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22 | 01 | 2018
Psychiatrie
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Je schwerer eine Depression, desto unverzichtbarer sind Antidepressiva

 

  • Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) warnt vor pauschalen Urteilen über die Verordnung von Psychopharmaka
  • Eine medikamentöse Therapie ist bei schweren Krankheitsverläufen unverzichtbar

 

Berlin (15. April 2011) - Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) setzt sich nachdrücklich für die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein und weist die durch rein ökonomische Interessen motivierte Kritik der AOK Rheinland/Hamburg entschieden zurück. Demnach sei die stark steigende Verordnung von Antidepressiva nicht nachvollziehbar und begründbar. Nach Auffassung der DGPPN ist der Anstieg der Verordnungen in diesem Versorgungsbereich allein schon dem Umstand geschuldet, dass psychische Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen haben. Erfreulich ist für die DGPPN, dass die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen etwas abgenommen hat, sodass mehr Menschen sich trauen, notwendige Hilfen in Anspruch zu nehmen.

 

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Maskierte Angst: Eine Gruppe von Nervenzellen steuert das Angstverhalten im Gehirn (rechts). Dieses kann durch die Aktivität einer zweiten Gruppe maskiert werden (links) – allerdings ohne dass die Angst vollständig verschwindet. (Carlos Toledo/Bernstein Center Freiburg).Die maskierte Angst

 

Simulationen von Angstzuständen können deren Entstehung erklären – und wieso es schwierig ist, sie loszuwerden

 

Freiburg (18. März 2011) - Das Angstempfinden ist ein natürlicher Begleiter unseres Lebens und ein sinnvoller Schutzmechanismus. Doch manchmal nehmen Ängste überhand und sind nur schwer wieder abzulegen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg, Basel und Bordeaux haben nun die Vorgänge im Gehirn bei der Entstehung und Unterdrückung von Ängsten im Computer simuliert. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „PLoS Computational Biology“ erklären Ioannis Vlachos vom Bernstein Center der Universität Freiburg und Kollegen aus Bordeaux und Basel erstmals, auf welche Weise scheinbar abgelegte Ängste in Wirklichkeit nur verdeckt, aber nicht verschwunden sein können. Der Grund für die Hartnäckigkeit von Ängsten ist, dass sie buchstäblich tief sitzen: Tief unter dem Großhirn liegt in unserem Denkorgan der „Mandelkern“. Er spielt im Angstverhalten eine zentrale Rolle.

 

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Cannabiskonsum beschleunigt die Entwicklung von Psychosen

 

Berlin (10. März 2011) - Eine neue Studie der University of New South Wales, Sydney, hat den ersten eindeutigen Beweis dafür erbracht, dass der Genuss von Cannabis den Ausbruch psychischer Erkrankungen in den entscheidenden Jahren der Gehirnentwicklung um bis zu 2,7 Jahren beschleunigen kann. Dies kann unter Umständen lebenslange Folgen haben.

 

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Überlegenheitsnachweis von Escitalopram international anerkannt – nicht jedoch vom G-BA

 

Hamburg (24. Februar 2011) - Die renommierte und anerkannte Cochrane Collaboration empfiehlt Escitalopram als First-Line-Therapie zur Behandlung der Depression. Dabei orientieren sich die Autoren des internationalen Netzwerks von Wissenschaftlern und Ärzten an den international anerkannten Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin.

 

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Sanitätsdienst der Bundeswehr

Belastungsstörungen: Aktuelle Zahlen

 

Berlin (23. Februar 2011) - Im Monat Januar 2011 wurde bei 42 Soldatinnen und Soldaten eine einsatzbedingte Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert. 23 Soldatinnen und Soldaten wurden ambulant, 19 wurden stationär behandelt.

Bei weiteren 18 Soldatinnen und Soldaten wurden andere psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen oder Angstzustände, festgestellt. Alle Erkrankungsfälle werden jederzeit mit Vorrang behandelt.

 

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Hirnschrittmacher soll Depression dauerhaft bekämpfen

 

Bonn (31. Januar 2011) - Fast zehn Prozent aller Depressionen verlaufen so schwer, dass die Patienten auf keine gängige Behandlungsmethode ansprechen. Hoffnung macht in jüngster Zeit die gezielte Stimulation von Bereichen im Gehirn mit einer Art "Hirnschrittmacher". Mediziner der Universität Bonn haben nun zusammen mit US-Kollegen eine neue Zielstruktur für die tiefe Hirnstimulation (so der Fachterminus) vorgestellt. Sie hoffen auf eine noch bessere Erfolgsquote bei geringeren Nebenwirkungen. Die Arbeit ist in den renommierten "Neuroscience and Biobehavioral Reviews" erschienen (doi: 10.1016/j.neurobiorev.2010.12.009).

