Rheuma

Rheumatologie

Secukinumab (Cosentyx®) hemmt langfristig die Progression der Gelenk- und Wirbelsäulenschäden bei PsA und AS

  • Die in zwei Jahren mit der Methode mSASSS bzw. mTSS berechnete röntgenologische Progression struktureller Gelenk- und Wirbelsäulenschäden war unter Secukinumab bei einem Großteil der AS- und PsA-Patienten sehr gering1,2.
  • Die Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit und Lebensqualität blieb unter Secukinumab bei PsA- und AS-Patienten über zwei Jahre erhalten2,3.
  • Secukinumab ermöglicht eine dauerhafte und vollständige Abheilung der Dactylitis und Enthesitis bei Patienten mit PsA4.

Nürnberg/London (1. August 2016) – Auf der diesjährigen Tagung der European League Against Rheumatism (EULAR) in London wurden aktuelle Datenanalysen der Studien FUTURE 1 und 2 bei Psoriasis-Arthritis (PsA) sowie der Studien MEASURE 1 und 2 bei Ankylosierender Spondylitis (AS, auch Morbus Bechterew) vorgestellt. Für beide Indikationen zeigte der IL-17A-Inhibitor Secukinumab (Cosentyx®) ein starkes, sowie schnelles und dauerhaftes Ansprechen über zwei Jahre.

T-Zell-Burnout

Ursache für erhöhte Infektionsanfälligkeit bei Rheuma geklärt

Hannover (6. Juni 2016) - Unter chronisch-rheumatisch-entzündlichen Erkrankungen leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen. Zusätzlich wird Rheuma von erhöhter Infektanfälligkeit begleitet: Patienten mit Rheuma infizieren sich häufiger mit Viren und Bakterien und erkranken schwerer als Menschen ohne Rheuma. Über diese Verbindung zwischen Rheuma und Infektionen konnten Ärzte bisher nur Vermutungen anstellen – Wissenschaftler am TWINCORE haben nun in einer klinischen Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) das Rätsel gelöst: Die Abwehrzellen von Rheumapatienten sind erschöpft – sie leiden sozusagen an einem T-Zell-Burnout. Die Ergebnisse hat das Journal JACI jetzt veröffentlicht.

NSwedish Orphan Biovitrum GmbH (Sobi) hat bekannt gegeben, dass Kineret® jetzt mit einer neuen, dünneren Nadel ausgeliefert wird. Darüber hinaus ist die Spritze ab sofort latexfrei. Photo: SOBIeues von Kineret® (Anakinra) – jetzt mit dünnerer Nadel und als latexfreie Spritze

Langen (23. Mai 2016) - Swedish Orphan Biovitrum GmbH (Sobi) hat bekannt gegeben, dass Kineret® jetzt mit einer neuen, dünneren Nadel ausgeliefert wird. Darüber hinaus ist die Spritze ab sofort latexfrei.
Sobi hat die neue Spritze im Zuge des kontinuierlichen Strebens des Unternehmens nach einer Verbesserung seiner Produkte und Services für Patienten entwickelt. Die dünnere Nadel mit der Stärke 29 G (Gauge) ersetzt die bisherig verwendete Nadel mit der Stärke 27 G. Ray Coggins, leitender Global Brand Director, bemerkt dazu: „Sobi hat sich den Bedürfnissen der Patienten und deren Behandler verpflichtet. Als Teil dieser Verpflichtung freuen wir uns über die Einführung der neuen, dünneren, 29-G Nadel und der latexfreien Spritze für die Anwendung von Kineret.“ Dr. Thomas Trilling, General Manager DACH, sagt: „Nachdem Patienten in Deutschland und Österreich Kineret® seit einiger Zeit als frühest einsetzbares Biological zur Behandlung von CAPS verfügbar haben, freue ich mich besonders, dass Sobi mit der dünneren Nadel und latexfreien Spritze nun eine weitere Neuerung für alle Kineret® Patienten anbieten kann.“

DMP Rheumatoide Arthritis

Leitlinien decken wichtige Versorgungsaspekte ab

  • IQWiG identifiziert E mpfehlungen für mögliches DMP
  • Schwerpunkt liegt auf Arzneimitteltherapie

Köln (28. April 2016) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 28 April 2016 die Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung von Menschen mit rheumatoider Arthritis vorgelegt. Ziel des Berichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm (DMP) Rheumatoide Arthritis von Bedeutung sein könnten. Demnach decken die Empfehlungen fast alle Versorgungsaspekte ab, Maßnahmen zur Rehabilitation werden jedoch nur vereinzelt thematisiert. Der Schwerpunkt der Empfehlungen liegt auf der medikamentösen Therapie .

