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16 | 12 | 2017
Psychiatrie
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Schizophrenie

Bremer Studie untersucht Wirkung von Medikamenten

 

Bremen (9. September 2009) - Welche Medikamente eignen sich bei welchen Patienten mit Schizophrenie am besten? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer großen klinischen Studie von Ärzten Bremer Kliniken und der Universität Bremen. Das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) hat für das Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren jetzt 1,8 Mio. Euro bewilligt. An der Studie nehmen zehn psychiatrische Kliniken in Deutschland teil, darunter acht Universitätskliniken. Die medizinische Koordination liegt bei Privatdozent Dr. Martin Heinze, Psychiatrisches Behandlungszentrum Mitte/West am Klinikum Bremen Ost, und Professor Bernd Mühlbauer, Institut für Pharmakologie am Klinikum Bremen-Mitte. Auch für das Monitoring und die Bereitstellung der Studienmedikation ist das Institut für Pharmakologie verantwortlich. Die statistische Auswertung wird unter Federführung von Professor Jürgen Timm vom Kompetenzzentrum Klinische Studien der Universität Bremen vorgenommen. Insgesamt sollen 630 Patienten in diese multizentrische Studie aufgenommen werden.

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Der Therapieerfolg bei Depressionen lässt sich vorhersagen

 

Spezielle Krankheitscharakteristika und die genetische Ausprägung eines Patienten erlauben eine Voraussage über die Wirkung von Antidepressiva

 

München (8. September 2009) - Nach wie vor ist ungeklärt, warum Medikamente bei cirka 30 Prozent der Patienten mit Depression nicht ausreichend wirken. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München haben dieses Phänomen jetzt durch Analyse genetischer und klinischer Parameter untersucht. Ihr Ziel war es, zu klären, welche Faktoren den Therapieerfolg bestimmen. Dabei identifizierten sie im Erbmaterial von Patienten erstmalig 46 Gene, die die Wirkung von Antidepressiva positiv beeinflussen. Eine zukünftige Charakterisierung dieser Gene verspricht neue Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung und zu möglichen Behandlungsansätzen. Das Interessante dabei: Viele der Erbfaktoren sind nachweislich auch bei Stoffwechsel-, Herz- und Gefäßerkrankungen aktiv. Darüber hinaus verläuft die Therapie bei Patienten mit einem hohen Anzahl positiver Genvarianten, fehlenden Angstsymptomen oder jungem Alter besonders günstig. (Archives of General Psychiatry, Online-Publikation, 8. September 2009)

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Wie korrekt diagnostizieren Allgemeinärzte Depressionen?

Allgemeinpraxis ist eine schwierige Aufgabe

 

Fragestellung der Studie: Wie korrekt diagnostizieren Allgemeinärzte Depressionen?

 

Hintergrund

 

Zürich, Schweiz (24. August 2009) - Sowohl für den einzelnen Patienten als auch für die Gesellschaft ist die Depression eine grosse Belastung. In einer von der WHO durchgeführten Studie in 14 Ländern liegt die Häufigkeit dieser Erkrankung in der Bevölkerung bei 14 %. Generell ist die Prävalenz in urbanen Gebieten höher als in ländlichen Gegenden. Da die Diagnose einer Depression nicht einfach ist, wird sowohl eine "Über- als auch Unterdiagnostizierung" beobachtet. Das Ziel des vorliegenden "systematic review" war die Generierung von Daten, wie oft die Diagnose der Depression korrekt und wie oft die Diagnose nicht korrekt gestellt wurde.

 

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INVEGA® zur Behandlung von Schizophrenie fällt unter Festbetrag

 

Neuss (24. August 2009) - Am 18. Juni 2009 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Bildung einer gemeinsamen Festbetragsgruppe Stufe 2 mit oralem Risperidon und INVEGA® (zwei Medikamente zur Behandlung der Schizophrenie) getroffen. Der Festbetrag tritt voraussichtlich am 1. November in Kraft. Die von der Firma Janssen-Cilag vorgebrachten Einwände und ausführlichen Stellungnahmen wurden seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nicht berücksichtigt.

