Home Pneumologie COPD-Experten ziehen positives Praxis-Fazit nach einem Jahr GOLD-Update
21 | 10 | 2017
PDF Drucken

54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)

COPD-Experten ziehen positives Praxis-Fazit nach einem Jahr GOLD-Update

 

  • Paradigmenwechsel in der COPD-Therapie in der Praxis bewährt
  • Position der LAMAs im GOLD-Update auf klinische Daten von Tiotropium zurückzuführen
  • Innovative Inhalationsgeräte wie der Spiriva® Respimat® entscheidend für Therapieerfolg

 

Hannover (22. März 2013) – Vor gut einem Jahr veröffentlichte das Komitee der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) eine deutlich überarbeitete Version ihres GOLD-Reports und vollzog damit einen Paradigmenwechsel im COPD-Management – von einer eindimensionalen Klassifikation der COPD-Patienten zu einer multivariaten Phänotypisierung.1 Im Rahmen des Spiriva®-Expertenfrühstücks auf dem 54. DGP-Kongress berichteten führende COPD-Experten von ihren Erfahrungen mit einem Jahr GOLD-Update im Praxisalltag und stellten die Neuerungen des im Februar 2013 erschienenen GOLD-Updates 2013 vor.

 

 

Ein Jahr GOLD-Update: Umfassende Empfehlung von Tiotropium bestätigt

 

„Das GOLD-Update trägt der Komplexität der COPD-Erkrankung nun stärker Rechnung“, erklärte Professor Dr. Claus Vogelmeier vom Universitätsklinikum Gießen/Marburg und selbst Mitglied des GOLD-Komitees im Expertengespräch. Vogelmeier zog nach einem Jahr ein positives Praxis-Fazit: „Ohne Spirometrie ist weiterhin keine Diagnose möglich. Zudem sind die Patienten-Fragebögen wie beispielsweise der mMRC2 ein wertvolles und zuverlässiges Instrument für die Beurteilung des Gesundheitszustandes von Patienten mit COPD. Auf Basis des GOLD-Updates kann daher eine deutlich bessere Klassifikation der Patienten bei überschaubarem Aufwand vorgenommen werden als früher“.

 

Elementar bleibt jedoch laut Vogelmeier weiterhin die frühe Diagnose verbunden mit einem frühzeitigen Start in die COPD-Therapie. „So lässt sich die Progression in stark beeinträchtigende Krankheitsstadien verlangsamen.“ Der GOLD-Bericht empfiehlt für alle Patienten, die eine Dauertherapie benötigen, den Einsatz langwirksamer Anticholinergika als ein Mittel der ersten Wahl (Patientengruppen B-D).1 „Die Position der langwirksamen Anticholinergika (LAMA) im GOLD-Report ist ausschließlich auf die klinischen Daten zum LAMA Tiotropium (Spiriva®) zurückzuführen“, hielt Vogelmeier fest.

 

 

Wichtiges Kriterium im GOLD-Update und in der Praxis: Das Exazerbationsrisiko

 

Der aktualisierte GOLD-Bericht legt weiterhin den Schwerpunkt auf das Management der Exazerbationen. Neu im GOLD-Update 2013 ist, dass das in die Zukunft gerichtete Exazerbationsrisiko bereits ab einer exazerbationsbedingten Hospitalisierung als hoch eingestuft wird.3 Die akuten Krisen der COPD beeinträchtigen Lungenfunktion und Lebensqualität anhaltend und können in schweren Fällen die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten verringern.4

 

„Exazerbationsprophylaxe ist daher eines der Hauptziele der COPD-Therapie. Die Reduktion und Vermeidung von Exazerbationen ist der Schlüssel für eine Verbesserung des Zustandes von COPD-Patienten“, erklärt Professor Dr. Klaus Rabe, Ärztlicher Direktor LungenClinic Großhansdorf, im Rahmen des Expertengesprächs.

 

Die einjährige Meilensteinstudie POET-COPD® mit 7.376 COPD-Patienten zeigte im direkten Vergleich, dass Tiotropium (Spiriva®, 1 x 18 μg HandiHaler®, Inhalationspulver) gegenüber Salmeterol (2 x 50 μg Dosieraerosol) u. a. das Risiko für schwere Exazerbationen (d. h. Exazerbationen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen) signifikant um 28 % reduziert (p<0,001).5

 

 

Compliance im Fokus mit innovativen Inhalationsgeräten

 

Der Erfolg der COPD-Therapie hängt maßgebend davon ab, dass der Patient in die Entscheidungen für das Behandlungskonzept mit einbezogen wird, die Therapie akzeptiert und auf Dauer einhält. „Je mehr Patienten zu Experten ihrer Erkrankung werden, desto größeres Gewicht erhält die Compliance der Patienten und desto größer ist der Erfolg der Therapie“, erklärte Dr. Thomas Voshaar, Chefarzt Lungenheilkunde Krankenhaus Bethanien Moers, im Rahmen der Presseveranstaltung.

