Rheuma

Grundlagenforschung und langjährige Erfahrung: Forscher suchen im Gewebe nach neuen Ansatzmöglichkeiten für neuartige Biopharmazeutika gegen Alzheimer, Krebs und andere Krankheiten. In einem neuen Medikament steckt die Essenz aus Forschung, Studien und Anwendungserfahrung. © AbbVie Deutschland GmbH BDRh-Symposium am 25. April diskutiert den Einsatz von innovativen Biologika und Biosimilars

Versorgung mit Biologika in der Rheumatologie heute und morgen – Innovationen in veränderter Therapielandschaft

 

Berlin (25. April 2015) - Biologika sind aus der Therapielandschaft chronisch-entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA) nicht mehr wegzudenken. Inzwischen haben die ersten biologischen Nachahmerprodukte, so genannte Biosimilars, den europäischen Zulassungsprozess durchlaufen und sind in Deutschland verfügbar. Anders als im Fall von Generika sind die Wirkstoffe von Biosimilars dem Originalprodukt zwar ähnlich, aber nie identisch. [1] Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und die Deutsche Rheuma-Liga haben bereits im vergangenen Jahr in Positionspapieren Stellung zum Einsatz von Biosimilars in der Rheumatologie bezogen. [2,3] Bestimmte Forderungen aus den Positionspapieren gehen über die aktuellen Regelungen der europäischen Arzneimittelbehörde hinaus und sind in der Praxis derzeit nicht berücksichtigt.

Rheumatoide Arthritis

Aktuelle Einblicke in die Kombinationstherapie von TNF-alpha-Blockern plus MTX

 

Düsseldorf (19. September 2014) - Bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis ist Methotrexat (MTX) als Anchor Drug fester Bestandteil der Therapie. Sowohl die EULAR-Empfehlungen1 als auch die deutsche S1-Leitlinie2 empfehlen MTX in der Erstlinien- sowie der Kombinationstherapie mit einem Biologikum. Wann und mit welcher MTX-Dosis die Kombinationstherapie optimalerweise eingesetzt werden sollte, wurde auf einem AbbVie-Symposium3 anlässlich des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) diskutiert. Mit den Studien CONCERTO und MUSICA liegen nun erstmals Daten zur Dosierung von MTX in Kombination mit dem TNF-alpha-Blocker Adalimumab vor. 4,5

Roche Pharma

RoACTEMRA erhält EU-Zulassung zur Anwendung bei Patienten mit früher rheumatoider Arthritis

  • Die Behandlung von Patienten mit schwerer, fortschreitender rheumatoider Arthritis (RA) in den ersten zwei Jahren nach der Diagnose (frühe rheumatoide Arthritis) könnte die Gelenkschädigung verhindern und das Fortschreiten der Erkrankung stoppen1,2
  • RoACTEMRA mit und ohne MTX erreichte bei Patienten mit früher RA eine stärkere Hemmung der strukturellen Gelenkschädigung als MTX allein1

Basel, Schweiz (8. September 2014) - Wie Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) heute bekannt gab, hat RoACTEMRA (Tocilizumab) von der Europäischen Kommission die Zulassung für die Anwendung bei Patienten mit schwerer, aktiver und fortschreitender rheumatoider Arthritis (RA), die zuvor noch nicht mit Methotrexat (MTX) behandelt wurden, erhalten. Die Behandlung der Erkrankung in diesem entscheidenden frühen Stadium könnte die irreversible Gelenkschädigung und die dauerhafte Behinderung verhindern.1,2 RoACTEMRA ist der erste Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptorantagonist, der in Europa zur Anwendung bei Patienten mit früher RA zugelassen worden ist.