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Antidepressiva - Nutzen von SNRI belegt

Venlafaxin und Duloxetin lindern Beschwerden besser als ein Scheinmedikament

 

IQWiGBerlin (18. August 2009) - Ob Patientinnen und Patienten mit Depressionen von Medikamenten aus der Wirkstoffklasse der selektiven Serotonin-und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) profitieren, hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) untersucht. In Deutschland sind bisher zwei dieser Wirkstoffe als Antidepressiva zugelassen: Venlafaxin und Duloxetin. Am 18. August 2009 hat das Institut seinen Abschlussbericht vorgelegt. Demnach ist der Nutzen beider Wirkstoffe gegenüber einem Scheinmedikament (Placebo) belegt: Die Patientinnen und Patienten sprechen besser auf die Therapie an und leiden weniger unter den Beschwerden ihrer Depression. Außerdem gibt es Hinweise, dass beide Substanzen nicht nur die Symptome lindern, sondern auch vor Rückfällen schützen.

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Positionspapier der DGPPN zur Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung

Welcher Patient braucht was, wann und wie in der Lebensspanne?

 

Berlin (11. August 2009) - In Deutschland leben derzeit etwa 500.000 Menschen mit geistiger Behinderung. Die Mehrzahl ist leicht bis mäßig geistig behindert, die Minderheit schwer oder schwerstbehindert. Menschen mit geistiger Behinderung haben überdurchschnittlich häufig chronische Erkrankungen und zusätzliche Behinderungen sowie Risiken für akute Krankheiten.

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IQWiG veröffentlicht „Leitliniensynopse“ zu Versorgungsstandards bei Depression

Neues Produkt stellt Kernempfehlungen aus Leitlinien zusammen

IQWiGBerlin (21. Juli 2009) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat ein Vorgehen entwickelt, mit dem sich in kurzer Zeit die Versorgungsstandards in einem Indikationsgebiet darstellen lassen. Basis sind evidenzbasierte Leitlinien, deren Empfehlungen von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu "Kernaussagen" zusammengefasst werden. Erstmals angewendet wurde die sogenannte Leitliniensynopse bei der unipolaren Depression. Die am 21. Juli vorgelegte Synopse bietet einen Überblick über die bestehenden Versorgungsstandards bei dieser Erkrankung im internationalen Vergleich und gibt Hinweise auf mögliche Lücken und Diskrepanzen in der Versorgungskette.

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Erstmals Vorhersage der Schizophrenie mit Hilfe bildgebender Verfahren möglich

 

München (7. Juli 2009) - Ein internationales Forscherteam aus Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität, München, der Friedrich-Schiller-Universität, Jena, und der University of Pennsylvania, USA, konnte nun erstmals den Nachweis erbringen, dass sich aus zerebralen Kernspintomografie-Daten von Hochrisiko-Probanden mit computergestützten Verfahren der künstlichen Intelligenz Muster neuroanatomischer Veränderungen extrahieren lassen, die diese Personen von gesunden Kontrollprobanden signifikant unterscheiden.

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INVEGA® – Patientenrelevanter Nutzen durch einzigartiges pharmakologisches Profil

 

Berlin (23. Juni 2009) - Mit der Entwicklung von Paliperidon ER (INVEGA®) wurden innovative Wege beschritten, um die medikamentöse Behandlung von Patienten mit Schizophrenie zu optimieren. Laut einer aktuell veröffentlichten Expert Opinion ist bei INVEGA® dessen günstiges Interaktionsprofil hervorzuheben [1]. Der Wirkstoff wird überwiegend renal ausgeschieden, so dass relevante Interaktionen über das Cytochrom-P-450-Enzymsystem nicht zu erwarten sind. Ferner wird darauf hingewiesen, dass durch die Verwendung der OROS-Technologie gleichmäßigere Wirkstoffspiegel erreicht werden. Die Relevanz dieser Aspekte für die Praxis wurde jetzt anhand von aktuellen Daten zur Patientenzufriedenheit und zur antipsychotischen Wirksamkeit und Verträglichkeit in einem Pressegespräch zu INVEGA® vorgestellt [2].

