Rheuma

Rheumatoide Arthritis

Neue Studiendaten zeigen suboptimale Adhärenz in der Therapie mit Methotrexat

 

Frankfurt am Main (21. Juli 2015) - Mehr als 18 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), die erstmalig Methotrexat (MTX) als Basistherapeutikum verordnet bekommen haben, setzten das Medikament im ersten Jahr nach Behandlungsbeginn ab, weitere rund 20 % der Patienten führten die MTXTherapie nicht wie verordnet fort. Das belegt eine aktuelle Analyse von Daten einer deutschen Krankenversicherung von mehreren Tausend RA-Patienten aus den Jahren 2010-2013, die erstmals beim diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) veröffentlicht wurde1. In Anbetracht der Tatsache, dass eine geringe Therapieadhärenz bei RA zu einer unzureichenden Krankheitskontrolle und somit einem schlechteren Behandlungserfolg führen kann, diskutierten Experten bei einem Pressegespräch von Roche und Chugai in Frankfurt über Non-Adhärenz bei RA und mögliche Lösungsoptionen wie eine Therapievereinfachung.

Window of Opportunity bei der Axialen Spondyloarthritis

Frühzeitige Therapie ist entscheidend

 

Wiesbaden (20. Juli 2015) - Neue Erkenntnisse zum Krankheitsverlauf der axialen Spondyloarthritis weisen auf die Existenz eines „Window of Opportunity“ in der Therapie der Erkrankung hin.1 In diesem Zeitfenster im frühen Verlauf der Erkrankung scheint es möglich, nicht nur die Krankheitsaktivität selbst, sondern auch die radiologische Progression positiv zu beeinflussen. Diskutiert werden hierbei positive Effekte einer frühzeitig einsetzenden und langfristigen Therapie mit TNF-alpha-Blockern. Für den TNF-alpha-Blocker Adalimumab (HUMIRA®) liegen mittlerweile sowohl Langzeitdaten zur Behandlung der AS über fünf2 als auch zur Behandlung der nichtröntgenologischen axialen SpA über drei Jahre3 vor.  

Wissenschaft, Praxis, Innovation

TNF-alpha-Blocker in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis

 

Wiesbaden (7. Mai 2015) - Tumornekrosefaktor (TNF)-alpha-Blocker haben neue Maßstäbe in der Behandlung chronisch-inflammatorischer Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis (RA) gesetzt. Aktuelle Behandlungskonzepte zielen im Sinne des Treat-to-Target-Grundsatzes auf das Erreichen der klinischen Remission.1,2 Die anfängliche Skepsis gegenüber der TNF-alpha-Therapie ist der langjährigen Erfahrung mit dem Ergebnis eines guten Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils gewichen.3 Mit der Kombination aus Adalimumab (HUMIRA®) und Methotrexat (MTX) ist es heute möglich, über eine langanhaltende klinische Remission hinaus, die umfassende Krankheitskontrolle zu erreichen.4 Dabei scheint sich der frühe Einsatz von TNF-alpha-Blockern besonders günstig auf die Eindämmung der Krankheitsaktivität auszuwirken.5,6 Parallel wird daran geforscht, die Therapie weiter zu optimieren. Die CONCERTO-Studie7 zur Reduktion von MTX in der Kombinationstherapie mit Adalimumab hat hier neue Erkenntnisse geliefert. Aufgrund ihrer herausragenden Stellung im Entzündungsgeschehen ist der Einsatz von TNF-alpha-Blockern in besonders vielen Indikationen wirksam.8 Die Erforschung des Zytokins TNF-alpha dauert indes an. An weiteren Zulassungen wird gearbeitet.

Grundlagenforschung und langjährige Erfahrung: Forscher suchen im Gewebe nach neuen Ansatzmöglichkeiten für neuartige Biopharmazeutika gegen Alzheimer, Krebs und andere Krankheiten. In einem neuen Medikament steckt die Essenz aus Forschung, Studien und Anwendungserfahrung. © AbbVie Deutschland GmbH BDRh-Symposium am 25. April diskutiert den Einsatz von innovativen Biologika und Biosimilars

Versorgung mit Biologika in der Rheumatologie heute und morgen – Innovationen in veränderter Therapielandschaft

 

Berlin (25. April 2015) - Biologika sind aus der Therapielandschaft chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA) nicht mehr wegzudenken. Inzwischen haben die ersten biologischen Nachahmerprodukte, so genannte Biosimilars, den europäischen Zulassungsprozess durchlaufen und sind in Deutschland verfügbar. Anders als im Fall von Generika sind die Wirkstoffe von Biosimilars dem Originalprodukt zwar ähnlich, aber nie identisch. [1] Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und die Deutsche Rheuma-Liga haben bereits im vergangenen Jahr in Positionspapieren Stellung zum Einsatz von Biosimilars in der Rheumatologie bezogen. [2,3] Bestimmte Forderungen aus den Positionspapieren gehen über die aktuellen Regelungen der europäischen Arzneimittelbehörde hinaus und sind in der Praxis derzeit nicht berücksichtigt.