Eular 2014: Drei Jahre ABILITY-1

Mit ADALIMUMAB langanhaltende klinische Remission bei nichtröntgenologischer axialer SPA erzielt

 

Berlin (7. Juli 2014) - Auf dem diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) wurden erstmals Drei-Jahres-Daten zur Behandlung der nichtröntgenologischen axialen SpA (nr-axSpA) mit Adalimumab (HUMIRA®) präsentiert. Sie zeigen, dass mit Adalimumab eine langanhaltende Remission und Krankheitskontrolle bei der Behandlung der nr-axSpA möglich ist.1,2 Bei der axialen Spondyloarthritis (SpA) kommen nach nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) als Erstlinientherapie vor allem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-alpha-Blocker zum Einsatz.3 Adalimumab war der erste TNF-alpha-Blocker, der die Zulassung nicht nur zur Behandlung der Ankylosierenden Spondylitis (AS), sondern auch der röntgenologisch nicht nachweisbaren Form erhielt und ist nun der erste, für den Drei-Jahres-Daten vorliegen.4

Digitale Ulzerationen bei systemischer Sklerose (SSc): eine Erkrankung aus vier Blickwinkeln

 

Hannover (27. Juni 2014) – Als eine der sichtbaren Komplikationen der systemischen Sklerose (SSc) beeinträchtigen digitale Ulzerationen die betroffenen Patienten erheblich. „Durch die stark schmerzenden Geschwüre an den Fingern wird Alltägliches, wie Hausarbeit oder Körperpflege, zur Qual“, berichtete Dr. Konstanze Vogt, Ärztin und SSc-Patientin, bei einem Pressegespräch Actelions anlässlich des europäischen Tages der Sklerodermie. „Fortschreitende Wundinfektionen, Wundheilungsstörungen und Gangrän schränken die Funktion der Hand – gegebenenfalls bis hin zur Arbeitsunfähigkeit – ein“, erläuterte Prof. Dr. med. Stefan Beissert, Dermatologie Universitätsklinikum Dresden. Aufgrund der heterogenen Ausprägung der SSc ist die Diagnose nicht immer leicht. „Dabei ist auch aus rheumatologischer Sicht eine Früherkennung wichtig, um digitale Ulzerationen und Organkomplikationen rechtzeitig behandeln zu können, betonte Prof. Dr. med. Gabriela Riemekasten, Rheumatologie Charité Berlin. Unter anderem geben die sogenannten „Red Flags“ (Raynaud-Syndrom, puffy fingers und Antinukleäre Antikörper) sehr früh Hinweise auf eine SSc1,2,3,4,5. „Die Therapie muss sowohl auf die Abheilung bestehender als auch auf die Prävention neuer Geschwüre abzielen“, erklärte Riemekasten. Als einziges zugelassenes Medikament zur Rezidivprophylaxe digitaler Ulzerationen bei Patienten mit systemischer Sklerose2,3 hat sich der duale Endothelin-Rezeptor-Antagonist (ERA) Bosentan (Tracleer®) bewährt, der in den europäischen Leitlinien (EULAR) mit einer A-Empfehlung bewertet wird6,7,8. Zudem zeigen offene Langzeitdaten, dass sich am Ende einer drei Jahre dauernden Studie bei 80 % der mit dem ERA behandelten Patienten keine neuen digitalen Ulzera entwickelt hatten9,10.

Rheuma

Warnung vor dem Wunderpulver

 

Würzburg (13. Mai 2014) - Wenn Patienten unter einer chronischen Erkrankung leiden, setzen sie häufig ihre Hoffnung auf vermeintlich pflanzliche Mittel. Solch ein „Wundermittel“ gegen Rheuma aus Vietnam haben Pharmazeuten der Universität Würzburg jetzt analysiert – mit einem alarmierenden Ergebnis.

 

roche_logoErstes Biotherapeutikum gegen den IL-6-Rezeptor jetzt zur subkutanen und intravenösen Anwendung als Einzel- und Kombinationstherapie verfügbar

EU-Zulassung für neue subkutane Darreichungsform von RoACTEMRA zur flexibleren Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis

 

Basel, Schweiz (28. April 2014) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute bekannt, dass die Europäische Kommission die subkutane Darreichungsform von RoACTEMRA (Tocilizumab) für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis (RA) zugelassen hat. Die Zulassung gilt für Patienten, die andere Medikamente gegen rheumatoide Arthritis nicht vertragen oder nicht darauf angesprochen haben. RoACTEMRA ist mit dieser Zulassung das erste gegen den IL-6-Rezeptor gerichtete Biotherapeutikum, das in subkutaner und intravenöser (i.v.) Darreichungsform als Einzeltherapie und Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) verabreicht werden kann. Mit dieser vierten Zulassungserweiterung für RoACTEMRA haben jetzt wesentlich mehr Patienten Zugang zur Behandlung mit RoACTEMRA.