 

In der medikamentösen Therapie der COPD spielt die Inhalation eine zentrale Rolle. „Die Entwicklung einmal täglich anzuwendender Bronchodilatatoren mit innovativen Inhalatoren, wie z. B. dem Spiriva® Respimat®, trug maßgeblich zu einer besseren Adhärenz der Patienten bei – das Inhalationsgerät ist ebenso wichtig wie das Medikament selbst“, so Voshaar. Der Spiriva® Respimat® sorgt mit einer sich langsam bewegenden und lang anhaltenden, sanften Sprühwolke6,7 für eine höhere Lungendeposition8,9 und wird von Patienten gegenüber anderen, derzeit erhältlichen Inhalatoren bevorzugt.10,11,12

 

 

Tiotropium – Eine erste Wahl zum Start in die COPD-Dauertherapie

 

Mit über 10.000 Patientenjahren in mehr als 30 kontrollierten Studien sind die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von Tiotropium umfassend belegt.13 Tiotropium bewirkt bei einmal täglicher Gabe eine relevante und über 24 Stunden anhaltende Bronchodilatation14 und verringert die Lungenüberblähung anhaltend.15 Die körperliche Belastbarkeit wird gesteigert,16,17,18 die Obstruktion verringert19 und das Exazerbationsrisiko reduziert.5,20,21 „Die klinischen Daten sind ein klares Argument für den Einsatz von Tiotropium in der COPD-Dauertherapie“, erklärte Vogelmeier abschließend.

 

 

COPD

 

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) ist weltweit eine der Hauptursachen für Todesfälle und Invalidität. COPD hat erhebliche physische und emotionale Auswirkungen auf die Betroffenen.22 Mit fortschreitender Krankheit führt das Auftreten von Kurzatmigkeit zu einer Abnahme der Lungenfunktion, die wiederum eine der Hauptursachen von Invalidität und Ängsten unter den Patienten darstellt.23 Dies kann zur Folge haben, dass sich die betroffenen Personen eingeschüchtert, frustriert, isoliert und niedergeschlagen fühlen.23 Die neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzen, dass derzeit mehr als 21 Millionen Menschen an COPD erkrankt sind.24 COPD-Patienten leiden häufig auch unter anderen schweren gesundheitlichen Beschwerden wie Herzkrankheiten, Diabetes, Osteoporose und Depressionen, so dass die Behandlung von COPD parallel zur Therapie dieser Erkrankungen noch einmal erschwert wird.25 Da es sich um eine chronische Krankheit handelt, die mit invalidisierenden Symptomen einhergeht, stellt COPD auch für Freunde und Verwandte, die sich um betroffene Patienten kümmern, eine große Belastung dar. Die frühzeitige Diagnose und Reaktion nach Exazerbationen mit geeigneten Behandlungen sind wichtig, um die Patienten dabei zu unterstützen, sich schneller zu erholen und die Lebensqualität generell zu verbessern.26

 

 

Tiotropium

 

Tiotropium (Spiriva®), ein langwirksames Anticholinergikum zur Inhalation, ist die erste inhalative Dauertherapie, die bei einmal täglicher Anwendung eine relevante und für 24 Stunden anhaltende Verbesserung der Lungenfunktion erzielt. Tiotropium verbessert die Lebensqualität der Patienten.27,28 Es erleichtert Patienten mit COPD die Atmung, indem es verengte Atemwege öffnet und dazu beiträgt, dass diese über 24 Stunden offen bleiben. Der Wirkmechanismus von Tiotropium zielt auf einen wichtigen reversiblen COPD-Mechanismus – die cholinerge Bronchokonstriktion (Verengung der Atemwege). Boehringer Ingelheim vertreibt Tiotropium seit 2002 (11 Jahren) unter dem Markennamen Spiriva.®

 

 

Der Respimat® Soft Inhaler

 

Der von Boehringer Ingelheim entwickelte Respimat® Soft Inhaler ist ein einzigartiger, treibgasfreier Inhalator. Das Gerät gibt eine lang anhaltende und sich langsam bewegende Sprühwolke ab6,7 , die leicht zu inhalieren ist (ein forciertes Einatmen ist nicht erforderlich) und die dabei für eine geringere Ablagerung in Mund und Rachen bei einer höheren Lungendeposition sorgt.8,9 Der Respimat® Soft Inhaler wird von Patienten gegenüber anderen, derzeit erhältlichen Inhalatoren bevorzugt.10,11,12

 

 

Boehringer Ingelheim: führend bei Atemwegserkrankungen

 

Die Behandlung von Atemwegserkrankungen nimmt in den Aktivitäten von Boehringer Ingelheim seit über 90 Jahren einen wichtigen Platz ein.