Rheumatoide Arthritis

Aktuelle Einblicke in die Kombinationstherapie von TNF-alpha-Blockern plus MTX

 

Düsseldorf (19. September 2014) - Bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis ist Methotrexat (MTX) als Anchor Drug fester Bestandteil der Therapie. Sowohl die EULAR-Empfehlungen1 als auch die deutsche S1-Leitlinie2 empfehlen MTX in der Erstlinien- sowie der Kombinationstherapie mit einem Biologikum. Wann und mit welcher MTX-Dosis die Kombinationstherapie optimalerweise eingesetzt werden sollte, wurde auf einem AbbVie-Symposium3 anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) diskutiert. Mit den Studien CONCERTO und MUSICA liegen nun erstmals Daten zur Dosierung von MTX in Kombination mit dem TNF-alpha-Blocker Adalimumab vor. 4,5

Roche Pharma

RoACTEMRA erhält EU-Zulassung zur Anwendung bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis

  • Die Behandlung von Patienten mit schwerer, fortschreitender rheumatoider Arthritis (RA) in den ersten zwei Jahren nach der Diagnose (frühe rheumatoide Arthritis) könnte die Gelenkschädigung verhindern und das Fortschreiten der Erkrankung stoppen1,2
  • RoACTEMRA mit und ohne MTX erreichte bei Patienten mit früher RA eine stärkere Hemmung der strukturellen Gelenkschädigung als MTX allein1

Basel, Schweiz (8. September 2014) - Wie Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) heute bekannt gab, hat RoACTEMRA (Tocilizumab) von der Europäischen Kommission die Zulassung für die Anwendung bei Patienten mit schwerer, aktiver und fortschreitender rheumatoider Arthritis (RA), die zuvor noch nicht mit Methotrexat (MTX) behandelt wurden, erhalten. Die Behandlung der Erkrankung in diesem entscheidenden frühen Stadium könnte die irreversible Gelenkschädigung und die dauerhafte Behinderung verhindern.1,2 RoACTEMRA ist der erste Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptorantagonist, der in Europa zur Anwendung bei Patienten mit früher RA zugelassen worden ist.

Eular 2014: Drei Jahre ABILITY-1

Mit ADALIMUMAB langanhaltende klinische Remission bei nichtröntgenologischer axialer SPA erzielt

 

Berlin (7. Juli 2014) - Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) wurden erstmals Drei-Jahres-Daten zur Behandlung der nichtröntgenologischen axialen SpA (nr-axSpA) mit Adalimumab (HUMIRA®) präsentiert. Sie zeigen, dass mit Adalimumab eine langanhaltende Remission und Krankheitskontrolle bei der Behandlung der nr-axSpA möglich ist.1,2 Bei der axialen Spondyloarthritis (SpA) kommen nach nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) als Erstlinientherapie vor allem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-alpha-Blocker zum Einsatz.3 Adalimumab war der erste TNF-alpha-Blocker, der die Zulassung nicht nur zur Behandlung der Ankylosierenden Spondylitis (AS), sondern auch der röntgenologisch nicht nachweisbaren Form erhielt und ist nun der erste, für den Drei-Jahres-Daten vorliegen.4

Digitale Ulzerationen bei systemischer Sklerose (SSc): eine Erkrankung aus vier Blickwinkeln

 

Hannover (27. Juni 2014) – Als eine der sichtbaren Komplikationen der systemischen Sklerose (SSc) beeinträchtigen digitale Ulzerationen die betroffenen Patienten erheblich. „Durch die stark schmerzenden Geschwüre an den Fingern wird Alltägliches, wie Hausarbeit oder Körperpflege, zur Qual“, berichtete Dr. Konstanze Vogt, Ärztin und SSc-Patientin, bei einem Pressegespräch Actelions anlässlich des europäischen Tages der Sklerodermie. „Fortschreitende Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen und Gangrän schränken die Funktion der Hand – gegebenenfalls bis hin zur Arbeitsunfähigkeit – ein“, erläuterte Prof. Dr. med. Stefan Beissert, Dermatologie Universitätsklinikum Dresden. Aufgrund der heterogenen Ausprägung der SSc ist die Diagnose nicht immer leicht. „Dabei ist auch aus rheumatologischer Sicht eine Früherkennung wichtig, um digitale Ulzerationen und Organkomplikationen rechtzeitig behandeln zu können, betonte Prof. Dr. med. Gabriela Riemekasten, Rheumatologie Charité Berlin. Unter anderem geben die sogenannten „Red Flags“ (Raynaud-Syndrom, puffy fingers und Antinukleäre Antikörper) sehr früh Hinweise auf eine SSc1,2,3,4,5. „Die Therapie muss sowohl auf die Abheilung bestehender als auch auf die Prävention neuer Geschwüre abzielen“, erklärte Riemekasten. Als einziges zugelassenes Medikament zur Rezidivprophylaxe digitaler Ulzerationen bei Patienten mit systemischer Sklerose2,3 hat sich der duale Endothelin-Rezeptor-Antagonist (ERA) Bosentan (Tracleer®) bewährt, der in den europäischen Leitlinien (EULAR) mit einer A-Empfehlung bewertet wird6,7,8. Zudem zeigen offene Langzeitdaten, dass sich am Ende einer drei Jahre dauernden Studie bei 80 % der mit dem ERA behandelten Patienten keine neuen digitalen Ulzera entwickelt hatten9,10.

