die Behandlung von IPF-Patienten mit Pirfenidon“, sagt Professor Ulrich Costabel, Klinik für Pneumologie/Allergologie an der Ruhrlandklinik der Universität Duisburg-Essen, der die RECAP-Daten im Rahmen des ERS präsentiert hat. „Die deutschen Ärzte haben nun die Möglichkeit, Patienten mit leichter bis mittelschwerer IPF mit diesem neuen Medikament zu behandeln”, fährt Costabel fort.

 

Die am 25. September auf dem Kongress der ERS vorgestellten Ergebnisse der RECAP-Studie unterstreichen die gute Langzeit-Sicherheit und Verträglichkeit von Pirfenidon bei Patienten mit IPF. Die RECAP-Studie ist eine open-label Verlängerungsstudie des CAPACITY-Studienprogramms. Das CAPACITY-Programm (Studien 004 und 006) untersuchte bereits die klinische Wirksamkeit von Pirfenidon bei Patienten mit IPF. 779 Patienten erhielten dabei randomisiert Pirfenidon oder Plazebo, wobei 626 Patienten die Studie beendeten. 603 Patienten (96 Prozent) wurden anschließend in die RECAP-Studie eingeschlossen.

 

„Die IPF ist eine verheerende Erkrankung, für die es bislang keine zugelassene Behandlungsmöglichkeit neben einer Lungentransplantation gab. Daher hoffen wir, dass die neuen Langzeit-Sicherheitsdaten die Bedeutung von Esbriet® als zukünftige Standardtherapie bei Patienten mit IPF festigen werden“, so Dr. med. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer Deutschland bei InterMune. „Deutschland ist das erste Land in Europa, in dem Esbriet® IPF-Patienten jetzt zur Verfügung steht und wir freuen uns, dass wir Patienten mit leichter bis mittelschwerer IPF diese neue Behandlungsmöglichkeit anbieten können.”

 

 

Die RECAP-Studienergebnisse

 

In Woche 72 der RECAP-Studie betrug die mittlere Expositionsdauer mit 2.403 mg Pirfenidon/Tag über beide Studien gerechnet 2,9 Jahre (Spanne: 1–4); 114 Patienten hatten dabei über mindestens 3 Jahre 2.403 mg Pirfenidon/Tag erhalten. Das günstige Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Pirfenidon, das im Rahmen des CAPACITY-Studienprogramms und anderer klinischer Studien beobachtet wurde, konnte im Rahmen der RECAP-Studie bestätigt werden.

 

Unter der Behandlung auftretende unerwünschte Ereignisse und häufige unerwünschte Ereignisse waren in der RECAP-Studie mit denen der CAPACITY-Studien vergleichbar:

 

98 Prozent der RECAP-Patienten berichteten mindestens ein unter der Behandlung auftretendes unerwünschtes Ereignis, verglichen mit 99 Prozent im Verum- und 98 Prozent im Plazebo-Arm des CAPACITY-Studienprogramms.

 

Bei 33 Prozent der RECAP-Patienten wurde ein schwerwiegendes unter der Behandlung auftretendes unerwünschtes Ereignis beobachtet, verglichen mit 33 Prozent im Verum- und 31 Prozent im Plazebo-Arm des CAPACITY-Studienprogramms.

 

Die Inzidenz häufiger unerwünschter Ereignisse war in der RECAP-Studie vergleichbar mit derjenigen der CAPACITY-Studie, wobei die Ereignisse im Allgemeinen leicht bis mittelschwer ausgeprägt waren. Die Art und Häufigkeit der unerwünschten Ereignisse stimmten weitgehend mit denen der Phase-III-Studien überein. Es wurden keine neuen Sicherheitsangaben oder -trends festgestellt.

 

Die Gesamtinzidenz von Photosensibilitätsreaktionen oder Ausschlag war in der Verlängerungsstudie niedriger als in den CAPACITY-Studien (20 Prozent vs. 44 Prozent der Patienten). Photosensibilitätsreaktionen oder Ausschlag waren in der Gruppe der Patienten mit kürzlich begonnener Pirfenidon-Therapie verbreiteter, als bei Patienten, die bereits länger unter Therapie waren (28 Prozent vs. 12 Prozent). Dabei war die Inzidenz dieser Ereignisse identisch mit der im CAPACITY-Studienprogramm.

 

 

Über CAPACITY

 

Das CAPACITY-Studienprogramm bestand aus 2 multinationalen, doppelblinden, plazebokontrollierten Phase-III-Studien (Studien 004 und 006), die mit insgesamt 779 eingeschlossenen IPF-Patienten (im Alter 40-80 Jahre) parallel in 110 Studienzentren in Australien, Europa und Nordamerika durchgeführt wurden. Zur Untersuchung der Wirkung von Pirfenidon auf die Verringerung der Abnahme der Lungenfunktion erhielten die eingeschlossenen IPF-Patienten randomisiert Pirfenidon (2.403 mg/Tag oder 1.197 mg/Tag) oder Plazebo für mindestens 72 Wochen.

Die Ergebnisse des CAPACITY-Studienprogramms zeigten unter Pirfenidon:

 

Eine positive Beeinflussung der Lungenfunktion bei IPF-Patienten, mit einer signifikanten Reduktion des Abfalls der forcierten Vitalkapazität (FVC).