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Neuer Wirkmechanismus für Medikamente gegen Angsterkrankungen identifiziert

Die angstlösende Substanz macht weder müde noch zeigt sie ein Abhängigkeitspotential

 

Aufgrund der Bindung von XBD173 am Translokatorprotein-18 in der mitochondrialen Membran wird die Aufnahme der Neurosteroid-Vorstufe Cholesterol verstärkt und erhöhte Mengen an Neurosteroiden gebildet. Diese Neurosteroide verändern die Funktion eines Rezeptors an der postsynaptischen Membran von Nervenzellen. Dies hemmt die Signalweiterleitung und führt auf Verhaltensebene zur angstlösenden Wirkung. Photo: Max-Planck-Institut für PsychiatrieMünchen (18. Juni 2009) - Jeder siebte Bundesbürger entwickelt im Laufe seines Lebens eine Angsterkrankung, die therapiert werden muss. Gängige angstlösende Medikamente (Anxiolytika) basieren auf der Wirkstoffklasse der Benzodiazepine. Diese beruhigen die Patienten und verringern rasch die Angstgefühle. Unerwünschte Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Medikamententoleranz und Entzugsprobleme machen eine langfristige Einnahme jedoch problematisch. Wissenschaftler um Rainer Rupprecht, Fellow am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie, konnten nun erstmals den Nachweis erbringen, dass über einen neuartigen Mechanismus auf der Grundlage von Neurosteroiden, welche sich vom Hormon Progesteron ableiten, neue Anxiolytika entwickelt werden können. Ein solches Medikament zeigte im Tierexperiment sowie in einer klinischen Studie deutlich weniger Nebenwirkungen. (Science Express 18. Juni 2009)

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IQWiG: Vorbericht zu Antidepressiva veröffentlicht

  • Nutzen von Bupropion belegt
  • Nutzen von Reboxetin nicht belegt
  • Hersteller hält Studiendaten unter Verschluss

 

IQWiGBerlin (10. Juni 2009) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 10. Juni 2009 die vorläufigen Ergebnisse seiner Nutzenbewertung von bestimmten neueren Antidepressiva vorgelegt. In dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragten Projekt geht es darum, den Nutzen der drei Wirkstoffe Reboxetin, Mirtazapin und Bupropion XL bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Depressionen zu bewerten. Bis zum 9. Juli können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zum Vorbericht abgeben.

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Volkskrankheit Depression

Erstmals kombinierte Behandlungs- und Versorgungsleitlinie zur unipolaren Depression

 

Berlin (4. Juni 2009) - Depressionen zählen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu den häufigsten psychischen Leiden überhaupt. Hochrechnungen zufolge wird die Depression im Jahre 2030 in den industrialisierten Ländern auf Rang 1 der Krankheiten stehen, an denen Menschen leiden. Allein in Deutschland sind bereits heute schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung, also etwa vier Millionen Menschen, betroffen. Trotz dieser hohen Zahl wird die Volkskrankheit Depression in der Hälfte der Fälle nicht diagnostiziert und deshalb oft nur unzureichend oder gar nicht behandelt, obwohl die Möglichkeiten der Behandlung in den vergangenen Jahren immer besser geworden sind. Um die Defizite in der Versorgung abzubauen und das wissenschaftlich-medizinische Know-how in Diagnostik und Therapie nachhaltig zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit anderen Institutionen und Organisationen eine neue evidenzbasierte Leitlinie zur unipolaren Depression erarbeitet.