Rheuma

Warnung vor dem Wunderpulver

 

Würzburg (13. Mai 2014) - Wenn Patienten unter einer chronischen Erkrankung leiden, setzen sie häufig ihre Hoffnung auf vermeintlich pflanzliche Mittel. Solch ein „Wundermittel“ gegen Rheuma aus Vietnam haben Pharmazeuten der Universität Würzburg jetzt analysiert – mit einem alarmierenden Ergebnis.

 

roche_logoErstes Biotherapeutikum gegen den IL-6-Rezeptor jetzt zur subkutanen und intravenösen Anwendung als Einzel- und Kombinationstherapie verfügbar

EU-Zulassung für neue subkutane Darreichungsform von RoACTEMRA zur flexibleren Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis

 

Basel, Schweiz (28. April 2014) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die subkutane Darreichungsform von RoACTEMRA (Tocilizumab) für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis (RA) zugelassen hat. Die Zulassung gilt für Patienten, die andere Medikamente gegen rheumatoide Arthritis nicht vertragen oder nicht darauf angesprochen haben. RoACTEMRA ist mit dieser Zulassung das erste gegen den IL-6-Rezeptor gerichtete Biotherapeutikum, das in subkutaner und intravenöser (i.v.) Darreichungsform als Einzeltherapie und Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) verabreicht werden kann. Mit dieser vierten Zulassungserweiterung für RoACTEMRA haben jetzt wesentlich mehr Patienten Zugang zur Behandlung mit RoACTEMRA.

 

Rheumatoide Arthritis

Concerto-Studie zu Adalimumab setzt für Kombinationstherapie neue Maßstäbe

 

Frankfurt am Main (12. März 2014) - Die Ergebnisse der gerade vollpublizierten CONCERTO-Studie bestätigen erneut die Vorteile der Kombinationstherapie bei der Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis.1 In dieser Studie wurde erstmals untersucht, wie sich verschiedene Methotrexat (MTX)-Dosierungen auf die Kombinationstherapie mit einem TNF-alpha-Hemmer auswirken. Dabei konnte gezeigt werden, dass in der Kombination von Adalimumab (HUMIRA®) mit 10 mg bzw. 20 mg MTX vergleichbar hohe Ansprechraten erzielt werden können.1 Für Adalimumab liegen sowohl für die etablierte als auch für die frühe aggressive rheumatoide Arthritis (RA) Studiendaten von über zehn Jahren vor, die zeigen, dass in der Kombinationstherapie mit MTX das ambitionierte Ziel der umfassenden Krankheitskontrolle erreicht werden kann.2,3

 

Wirksamkeit von PEGyliertem anti-TNF bei axSpA und PsA: Certolizumab Pegol erweitert Therapieoptionen für Patienten mit axialer Spondyloarthritis und Psoriasis-Arthritis. Certolizumab Pegol steht seit der EU-Zulassung Ende 2013 auch für die Therapie von erwachsenen Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) und in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis (PsA) zur Verfügung.(1) Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Experten die wesentlichen Ergebnisse der RAPID-axSpA- und RAPID-PsA-Studie, die zur Zulassung des Wirkstoffes in den beiden neuen Indikationen führten und den sich daraus ergebenden Stellenwert der neuen Behandlungsoption. Der erste und bislang einzige PEGylierte, Fc-freie TNF-alpha-Inhibitor ist seit 2009 auch zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Wirksamkeit von PEGyliertem anti-TNF bei axSpA und PsA

Certolizumab Pegol erweitert Therapieoptionen für Patienten mit axialer Spondyloarthritis und Psoriasis-Arthritis

 

Frankfurt am Main (20. Februar 2014) - Certolizumab Pegol steht seit der EU-Zulassung Ende 2013 auch für die Therapie von erwachsenen Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) und in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis (PsA) zur Verfügung.(1) Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Experten die wesentlichen Ergebnisse der RAPID-axSpA- und RAPID-PsA-Studie, die zur Zulassung des Wirkstoffes in den beiden neuen Indikationen führten und den sich daraus ergebenden Stellenwert der neuen Behandlungsoption. Der erste und bislang einzige PEGylierte, Fc-freie TNF-alpha-Inhibitor ist seit 2009 auch zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen.

 

enbrel_logoEtanercept bei Rheumatoider Arthritis

Patienten profitieren von einem flexiblen Therapiemanagement

 

Berlin (12. November 2013) - Die Kombination aus MTX (Methotrexat) und einem Biologikum ist Goldstandard in der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis. Für einige Biologika ist gemäß der aktuellen S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur sequenziellen medikamentösen Therapie der Rheumatoiden Arthritis auch der Einsatz als Monotherapie zugelassen, wenn MTX nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist.1 Professor Dr. med. Torsten Witte, Hannover,* befasste sich mit der Fragestellung, wie Patienten von der Monotherapie mit einem Biologikum profitieren können und betonte den hohen Stellenwert eines flexiblen Therapiemanagement.