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Sanitätsdienst der Bundeswehr

Belastungsstörungen: Aktuelle Zahlen

 

Berlin (23. Februar 2011) - Im Monat Januar 2011 wurde bei 42 Soldatinnen und Soldaten eine einsatzbedingte Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert. 23 Soldatinnen und Soldaten wurden ambulant, 19 wurden stationär behandelt.

Bei weiteren 18 Soldatinnen und Soldaten wurden andere psychische Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen oder Angstzustände, festgestellt. Alle Erkrankungsfälle werden jederzeit mit Vorrang behandelt.

 

Die erste qualifizierte Behandlung erfolgt grundsätzlich in einem Bundeswehrkrankenhaus. In Zusammenarbeit mit den Patienten und unter Einbeziehung der Angehörigen wird ein individuelles Therapieangebot zur ambulanten oder stationären Behandlung erstellt. Die dauerhafte Erfolgsquote der Behandlung von PTBS beträgt etwa 80 Prozent.

 

Aufgrund der umfangreichen Bemühungen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr melden sich seit geraumer Zeit die Betroffenen vermehrt. Zu diesen Bemühungen zählen unter anderem eine kostenlose 24-Stunden-Hotline, anonyme Kontaktangebote im Internet, der Aufklärungsfilm „Wenn die Seele schreit“ sowie unzählige Vorträge und Weiterbildungsveranstaltungen vor Ort durch die Fachärzte sowie den Sozialdienst der Bundeswehr.

 

Nicht zuletzt hat auch die unermüdliche Arbeit der vielen Selbsthilfeorganisationen sowie die öffentliche Diskussion zur Akzeptanz psychischer Erkrankungen in der Truppe beigetragen und somit die Bereitschaft der Soldaten, sich behandeln zu lassen, gestärkt.

  


Quelle: Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr, 23.02.2011 (tB).