 

Rheumatoide Arthritis

Concerto-Studie zu Adalimumab setzt für Kombinationstherapie neue Maßstäbe

 

Frankfurt am Main (12. März 2014) - Die Ergebnisse der gerade vollpublizierten CONCERTO-Studie bestätigen erneut die Vorteile der Kombinationstherapie bei der Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis.1 In dieser Studie wurde erstmals untersucht, wie sich verschiedene Methotrexat (MTX)-Dosierungen auf die Kombinationstherapie mit einem TNF-alpha-Hemmer auswirken. Dabei konnte gezeigt werden, dass in der Kombination von Adalimumab (HUMIRA®) mit 10 mg bzw. 20 mg MTX vergleichbar hohe Ansprechraten erzielt werden können.1 Für Adalimumab liegen sowohl für die etablierte als auch für die frühe aggressive rheumatoide Arthritis (RA) Studiendaten von über zehn Jahren vor, die zeigen, dass in der Kombinationstherapie mit MTX das ambitionierte Ziel der umfassenden Krankheitskontrolle erreicht werden kann.2,3

 

Wirksamkeit von PEGyliertem anti-TNF bei axSpA und PsA: Certolizumab Pegol erweitert Therapieoptionen für Patienten mit axialer Spondyloarthritis und Psoriasis-Arthritis. Certolizumab Pegol steht seit der EU-Zulassung Ende 2013 auch für die Therapie von erwachsenen Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) und in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis (PsA) zur Verfügung.(1) Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Experten die wesentlichen Ergebnisse der RAPID-axSpA- und RAPID-PsA-Studie, die zur Zulassung des Wirkstoffes in den beiden neuen Indikationen führten und den sich daraus ergebenden Stellenwert der neuen Behandlungsoption. Der erste und bislang einzige PEGylierte, Fc-freie TNF-alpha-Inhibitor ist seit 2009 auch zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Wirksamkeit von PEGyliertem anti-TNF bei axSpA und PsA

Certolizumab Pegol erweitert Therapieoptionen für Patienten mit axialer Spondyloarthritis und Psoriasis-Arthritis

 

Frankfurt am Main (20. Februar 2014) - Certolizumab Pegol steht seit der EU-Zulassung Ende 2013 auch für die Therapie von erwachsenen Patienten mit axialer Spondyloarthritis (axSpA) und in Kombination mit Methotrexat (MTX) für die Behandlung der Psoriasis-Arthritis (PsA) zur Verfügung.(1) Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Experten die wesentlichen Ergebnisse der RAPID-axSpA- und RAPID-PsA-Studie, die zur Zulassung des Wirkstoffes in den beiden neuen Indikationen führten und den sich daraus ergebenden Stellenwert der neuen Behandlungsoption. Der erste und bislang einzige PEGylierte, Fc-freie TNF-alpha-Inhibitor ist seit 2009 auch zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen.

 

enbrel_logoEtanercept bei Rheumatoider Arthritis

Patienten profitieren von einem flexiblen Therapiemanagement

 

Berlin (12. November 2013) - Die Kombination aus MTX (Methotrexat) und einem Biologikum ist Goldstandard in der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis. Für einige Biologika ist gemäß der aktuellen S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur sequenziellen medikamentösen Therapie der Rheumatoiden Arthritis auch der Einsatz als Monotherapie zugelassen, wenn MTX nicht vertragen wird oder kontraindiziert ist.1 Professor Dr. med. Torsten Witte, Hannover,* befasste sich mit der Fragestellung, wie Patienten von der Monotherapie mit einem Biologikum profitieren können und betonte den hohen Stellenwert eines flexiblen Therapiemanagement.