Hersteller legt keine relevanten Daten vor und beansprucht selbst keinen Zusatznutzen

Secukinumab bei aktivem Morbus Bechterew oder Psoriasis-Arthritis: Zusatznutzen nicht belegt

 

Köln (15. März 2016) - Secukinumab (Handelsname Cosentyx) ist seit November 2015 für Erwachsene zugelassen, die unter aktiver ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew) oder unter Psoriasis-Arthritis leiden. Für Patienten mit Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) hat der Wirkstoff 2015 bereits eine frühe Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) durchlaufen. Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑-BA) das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt, auch für die neuen Anwendungsgebiete eine Dossierbewertung vorzunehmen. Da der Hersteller in seinem Dossier keine geeigneten Studien benennt, ist ein Zusatznutzen von Secukinumab gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien nicht belegt.

AQUA-Institut unterstützt Verband Rheumatologischer Akutkliniken bei Qualitätsverbesserung

KOBRA: Qualität in Rheuma-Kliniken

Göttingen (1. März 2016) - Die Versorgungsqualität in rheuma­tologischen Akutkliniken steht im Mittelpunkt eines neuen Projekts des AQUA-Instituts. Auftraggeber ist der Verband der Rheumatologischen Akutkliniken e.V. (VRA), der mit dem Projekt namens KOBRA relevante Erkenntnisse aus den Reihen seiner Mitglieder gewinnen möchte. KOBRA steht für kontinuierliches Outcome-Benchmarking in der rheumatologischen Akutversorgung.

Zwischen Komorbiditäten und Therapieeskalation

Praxisrelevante Aspekte zum Einsatz von TNF-alpha-Blockern wie Adalimumab

 

Wiesbaden (21. Oktober 2015) - Individuelle Voraussetzungen, unterschiedliche Krankheitsverläufe und Komorbiditäten bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen stellen den behandelnden Arzt häufig vor Herausforderungen, wenn es um die Wahl der adäquaten Therapie geht. Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Bremen1 wurden vor diesem Hintergrund für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis (PsA) oder axialer Spondyloarthritis (SpA) praxisrelevante Aspekte der Biologikatherapie anhand von Fallbeispielen diskutiert. So wurde gezeigt, dass eine Biologikatherapie auch bei Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko oder bei Malignomen in der Anamnese möglich sein kann. Im Hinblick auf das Behandlungsschema unterstrichen neue Studiendaten den Wert der Kombination von TNF-alpha-Blockern mit MTX für die Therapie der RA.2,3 Wie die CONCERTO-Studie4 anhand des TNF-alpha-Blockers Adalimumab (HUMIRA®) belegt, können bei gemeinsamer Gabe mit einem Biologikum 10 mg MTX bereits ausreichen – wodurch eine flexiblere Therapiegestaltung möglich wird.

Ilaris® (Canakinumab)

Interleukin-1beta-Inhibition bei CAPS und SJIA

 

  • CAPS (Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrome) und SJIA (Systemische juvenile idiopathische Arthritis) sind seltene autoinflammatorische Erkrankungen.1
  • Ilaris® (Canakinumab), ein humaner, monoklonaler Antikörper, wirkt selektiv und effektiv gegen die gemeinsame Ursache von CAPS und SJIA: einen Überschuss des Zytokins Interleukin-1β (IL-1β). 1,2,3,4,5,6
  • Essentiell für eine effektive Therapie ist neben der Behandlung der Erkrankungssymptomatik auch die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte.

 

Dresden (1. Oktober 2015) – Cryopyrin-assoziierte periodische Syndrome (CAPS) und systemische juvenile idiopathische Arthritis (SJIA) sind seltene Erkrankungen, die bereits im Kindesalter auftreten.1 Sie müssen besonders umfassend behandelt werden, damit sie im späteren Leben sowohl körperlich als auch psychosozial zu möglichst geringen Einschränkungen führen.

