Rheuma

Neue Hoffnung für Patienten mit Rheumatoider Arthritis

IL‑6‑Rezeptor‑Inhibition mit Tocilizumab

 

München (4. Juli 2007) - Die Kombinationstherapie von Tocilizumab mit dem Basis-Therapeutikum Methotrexat (MTX) erzielt eine wirkungsvolle und signifikante Symptomreduktion bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. Die Ergebnisse bedeuten neue Hoffnung für Tausende von Patienten, deren Erkrankung trotz einer Therapie mit Disease Modifying Anti‑Rheumatic Drugs (DMARDs) nicht zufriedenstellend behandelt werden kann.

Neueste Studiendaten bestätigen

MabThera bei Rheumatoider Arthritis als effektives und sicheres Therapiekonzept mit Langzeitwirksamkeit

 

Köln (26. Juni 2007) - Die selektive B-Zell-Depletion mit Rituximab (MabThera®) in Kombination mit Methotrexat (MTX) hemmt die radiologische Progression bei rheumatoider Arthritis (RA). Die Wirksamkeit des CD20-Antikörpers wird durch erneute Behandlungen mit je 2 x 1 g noch verbessert. Gleichzeitig bleibt die erworbene protektive Immunantwort erhalten. Wie der klinische Alltag zeigt, erhöht eine frühzeitige Umstellung auf die B-Zell-Therapie zudem den Therapieerfolg. Diese und weitere Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen EULAR-Kongress präsentiert.

Zulassung von Celecoxib für die Therapie der Spondylitis Ankylosans

Ein Kommentar von Professor Dr. med. Rainer Wigand, Rheumatologe, Frankfurt a. M.

 

Frankfurt am Main (17. April 2007) ‑ „Endlich!", ist man spontan geneigt zu denken, da nun auch in Europa formal zugelassen ist, was vielen Ärztinnen und Ärzten im Rahmen ihrer ärztlichen Therapiefreiheit bereits seit längerem guter Brauch war: Der Einsatz von Celecoxib als erste Cox-2-selektive Substanz zur Therapie der Spondylitis ankylosans, im deutschen Sprachraum besser als Morbus Bechterew bekannt. Gerade bei dieser Erkrankung bietet diese Substanz im Vergleich zu den traditionellen, nicht selektiven Antiphlogistika den Therapeuten gleichsam eine Vielzahl an therapeutischen Vorteilen.

Erste Ergebnisse eines bundesweiten Bevölkerungssurveys:

Hinweise auf unzureichende Versorgung von seronegativen RA-Patienten

 

Wiesbaden (17. April 2007) - Anlässlich des 113. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden wurden erste Ergebnisse eines bundesweiten Bevölkerungssurveys zur Versorgung der Rheumatoiden Arthritis (RA) präsentiert. Danach werden seronegative RA-Patienten häufig nicht ausreichend mit DMARDs (Disease Modifying Antirheumatic Drugs) versorgt und nicht konsequent an einen Rheumatologen überwiesen. Erfreulich ist jedoch, dass sich das Gesamtbild der rheumatologischen Versorgung im Vergleich zu früheren Erhebungen deutlich verbessert hat. Die Erhebung ist die erste dieser Art und entstand aus einer Kooperation von Wyeth Pharma und dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ).

Remicade® erhält positive Empfehlung für EU-Zulassung bei Patienten mit Morbus Crohn im Kindes- und Jugendalter

 

München (16. April 2007) – Die Europäische Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) hat eine Empfehlung für REMICADE® (Infliximab) zur Anwendung bei Patienten mit schwergradigem aktiven Morbus Crohn (MC) im Kindes- und Jugendalter ausgesprochen. Nach Annahme dieser Empfehlung wird sich die Zulassung von REMICADE® in Kürze auf die Behandlung von Patienten mit dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung im Alter zwischen 6 und 17 Jahre erweitern. Die Empfehlung wurde vom zuständigen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMEA für Patienten erteilt, die auf eine konventionelle Therapie einschließlich einem Kortikosteroid, einem Immunmodulator und einer primären Ernährungstherapie nicht angesprochen haben, oder die einer Unverträglichkeit oder medizinische Gegenanzeige für solche Therapien haben. Damit zieht die EMEA die erwarteten Schlussfolgerungen aus der REACH-Studie (Randomized, Multicenter, Open-label Study to Evaluate the Safety and Efficacy of Anti-TNF alpha Chimeric Monoclonal Antibody REMICADE® in Pediatric Subjects with Moderate to Severe Crohn’s Disease). In dieser Phase-III-Studie wurde Infliximab ausschließlich in Kombination mit der bisherigen konventionellen Standardtherapie geprüft, in der Immunsuppressiva
(6-Mercaptopurin [6-MP], Azathioprin [AZA], Methotrexat [MTX]), Aminosalicylate und Kortikosteroide eingesetzt werden konnten. 

Fortschritte im Umgang mit TNFα-assoziierten chronisch-entzündlichen Erkrankungen

 

Wiesbaden (16. April 2007) – Das Zytokin Tumornekrosefaktor alpha (TNFa) spielt eine Schlüsselrolle in der Pathogenese verschiedenartiger chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Neue Einblicke in die pathophysiologischen Zusammenhänge dieser TNFα-assoziierten Erkrankungen machen ein koordiniertes ärztliches Vorgehen in Diagnostik und Therapie möglich. Sie erlauben eine gezielte, individuelle interdisziplinäre Steuerung der Behandlung. Dazu trägt insbesondere der Einsatz moderner TNFα-Inhibitoren wie Infliximab (REMICADE®) bei.