 

Roche erhält FDA-Zulassung

Neue subkutane Darreichungsform von ACTEMRA für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis

 

  • Sechste FDA-Zulassung für ACTEMRA in vier Jahren, nach früheren Zulassungen für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis und Kindern ab zwei Jahren mit aktiver polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis und systemischer juveniler idiopathischer Arthritis.
  • ACTEMRA ist jetzt als subkutane Darreichungsform zugelassen für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, die mit einem oder mehreren Basistherapeutika, wie z. B. Methotrexat, keine ausreichende Symptomlinderung erreicht haben.
  • ACTEMRA ist der erste und einzige Interleukin-6-Rezeptorantagonist in Form eines humanisierten monoklonalen Antikörpers, der von der FDA sowohl für die subkutane als auch die intravenöse Verabreichung bei rheumatoider Arthritis zugelassen wurde.

 

Basel, Schweiz (22. Oktober 2013) - Roche gab heute bekannt, dass die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) eine subkutane Darreichungsform von ACTEMRA (Tocilizumab) zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die mit einem oder mehreren Basistherapeutika (DMARD), wie z.B. Methotrexat, keine ausreichende Symptomlinderung erreichten, zugelassen hat. Die subkutane Darreichungsform des Medikaments kann genauso wie die intravenöse Form sowohl als Einzeltherapie als auch in Kombination mit Methotrexat oder anderen nicht-biologischen Basistherapeutika angewendet werden. Die ACTEMRA Fertigspritze zur Injektion wird ab Anfang November erhältlich sein.

 

DGRh 2013 – Neue Horizonte in der Methotrexat-Therapie

MTX mindert Immunogenität von TNF-alpha- Inhibitoren und verbessert deren Langzeiteffektivität

Hamburg (24. September 2013) – Dem Rheumaklassiker Methotrexat (MTX) kommt weiterhin die zentrale Rolle sowohl in der Mono- als auch in der Kombinationstherapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) zu. Das bestätigten erneut Experten bei einem von der Firma Medac unterstützten Satellitensymposium anlässlich des DGRh 2013. Denn trotz langjähriger Erfahrungen mit dem Goldstandard wird an der Substanz weiter geforscht. Neuen Erkenntnissen zufolge ist MTX in der Lage, die Bildung von gegen TNF-alpha-Inhibitoren (Tumor-Nekrose-Faktor alpha) gerichtete und deren Funktion einschränkende Antikörper zu inhibieren. Dadurch bleiben sie länger wirksam. Eine Kombinationstherapie aus TNF-alpha-Inhibitor und MTX ist daher auch unter physiologischen Gesichtspunkten sinnvoll. Soll die Effektivität der MTX-Gabe optimiert werden, empfiehlt sich der Wechsel vom oralen auf den parenteralen Applikationsweg. Um diesen für Patienten angenehmer zu gestalten, steht nun neben der metex® Fertigspritze ein metex® PEN mit ebenfalls eng abgestuften Dosierungen zur Verfügung.

Abbvie-Symposium beim 41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Mannheim

Zielgerichtete RA-Therapie optimiert die Patientenversorgung

 

Mannheim (20. September 2013) - Die Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) hat sich in den letzten 10 Jahren dank neuer diagnostischer und therapeutischer Optionen erheblich verbessert. So ist das laut S1-Leitlinie generelle Therapieziel einer klinischen Remission bzw. für die fortgeschrittene RA eine möglichst niedrige Krankheitsaktivität heute erreichbar.1 Mit der Einführung von Biologika wie zum Beispiel dem TNF-Inhibitor Adalimumab (Humira®) ist auch eine umfassende Krankheitskontrolle unter klinischen, funktionellen und radiologischen Gesichtspunkten möglich und kann über Jahre hinweg aufrechterhalten werden, wie aktuelle Studiendaten belegen.2,3