 

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Zusatztherapie mit Seroquel Prolong®:

Die neue Behandlungsoption bei depressiven Erkrankungen

 

Berlin (25. November 2010) – Seroquel Prolong® (Quetiapin Fumarat) ist seit Oktober 2010 durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für die Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) als Zusatztherapie bei Patienten zugelassen, die unzureichend auf die Monotherapie mit einem Antidepressivum angesprochen haben. Hierzu wurden im Rahmen des diesjährigen DGPPN-Kongresses aktuelle Daten vorgestellt. So konnte die Zusatztherapie mit Seroquel Prolong® die depressive Symptomatik von Patienten, die bislang keine ausreichende Response gezeigt hatten, deutlich verbessern. Ein weitere Studie konnte nachweisen, dass die Zusatztherapie mit Seroquel Prolong® bei depressiven Patienten mindestens genauso wirksam ist wie die Augmentation mit Lithium.

 

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Seelische Probleme von Migranten: Ein Integrationshindernis?

Stand eines internationalen Projektes

 

Berlin/Hamburg (25. November 2010) – Einwanderung kann eine große persönliche Chance darstellen. Das Verlassen der Heimat und die Anpassung an das Aufnahmeland können aber auch zu großen Belastungen führen, und der seelische Stress sowie Diskriminierung sind Risikofaktoren für psychische Erkrankungen. Bisher gibt es aber keine zuverlässigen Daten darüber, ob und in welchem Ausmaß Menschen mit Migrationshintergrund häufiger erkranken als "Einheimische". Die Studiengruppe "SeGeMi"  will darüber Klarheit schaffen. Doch zunächst stellte sich heraus, dass es schwierig ist, Einwanderer aus der Türkei für die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien zu gewinnen. Deshalb wurde in einer Vorstudie untersucht, woher die Barrieren und Hemmschwellen kommen. Diese in der Forschung neuartigen Ergebnisse helfen nicht nur bei diesem Projekt weiter.

 

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Integrierte Versorgung Schizophrenie in Niedersachsen

Flächendeckende Integrierte Versorgung in erster Region gestartet

 

logoBerlin (25. November 2010) - Die Vertragspartner der Integrierten Versorgung Schizophrenie (IVS) gaben am Rande des DGPPN-Kongresses in Berlin bekannt, dass die vorbereitende Phase und der Start der Integrierten Versorgung Schizophrenie in Niedersachsen nach Plan erfolgt sind. An einer Schizophrenie erkrankte Versicherte der AOK können sich seit Oktober 2010 in ersten Startregionen Niedersachsens wie Delmenhorst, Hildesheim, Oldenburg, Peine und Wolfsburg einschreiben und von den Vorteilen der sektorenübergreifenden Versorgungsangebote profitieren. Die Integrierte Versorgung Schizophrenie in Niedersachsen ist das erste Versorgungskonzept, das im niedergelassenen Bereich koordiniert wird und eine landesweit flächendeckende Versorgung in einem großen Bundesland zum Ziel hat.

 

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DGPPN-Kongress 2010: Psychiatrie im Dialog

Größte Tagung in Europa für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurowissenschaften

Berlin (24. November 2010) - Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) lädt erneut zu ihrer Jahrestagung nach Berlin ein. Im Mittelpunkt des diesjährigen DGPPN-Kongresses vom 24. bis 27. November 2010 im Internationalen Congress Centrum (ICC Berlin) steht der Dialog mit anderen Fächern innerhalb und außerhalb der Medizin. Der Kongress, an dem sich auch die österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften beteiligen, zählt zu den größten wissenschaftlichen Tagungen auf dem Gebiet der Psychiatrie, Psychotherapie und Neurowissenschaften in Europa. Die DGPPN erwartet rund 9.000 Teilnehmer, darunter auch einen hohen Anteil internationaler Besucher.

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Licht in der Nacht begünstigt Depressionen

Wirkungen bereits durch laufenden Fernseher im dunklen Zimmer

 

Columbus, Ohio, USA/Wien, Österreich (18. November 2010) - Wer nachts dauernd mit Licht schläft, hat ein höheres Risiko für eine Depression. Das berichten Forscher der Ohio State University am Jahrestreffen der US-Neurowissenschaftler. Ihre Tierexperimente zeigten erstmals, dass nächtliches Licht zu Veränderungen im Hippocampus führt. Dieser spielt wiederum eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Depressionen. Negative Folgen treten bereits bei sehr schwachem Licht von der Stärke eines laufenden Fernsehbildschirms im dunklen Zimmer ein, konnten die Wissenschaftler zeigen.

 

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Abb.: Keine Blutabnahme, keine Medikamente: „BiDirect“ ist eine reine Beobachtungsstudie. Foto: WWU – FZFührt Arterienverkalkung zu Depressionen – und umgekehrt?