Rheumatoide Arthritis

Lebensqualität durch schlechte Therapieadhärenz verringert

 

Bremen (4. September 2015) - Aktuelle Daten zur Therapieadhärenz bei rheumatoider Arthritis (RA) belegen, dass rund ein Fünftel der Patienten mit erstmaliger Verordnung von Methotrexat (MTX) das Medikament bereits im ersten Jahr nach Therapiestart absetzen. Ein weiteres Fünftel der Patienten nimmt MTX nur unregelmäßig ein.1 Eine suboptimale Therapieadhärenz kann den Behandlungserfolg bei RA gefährden und sich negativ auf Krankheitsaktivität und radiologische Progression auswirken.2 Zudem korreliert eine schlechte Therapieadhärenz auch mit einer geringeren Lebensqualität, wie die beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) 2015 präsentierte Querschnittsstudie TRACE aufzeigt.3 Bei einem Symposium von Roche und Chugai im Rahmen des DGRh-Kongresses diskutierten Experten über Non-Adhärenz bei RA und deren Auswirkungen auf Patienten.

Abb.: 15mg Pen. Photo: medacDGRh 2015: Neue Perspektiven der Methotrexat-Therapie

MTX als therapeutischer Eckpfeiler in der Rheumatologie, Newcomer in der Dermatologie und Zukunftskandidat in der Kardiologie

 

Bremen (3. September 2015) - Methotrexat (MTX) ist bei der rheumatoiden Arthritis (RA) weiterhin das Basistherapeutikum mit der besten Studienlage und längsten Erfahrung im Praxisalltag. Im Normalfall, d.h. wenn keine Kontraindikationen vorliegen, bildet es als Monotherapie den Einstieg in die Basistherapie. Ist eine Eskalation auf Biologika erforderlich, sollte MTX als Kombinationspartner beibehalten werden, weil es deren Langzeiteffektivität verbessert und der Bildung von Anti-Drug-Antikörpern vorbeugt. Subkutan gegeben weist es deutliche Vorteile gegenüber der oralen Gabe auf (Pichlmeier U, Heuer KU: Clin Exp Rheumatol 2014; 32:563-571; Schiff MH et al.: Ann Rheum Dis 2014; 73:1549-1551; Braun J et al.: Arthritis Rheum 2008; 58:73-81). Dies gilt auch für die Dermatologie, in der die subkutane Applikation den Durchbruch für Methotrexat bringen könnte, wie eine erste aktuelle Studie bei Patienten mit Plaque-Psoriasis gezeigt hat. Auch in der Kardiologie könnte MTX zukünftig eine Rolle spielen, so die Einschätzung von Experten in einem von der Firma medac unterstützten Satellitensymposium beim 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

Biologika bergen kein erhöhtes Krebsrisiko für Kinder

 

Bremen (3. September 2015) – Immer noch sind einige Eltern und Ärzte besorgt, dass gentechnisch hergestellte Biologika das Krebsrisiko bei Kindern mit Rheuma erhöhen. Doch Studien und neue Registerdaten aus Deutschland entkräften diesen Verdacht nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern mit Gelenkrheuma. Die Untersuchungen zeigen jedoch auch, dass entzündlich rheumatische Erkrankungen mit einem zwei- bis vierfach erhöhten Risiko für Tumoren im Vergleich zur Bevölkerung einhergehen. Um Eltern, Betroffene und Ärzte besser aufzuklären, müssen die neuen Informationen zügig bekannt gemacht werden, forderten Kinderrheumatologen im Vorfeld des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).

Rheumatologen tagen in Bremen

Fortschritte in der Rheuma-Therapie und neue Impfempfehlungen

 

Bremen (3. September 2015) – Fast jeder vierte Deutsche ist von einer der mehr als 100 Arten rheumatischer Erkrankungen betroffen. Die medizinische Situation dieser Patienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich verbessert. Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Über die Fortschritte in der Therapie, immer kleinere Implantate und neue Impfempfehlungen für Kinder mit Rheuma diskutieren Experten im Rahmen des 43. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Dieser findet vom 2. bis 5. September 2015 in Bremen statt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eröffnet den Kongress mit einem Festvortrag. Es werden 2.500 Teilnehmer erwartet.

Secukinumab bei Plaque-Psoriasis

Kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen

 

Köln (1. September 2015) - Secukinumab (Handelsname Cosentyx) ist seit Januar 2015 für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob dieser Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Ein solcher Zusatznutzen lässt sich jedoch aus dem Dossier nicht ableiten: Bei Patientinnen und Patienten, für die eine systemische Therapie infrage kommt, liefert ein indirekter Vergleich keine geeigneten Daten, weil die Mindeststudiendauer nicht erreicht wurde. Bei Erwachsenen, bei denen andere systemische Therapien erfolglos oder nicht geeignet waren, zeigen die Ergebnisse aus einem direkten Vergleich keine statistisch signifikanten Unterschiede zur Vergleichsgruppe.