 

Eine signifikante Reduktion der Distanzverminderungen im 6-Minuten-Gehtest (6MWT), ein Anzeichen für eine verbesserte Lungenfunktion.

 

Zusätzlich weisen die Ergebnisse einer unabhängigen Meta-Analyse des progressionsfreien Überlebens auf ein um 30 Prozent verringertes Mortalitätsrisiko oder eine verringerte Krankheitsprogression hin.2

 

 

Über Esbriet®

 

Esbriet® (Pirfenidon) ist ein oral zu verabreichendes Arzneimittel, das die Synthese von TGF-beta hemmt. TGF-beta ist ein Mediator, der viele Zellfunktionen kontrolliert, wie unter anderem die Proliferation und Differenzierung. Darüber hinaus spielt TGF-beta eine wichtige Rolle bei fibrotischen Prozessen. Pirfenidon hemmt außerdem die Synthese von TNF-alpha, einem Zytokin, das bekanntermaßen bei Entzündungsprozessen beteiligt ist.

 

Am 28. Februar 2011 erteilte die Europäische Kommission Esbriet® (Pirfenidon) die Zulassung für die Behandlung von Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer IPF. Die Zulassung erlaubt InterMune die Vermarktung von Pirfenidon in allen 27 Mitglieds-staaten der EU. Pirfenidon erhielt seitdem auch in Norwegen und Island eine Marktzulassung. Esbriet® ist seit dem 15. September 2011 auf dem deutschen Markt erhältlich und soll in der ersten Jahreshälfte 2012 auch in Frankreich, Italien und Spanien sowie im dritten Quartal 2012 in Großbritannien auf den Markt kommen.

 

In Japan wird Pirfenidon seit 2008 von Shionogi & Co. Ltd. unter dem Namen Pirespa® vermarktet. In den Vereinigten Staaten wird Pirfenidon zur Zeit für die Behandlung der IPF in einer weiteren klinischen Studie untersucht und wurde bisher noch nicht von der Food and Drug Administration für diese Indikation zugelassen.

 

 

Über IPF

 

Die IPF ist eine progrediente und tödlich verlaufende Erkrankung, die durch eine Fibrose (Vernarbung) der Lungen, verbunden mit einer Behinderung des Gasaustausches, charakterisiert ist. Bedingt durch den progredienten Verlauf nimmt der Schweregrad der Symptome zu. Die mittlere Überlebenszeit nach der Diagnosestellung beträgt 2 bis 5 Jahre, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 20 bis 40 Prozent. Damit führt die Erkrankung schneller zum Tod als viele Krebserkrankungen, wie etwa Brustkrebs, Eierstockkrebs und Darmkrebs. In der Europäischen Union werden jährlich 30.000 bis 35.000 Patienten mit IPF neu diagnostiziert. Die Erkrankung wird in der Regel zwischen dem 40. und 80. Lebensjahr (Median: 63 Jahre) diagnostiziert und Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

 

 

Über InterMune

 

InterMune ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit den Schwerpunkten Forschung und Entwicklung sowie Vermarktung innovativer Therapien in den Bereichen Pulmologie und fibrotische Erkrankungen. In der Pulmologie liegt der Fokus auf der IPF, einer fortschreitenden und zum Tod führenden Lungenerkrankung. Pirfenidon, das einzige weltweit für die IPF zugelassene Arzneimittel, ist in der EU für die Vermarktung durch InterMune unter dem Namen Esbriet® zugelassen und wird in den Vereinigten Staaten derzeit in einer klinischen Studie der Phase-III untersucht. Pirfenidon ist darüber hinaus für die Behandlung der IPF in Japan zugelassen und wird dort von Shionogi & Co. Ltd. unter dem Markennamen Pirespa® vermarktet. Die Forschungsprogramme von InterMune zielen auf die Entwicklung so genannter „Targeted Therapies“ mit Arzneimitteln aus der Gruppe der Kleinen Moleküle sowie von Biomarkern für die Behandlung und Überwachung schwerwiegender Lungenerkrankungen und fibrotischer Erkrankungen. Weitere Informationen über InterMune finden Sie unter www.intermune.com und www.intermune.de

Esbriet® ist ein eingetragenes Warenzeichen von InterMune, Inc.

 

 

Referenzen 

  1. Costabel U, Albera C, Cohen A, Bradford WZ, King TE Jr, Noble PW, Sahn SA, Valeyre D, du Bois RM: The long-term safety of pirfenidone in patients with idiopathic pulmonary fibrosis (IPF): Interim data from the RECAP extension study. European Respiratory Society Annual Congress; Abstract number 855888: Presented at 09:00 on Sunday 25. September 2011.
  2. Spagnolo P, Del Giovane C, Luppi F, Cerri S, Balduzzi S, Walters EH, D’Amico R, Richeldi L: Non-steroid agents for idiopathic pulmonary fibrosis (Review). The Cochrane Library 2010, Issue 9.

 

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Quelle: Pressekonferenz der Firma InterMune zum Thema „Pirfenidon – Neue Hoffnung für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose“ am 26.09.2011 in Amsterdam (tB).