 

Untersuchung und Befragung von über 2.000 Patienten: Groß angelegte Studie an der Universität Münster soll möglichen Zusammenhang zwischen den beiden Volkskrankheiten Arterienverkalkung und Depressionen klären

 

Münster (28. Oktober 2010) - Verkalkte Leitungen sind ein verbreitetes Problem. In der Wohnung hilft der Klempner, im Körper ist es komplizierter: Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und – im akuten Fall – Medikamente senken das Risiko, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Zu den Risikofaktoren gehören möglicherweise auch Depressionen, zumindest gibt es in der Medizin Hinweise auf einen Zusammenhang. Patienten, die an einer Depression leiden, haben oft Arteriosklerose – und umgekehrt. Wie beides zusammenhängt, ist bisher aber nicht bekannt. Mit „BiDirect“ wollen Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) diese Frage nun klären.

 

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Starke Magnetfelder helfen bei schweren Depressionen

 

Bonn (21. Oktober 2010) - Starke Magnetfelder eignen sich augenscheinlich sehr gut zur Therapie schwerer Depressionen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die jetzt im Journal of Psychiatric Research erschienen ist (doi: 10.1016/j.jpsychires.2010.09.008). Die Mediziner hatten insgesamt zehn Patienten mit der so genannten Magnetkrampftherapie (MKT) behandelt. Bei sechs von ihnen besserte sich der Zustand daraufhin deutlich. Besonders erfreulich: Schwerwiegende Nebenwirkungen blieben komplett aus.

 

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Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge: Blick in den SnoezelenRaum. Photo: Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth HerzbergeEvangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge

Zentrum mit Alleinstellungsmerkmal

 

Berlin (3. September 2010) - Am 3. September feierte das Berliner Behandlungszentrum für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung sein zehnjähriges Bestehen. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher bestätigte die Vorreiterrolle, die das Zentrum in Berlin und darüber hinaus übernommen hätte.

Menschen mit geistiger Behinderung leiden häufiger als die Normalbevölkerung an psychischen und somatischen Erkrankungen – oft unerkannt und medizinisch nicht behandelt. Bei den Patienten, die sich häufig nur eingeschränkt oder gar nicht verbal äußern können, sind dabei die Symptome häufig unspezifisch und mehrdeutig. Werden sie nicht erkannt und behandelt, verstärken sie selbstverletzendes oder aggressives Verhalten. Seit dem Jahr 2000 bietet das Behandlungszentrum für psychisch kranke Menschen mit geistiger Behinderung (BHZ) auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin-Lichtenberg diesen Patienten eine qualifizierte Versorgung. Am 3. September 2010 feierte es sein zehnjähriges Bestehen.

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Der Entstehung depressiver Störungen auf der Spur

 

Freiburg (2. September 2010) - Eine neue Hypothese zur Entstehung depressiver Störungen geht davon aus, dass eine Veränderung neuronaler Plastizität einen wichtigen Beitrag in der Entstehung der Störung darstellt. Freiburger Forscher veröffentlichen Ergebnisse in Biological Psychiatry.

Depressive Störungen sind laut Weltgesundheitsorganisation die Hauptursache weltweit für Lebensjahre mit erheblich eingeschränkter Lebensqualität. Trotz deutlicher Fortschritte in der Behandlung, insbesondere durch Psycho- und Pharmakotherapie, spricht nur etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten auf eine Behandlung ausreichend rasch und gut an. Forschungen zur Entstehung und Behandlung von Depressionen sind daher unabdingbar.

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Beende Dein Schweigen, nicht Dein LebenWie Emine versuchte, sich das Leben zu nehmen – und wie ihr aus dem seelischen Tief geholfen wurde

 

"Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben"  – Projekt zur Suizidverhütung bei jungen türkischen Migrantinnen in Deutschland

 

Berlin (3. August 2010) - Mädchen und junge Frauen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begehen fast fünfmal so häufig einen Suizidversuch wie gleichaltrige Frauen, die aus einer deutschen Familie stammen. Um den Gründen genauer auf die Spur zu kommen und vor allem auch, um den oft verzweifelten Frauen aus türkischstämmigen Familien konkret Auswege aufzeigen zu können, finanziert das Bundesforschungsministerium ein Forschungsprojekt. In diesem Rahmen hat die Charité Berlin im Juni die Aufklärungskampagne "Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben" gestartet (beteiligte Institutionen s.u.).

 

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Schizophrenie - ein neues Themenheft der Gesundheitsberichterstattung des Bundes

 

Berlin (15. Juli 2010) - Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die etwa ein Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben trifft. Das neue Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) "Schizophrenie" liefert Einblicke in Krankheitsbild, Verbreitung und die psychosozialen Folgen einer schizophrenen Erkrankung. Weiterhin werden Behandlungsmöglichkeiten und Kostenaspekte betrachtet sowie wichtige Organisationen, Früherkennungszentren und Anlaufstellen genannt.

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