Allerdings besteht in Bezug auf die Versorgung der betroffenen Patienten in Deutschland noch Nachholbedarf, wie Daten aus Untersuchungen zur Medikation bei Patienten mit Morbus Bechterew oder Psoriasis bzw. Psoriasis Arthritis zeigen. Diese Erkenntnisse wurden auf einer von essex pharma GmbH unterstützten Presseveranstaltung anlässlich des 113. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) am 16. April 2007 in Wiesbaden für die ärztliche Praxis diskutiert.

MabThera® (Rituximab) erhält EU-Zulassung zur Therapie der rheumatoiden Arthritis

 

Frankfurt am Main (18. Juli 2006) - Der B-Zell-gerichtete CD20-Antikörper Rituximab hat jetzt die europaweite Zulassung zur Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) erhalten. Rituximab ist damit zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer aktiver RA zugelassen, die auf andere krankheitsmodifizierende Anti-Rheumatika, einschließlich eines oder mehrerer TNF-alpha-Hemmer, nicht ausreichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Der monoklonale Antikörper Rituximab erreicht mit zwei Infusionen zu je 1 g, verabreicht an Tag 1 und 15, eine signifikante Verbesserung der RA-typischen Krankheits-symptome über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten. Dies wurde durch die große internationale Phase III-Studie REFLEX (1) (Randomised Evaluation oF Long-term Efficacy of RituXimab in RA) belegt. Die positiven Ergebnisse der Studie führten jetzt zur europaweiten Zulassung von Rituximab.

„Aufgrund der hohen Anzahl von Patienten, die auf bisher erhältliche RA-Therapien nicht ansprechen, besteht ein großer Bedarf an neuen und vor allem effektiven Behandlungs-Optionen wie MabThera®“, kommentierte Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG.

EULAR Jahrestagung 2006

RA-Patienten profitieren nachhaltig von Etanercept

 

Münster / Amsterdam, Niederlande (21. Juni 2006) - Patienten mit rheumatoider Arthritis und Morbus Bechterew profitieren auch über einen längeren Zeitraum von der nachhaltigen Wirksamkeit und hohen therapeutischen Sicherheit des modernen TNFα-Antagonisten Etanercept (Enbrel®). Dies zeigen die aktuellen Daten von groß angelegten Untersuchungen – allen voran TEMPO, die längste kontrollierte, randomisierte Studie zur RA-Therapie mit einem Biologic,  vorgestellt anlässlich der Jahrestagung der European League Against Rheumatism (EULAR) in Amsterdam (Niederlande).

Wie Prof. Jörn Kekow (Magdeburg) auf einem vom Unternehmen Wyeth Pharma veranstalteten Presseworkshop erläuterte, ließen sich in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche pathologische Prozesse identifizieren, die bei der rheumatoiden Arthritis (RA) eine entscheidende Rolle spielen und der Gelenkzerstörung Vorschub leisten. Dies führte zur Hemmung des entzündungsfördernden Tumor-Nekrose-Faktors (TNF)α als einem der wichtigsten Therapieansätze in der Behandlung der RA und weiterer Erkrankungen, wie der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) oder der Psoriasis-Arthritis. Aufgrund seines klinischen Profils und der vorliegenden Langzeitdaten nimmt das rekombinante Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept (Enbrel®) unter den heute verfügbaren Antagonisten des TNFα eine herausragende Stellung ein.

Anhaltende Remission bei entzündlich-rheumatischen Krankheiten möglich

Bessere Prognose durch Früherkennung und Behandlung mit TNFα-Blockern

 

Wiesbaden (24. April 2006) - Die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen hat in den letzten Jahren einen entscheidenden Wandel erfahren. Grund dafür ist vor allem die Einführung der Biologics, insbesondere der Hemmstoffe des Tumornekrosefaktors (TNF) α. Damit wurde nicht nur das therapeutische Spektrum um eine bedeutende Therapieoption erweitert, sondern auch das Therapieziel neu definiert: Nachdem der fortschreitend Gelenk zerstörende Verlauf dieser Erkrankungen früher allenfalls verlangsamt werden konnte, heißt das Therapieziel heute Remission, also ein dauerhaftes Verschwinden der Krankheitsaktivität, und langfristiger Erhalt von Funktion und Mobilität. Voraussetzung dafür ist, dass die Erkrankung möglichst frühzeitig erkannt und adäquat behandelt wird. Entscheidend ist hier eine gute Kooperation zwischen Hausarzt und Rheumatologen, um eine optimale Versorgung von Rheumapatienten zu gewährleisten. Die Früherkennung entzündlich-rheumatischer Krankheitsbilder und Behandlungsansätze mit Biologics waren Themen einer von Wyeth Pharma unterstützten Veranstaltung anlässlich des 112. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) am 24. April 2006 in Wiesbaden.

Rheumatoide Arthritis

Infliximab und seine Wirksamkeit

 

München (17. Februar 2006) - Bei den TNF-alpha-Blockern handelt es sich um eine neue Arzneimittelklasse zur systemischen Therapie immunvermittelter Erkrankungen. Das TNF-alpha-Protein wird vom Immunsystem gebildet und ist für einen Entzündungsprozeß verantwortlich, der bei der Psoriasis von entscheidender Bedeutung ist (1). Infliximab (Remicade®) ist der am häufigsten verordnete TNF-alpha-Blocker und damit das weltweit führende Medikament der Anti-Tumor-Nekrose-Faktor-alpha- (TNF-alpha) Therapien. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Infliximab wurde in zwölf Jahren klinischer Erfahrung mit mehr als 600.000 Patienten weltweit umfangreich dokumentiert.