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Kein Wundermittel gegen Schizophrenien

Aachen (20. März 2009) - Gegen Schizophrenien kann es keine Wunderwaffe geben. Diese Erkrankungen sind äußerst komplex und nehmen verschiedene Formen an. Bis heute gibt es aber nur eine Art von Medikamenten gegen die schweren Erkrankungen. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass es gerade nur ein einziges Arzneimittel sein soll, das sich gegen die große Vielfalt der unterschiedlichen Symptome richtet. Zu dem Schluss kommen Univ.-Prof. Dr. med. Gerhard Gründer von der RWTH Aachen, der Medizin- und Physiologie-Nobelpreisträger Prof. Arvid Carlsson und Prof. Hanns Hippius in einem gemeinsamen Beitrag in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Nature Reviews Drug Discovery". 

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Neue Therapieoption bei bipolaren Störungen

Seroquel Prolong® zur Behandlung manischer und depressiver Phasen

 

Bonn  (13. Februar 2009) – Seit dem 19. Januar 2009 ist Seroquel Prolong® (Quetiapinhemifumarat) in Deutschland zur Behandlung von schweren depressiven Phasen und mittelschweren bis schweren manischen Phasen einer bipolaren Störung zugelassen. Die Zulassung beinhaltet sowohl die Akut- als auch die Erhaltungstherapie. Damit steht erstmals ein Medikament uneingeschränkt für die Behandlung schwerer akuter Phasen einer bipolaren Störung zur Verfügung. Die gute Wirksamkeit in beiden Phasen der Erkrankung bietet Ärzten und Patienten die Chance auf eine größere Stabilität in der Therapie und kann maßgeblich zur Verbesserung der Compliance beitragen.

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Eigener Körper außer Kontrolle

Bessere Versorgung für Patienten mit Tourette-Syndrom

 

Abb.: Tics wie unkontrollierte Bewegungen treten meist im Kindesalter erstmals auf. Photo: UK UlmUlm an der Donau (11. Februar 2009) - Unkontrolliertes Zucken und Bewegen, ungehemmtes Räuspern und Grunzen oder das Verwenden von Kraft- und Fäkalausdrücken können Anzeichen einer Tic-Störung sein, die vor allem bei Kindern im Alter von drei bis elf Jahren erstmals auftritt. Kommen verschiedene solcher Tics dauerhaft vor, spricht man vom Tourette-Syndrom. Da das Wissen über diese Störung oft noch unzureichend ist, sind Betroffene lange Zeit selbst im Unklaren über ihr Störungsbild. Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie weitet nun ihr Sprechstundenangebot und die Erforschung dieser Störung aus.

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Auslösern von Panikattacken auf der Spur

 

Erlangen-Nürnberg (4. Februar 2009) - Die Angst zu sterben oder verrückt zu werden, kann eine Panik-Attacke auslösen. Plötzlich kommt es zu Atemnot, Herzrasen, Schweißausbruch oder anderen körperlichen Reaktionen. Sie verschwinden nach etwa 15 Minuten genauso schnell, wie sie ausgelöst wurden. Am Universitätsklinikum Erlangen wird seit September 2008 untersucht, was die Auslöser für die Panik-Attacken sind. Die Vermutung: Patienten mit Panikattacken haben eine starke Empfindlichkeit für CO2-Veränderungen im Gehirn. Jetzt werden betroffene Frauen zwischen 20 und 55 Jahren gesucht, um zu überprüfen, ob die Hypothese stimmt.

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Panikstörungen können zu 90 Prozent erfolgreich behandelt werden

 

Greifswald (9. Januar 2009) - Menschen, die unter Panikattacken und Platzangst (Agoraphobie) leiden, können mit einer speziellen Psychotherapie in relativ kurzer Zeit von ihrem Leiden befreit werden. Das belegt eine deutschlandweite Studie, die in diesen Tagen abgeschlossen wird. An dem Projekt war auch das Institut für Psychologie der Universität Greifswald beteiligt. Hier wurden 47 der insgesamt 360 Studienteilnehmer behandelt.

 

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