 

Deshalb widmet das Unternehmen der Forschung auf diesem Gebiet beträchtliche Ressourcen. Neben neuartigen Behandlungen bei Asthma beschäftigt sich Boehringer Ingelheim darüber hinaus auch mit der Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten für andere Atemwegserkrankungen, darunter COPD, Lungenkrebs, idiopathische Lungenfibrose und weitere Atemwegsindikationen.

 

Das Portfolio von Boehringer Ingelheim im Bereich Atemwegserkrankungen deckt eine große Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten ab und umfasst Spiriva® (Tiotropium), Berodual® (Fenoterol/Ipratropium), Berotec® (Fenoterol), Combivent® (Ipratropium/Salbutamol) und Atrovent® (Ipratropium).

 

 

Boehringer Ingelheim

 

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 44.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Arzneimittel mit hohem therapeutischen Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

 

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

 

Im Jahr 2011 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von rund 13,2 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsbereich verschreibungspflichtige Arzneimittel machen 23,5% der Gesamterlöse aus.

 

Weitere Informationen zu Boehringer Ingelheim erhalten Sie unter www.boehringer-ingelheim.de

 

 

Referenzen 

  1. Global Strategy for Diagnosis, Management, and Prevention of COPD 2011.http://www.goldcopd.org/uploads/users/files/GOLD_Report_2011Dec30.pdf. (letzter Zugriff: Januar 2012)
  2. Bestall JC et al. Thorax 1999; 54: 581-86
  3. Global Strategy for Diagnosis, Management, and Prevention of COPD 2013. http://www.goldcopd.org/guidelines-global-strategy-for-diagnosis-management.html (letzter Zugriff: März 2013)
  4. Soler-Cataluña JJ et al. Thorax 2005; 60: 925-31
  5. Vogelmeier C et al, N Engl J Med 2011; 364: 1093-1103
  6. Dhand R. J Aerosol Med 2005; 18(3): 261-63
  7. Hochrainer D et al. J Aerosol Med 2005; 18(3): 273-282
  8. Brand P et al. Int J Chronic Obstruct Pulm Dis 2008; 3(4): 763-770
  9. Brand P et al. J Aerosol Med 2007; 20(2): 165
  10. Hodder R et al. Int J Chronic Obstruct Pulm Dis 2009; 4: 381-390
  11. Hodder R et al. Int J Chronic Obstruct Pulm Dis 2009; 4: 225-232
  12. Schuermann W et al. Treatm Respir Med 2005; 4: 53-61
  13. Celli B et al. Chest 2010; 137: 20-30
  14. Fachinformation Spiriva®, Stand Juni 2012
  15. O’Donnell DE et al. Eur Respir J 2004; 23: 832-840
  16. Casaburi R et al. Eur Respir J 2002; 19: 217-224
  17. Verkindre C et al. Respiration 2006; 73: 420-427
  18. Maltais F et al. Chest 2005; 128: 1168-1178
  19. Tashkin DP et al. N Engl J Med 2008; 359: 1543-1554
  20. Niewoehner DE et al. Ann Intern Med 2005; 143: 317-326
  21. Dusser D et al. Eur Respir J 2006; 27: 547-555
  22. Confronting COPD in America: Executive Summary. New York, NY: Schulman, Ronca, and Bucuvalas Inc; 2001:1-20
  23. Maurer J et al. Chest 2008; 134: 43-56
  24. World Health Organization. Global Alliance Against Chronic Respiratory Diseases. 2008. [Online] Available at: http://www.who.int/gard/publications/Istanbul_report_final.pdf [letzter Zugriff: Februar 2012]
  25. Yawn BP et al. Prim Care Respir J 2008; 17(4): 199-205
  26. Wilkinson et al. Am J Respir Crit Care Med 2004; 169: 1298-1303
  27. Casaburi R et al. Chest 2005; 127: 809-817
  28. Vincken W et al. Eur Respir J 2002; 19: 209-216

 


 

Quelle: Boehringer Ingelheim, 22.03.2013 (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson