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19 | 06 | 2013
Rheuma
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Medikamenteninteraktionen in der Rheumatologie

 

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Gerd Geisslinger, Frankfurt

 

Köln (25. September 2009) - Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Patienten mit rheumatoider Arthritis oft behandlungsbedürftige Begleiterkrankungen haben. Besonders häufige Begleiterkrankungen betreffen das kardiovaskuläre System (Bluthochdruck, chronische Herzinsuffizienz, KHK), den Gastrointestinaltrakt (peptische Ulzera), die Lunge (Asthma bronchiale, COPD) und das Nervensystem (z. B. Depressionen).

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Darm und Rheuma – Berührungspunkte in Diagnostik und Therapie

 

Prof. Dr. med. Markus Gaubitz, Münster

 

Köln (25. September 2009) - Zwischen Rheumaerkrankungen und dem Darm besteht ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht. Drei Aspekte sollen näher besprochen werden.

 

I. Enteropathische Arthritis

Unter diesem Oberbegriff werden entzündliche Beteiligungen von Gelenken und Wirbelsäule bei intestinalen Erkrankungen zusammengefasst. An diese Assoziation sollte bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Patienten mit einem Morbus Whipple und nach intestinalen Bypass-Operationen gedacht werden. Etwa 1/5 der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leidet auch an Arthritiden der peripheren Gelenke oder des Achsenskelettes. Bei bis zu 60 % der Patienten mit einer diagnostizierten Spondyloarthritis kommt es zu Darmläsionen, am häufigsten im terminalen Ileum. Bei den peripheren Arthritiden unterscheidet man 2 Typen: der pauci- artikuläre Typ 1 bezieht bis zu 5 Gelenke ein und betrifft vor allen Dingen große Gelenke der unteren Extremität, er verläuft häufig akut und selbstlimitierend. Der polyartikuläre Typ 2 betrifft auch kleinere Gelenke,  ist symmetrisch und persistiert über Monate und Jahre, ist im Gegensatz zu Typ 1 nicht mit HLA-B 27 assoziiert und korreliert wenig mit der Aktivität der intestinalen Erkrankung. Dieser polyartikuläre Typ bedarf, ebenso wie die Sakroiliitis, oft einer dauerhaften eigenständigen Therapie.

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Viele Chancen zur beruflichen Integration von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Positive Effekte des TNF-α-Inhibitors Adalimumab auf Arbeitsplatzerhalt und Arbeitsfähigkeit

 

Köln (25. September 2009) – Aufgrund der Symptome und Beeinträchtigungen, die mit der Progression entzündlich-rheumatischer Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis (RA) oder ankylosierende Spondylitis (AS) einhergehen, müssen viele der Patienten bereits kurze Zeit nach der Diagnosestellung ihren Beruf aufgeben oder werden gekündigt. Wie Experten im Rahmen eines von Abbott durchgeführten Pressegesprächs anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie erläuterten, gibt es jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, dies zu verhindern. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei eine frühe und adäquate Therapie durch den spezialisierten Facharzt, sowie eine gute Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um durch gezielte Maßnahmen die weitere berufliche Integration zu gewährleisten.

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Neue Perspektiven für die Rheumatologie

Neuer TNF-Blocker Golimumab bereichert künftig die Behandlungsoptionen

 

Köln (25. September 2009) – Inhibitoren des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) alpha sind heute in der Behandlung von Rheumatoider Arthritis (RA), Ankylosierender Spondylitis (AS) und Psoriasis-Arthritis (PsA) fest etabliert und werden zunehmend häufiger und auch früher im Krankheitsverlauf eingesetzt. Diesen Entwicklungen ist es zu verdanken, dass sich die Versorgung von Rheumapatienten in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. Dennoch besteht nach wie vor Verbesserungsbedarf, wie Registerdaten und Ergebnisse aus einer Patientenumfrage zeigen. Der neue TNF-Blocker Golimumab (Simponi®), dessen Zulassung für alle drei Anwendungsgebiete (RA, AS und PsA) in Kürze zu erwarten ist, kommt den Bedürfnissen der Patienten in vielfacher Hinsicht entgegen und führt zu einer Bereicherung der therapeutischen Möglichkeiten in der Rheumatologie. Darüber waren sich die Experten einig, die auf einer von Essex Pharma unterstützten Presseveranstaltung im Rahmen des DGRh-Kongresses über aktuelle Perspektiven der Anti-TNF-Therapie berichteten. Gemäß der Zulassung kann Simponi® künftig nach Versagen einer Basistherapie eingesetzt werden.

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DGRh 2009: Neue Daten zu ASCEND und PRESTA

Etanercept verbessert die Gelenksituation bei Morbus Bechterew und Psoriasis-Arthritis signifikant

 

Köln (24. September 2009) – Patienten mit Ankylosierender Spondylitis  (AS, Morbus Bechterew) leiden oftmals nicht nur an der typischen, mit Schmerzen und Einsteifung verbundenen Entzündung der Wirbelsäule; auch periphere Gelenke können betroffen sein. In der aktuellen Post-hoc-Analyse der ASCEND-Studie erwies sich nun Etanercept (Enbrel®) auch in diesen Fällen überlegen wirksam, verglichen mit dem bisherigen Therapiestandard Sulfasalazin. Viel versprechende Ergebnisse für die Therapie mit dem löslichen TNF-α-Rezeptor gab es auch in Bezug auf Gelenksymptome bei Patienten mit einer Psoriasis-Arthritis (PsA). Wie aktuelle Daten der PRESTA-Studie zeigten, klangen nicht nur die Hauterscheinungen ab. Auch die Gelenkbeschwerden verbesserten sich unter  der Behandlung mit Etanercept schnell und signifikant.

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Abseits der Wege:

Off-Label Use in der Rheumatherapie

 

Statement von Prof. Dr. med. Klaus Krüger

 

Köln (23. September 2009) - Laut deutschem Sozialgesetzbuch (§ 70) ist der behandelnde Arzt verpflichtet, „eine bedarfsgerechte, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Versorgung der Versicherten zu gewährleisten“. Tut er dies nicht, kann er juristisch belangt werden. Auf der anderen Seite droht bei Einsatz eines Medikamentes, welches für die behandelte Erkrankung nicht zugelassen ist („Off-Label-Therapie“), dass die kassenärztlichen Prüforgane den Verschreiber in Regress nehmen – bei Verschreibung hochpreisiger Substanzen ist dies sogar mit Sicherheit zu erwarten. Darüber hinaus geht bei Off-Label-Verschreibungen die Haftung vom Hersteller auf den Verschreiber über, der auch einer erweiterten Aufklärungspflicht unterliegt.

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Begleiterkrankungen und Arzneimittelsicherheit:

Sind neue Rheuma-Medikamente immer auch besser und nebenwirkungsärmer?

 

Statement von Prof. Dr. med. Gerd-Rüdiger Burmester

 

Köln (23. September 2009) - Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, dass in Deutschland erstmals Biologika zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen wurden. Sie haben eine interessante Historie, da sie zunächst (erfolglos) zur Therapie der Sepsis entwickelt wurden und erst später Einsatz in der Rheumatologie fanden. Es handelt sich hierbei um Präparate, deren Name daher herrührt, dass sie mit molekularbiologischen Methoden hergestellt werden. Sie sind große Proteine, die die Wirkung von zerstörerischen Botenstoffen bei der RA, aber auch bei vielen anderen Entzündungserkrankungen blockieren. Biologika können in mehrere Gruppen unterteilt werden:

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Neueste Therapien für Kinder und Jugendliche mit Rheuma

Sind junge Patienten heute besser behandelbar?

 

Statement von Prof. Dr. med. Gerd Horneff, Kongresspräsident der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR),

 

Köln (23. September 2009) - In Deutschland leben zirka 15.000 Kinder und Jugendliche mit der Diagnose Gelenkrheuma – einer chronischen Gelenkerkrankung, die heute juvenile idiopathische Arthritis (JIA) genannt wird. Ziele der Behandlung dieser chronisch kranken Kinder und Jugendlichen sind neben der Linderung akuter Beschwerden:

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Zehn Jahre Biologika: Modernste, zielgenaue Medikamente gegen Rheuma – doch wer bezahlt sie?

Statement von PD Dr. med. Andrea Rubbert-Roth, Kongresspräsidentin DGRh

Köln (23. September 2009) - Biologika haben die Therapie der Rheumatoiden Arthritis, der Psoriasis-Arthritis und der ankylosierenden Spondylitis in den letzten zehn Jahren revolutioniert. Es sind proteinbasierte Medikamente, die gezielt gegen einzelne Immunbotenstoffe beziehungsweise ihre Rezeptoren oder Entzündungszellen gerichtet sind. Mit diesem breiteren und effektiveren therapeutischen Armentarium wird in der modernen Rheumatologie auch die Messlatte, was mit einer Therapie erreichbar sein kann, höher gelegt. So war früher das Therapieziel die Besserung der Beschwerden und eine Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung. Heute zielen wir bereits frühzeitig auf das Erreichen einer Remission, was praktisch eine Beschwerdefreiheit des Patienten mit Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bedeutet. Sind jedoch erst einmal strukturelle Schäden entstanden, so ist dies in der Regel irreversibel. Unter ökonomischen Aspekten wissen wir, dass das frühzeitige Erreichen einer Remission sinnvoll ist, um Arbeitskraft zu erhalten und langfristig Pflegebedürftigkeit zu verhindern. Umgekehrt wissen wir, dass auch unter alleiniger Anwendung der nicht biologischen Basistherapeutika nicht wenige Patienten eine Remission oder niedrige Krankheitsaktivität erreichen.

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Zielgenaue Medikamente gegen Rheuma

Biologika trotz Nebenwirkungen sicher anwendbar

 

Köln (23. September 2009) – Biotechnologische Medikamente gegen Rheuma – sogenannte Biologika – lindern nicht nur die Krankheit selbst. Sie schwächen unter anderem auch die körpereigene Abwehr. Dadurch sind Patienten schlechter vor Infektionen geschützt. Wie sich Biologika sicher einsetzen lassen und warum ihr Nutzen im Kampf gegen Rheuma sehr groß ist, diskutieren Experten im Rahmen des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), der vom 23. bis 26. September in Köln stattfindet.

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Rheumaexperten tagen ab heute in Köln

 

Köln (23. September 2009) - Heute beginnt der 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Köln: Im Kölner Congress-Centrum Ost diskutieren mehr als 2.000 Ärzte und Wissenschaftler bis zum 26. September neueste Erkenntnisse über Rheuma bei Erwachsenen und Kindern. Erstmals gestalten alle wissenschaftlichen rheumatologischen Fachgesellschaften das Programm des Kongresses gemeinsam: die DGRh, die Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) und die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR). Partnerland des Kongresses ist die Türkei. Ein Patiententag ermöglicht es Betroffenen und Interessierten, sich aus erster Hand zu informieren.

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"Rheuma-Video" offenbart Entzündungsherde frühzeitig

Alternative in der Rheuma-Diagnostik für teure Kernspin-Aufnahmen?

 

Abb. 2: Die Hände einer Rheuma-Patientin, 45 Sekunden nach der Injektion des Kontrastmittels. Die Aufnahmen wurden mit dem 2-Hand-Imager der PTB gemacht. Abb.: PTBBraunschweig (20. August 2009) - Es kann jeden treffen: Rheuma ist genauso häufig wie Diabetes, Arteriosklerose und Krebs zusammen - ca. 1 % der Bevölkerung erfasst die Krankheit, die medizinisch exakt "rheumatoide Arthritis" heißt. Meist beginnt sie mit ersten Entzündungen an den Fingergelenken. Werden sie rechtzeitig entdeckt und eine Therapie begonnen, stehen die Chancen gut, dass es nicht zu den gefürchteten Gelenkschäden kommt. Jetzt haben Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Institut Berlin, in einem Kooperationsprojekt mit mehreren Partnern eine solche Früherkennungsmethode entwickelt. Ihr optisches Rheuma-Bildgebungsverfahren arbeitet mit einem Fluoreszenz-Farbstoff, der von nah-infrarotem Licht angeregt wird, und ist absolut unschädlich. Mit dem Verfahren können Rheumaherde früher als mit einem Röntgengerät und preiswerter als mit einem Kernspintomographen entdeckt werden.

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Maus "Agnes" ist resistent gegen Gelenkverschleiß

Auslöser der Arthrose identifiziert

 

Kleines Tier mit großer Bedeutung für die Arthrose-Forschung: Die Maus 'Agnes' ist resistent gegen Gelenkverschleiß. Photo: IEMMMünster (17. August 2009) - Arthrose, auch bekannt als Gelenkverschleiß, ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt: Sie betrifft mehr als die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre. Bei der Erforschung dieser Volkskrankheit ist die Medizin jetzt einen wichtigen Schritt weitergekommen: Ein Wissenschaftlerteam aus Münster und Hannover hat die Mechanismen entschlüsselt, die im Knorpel von Arthrose-Patienten zum Abbau der Knorpelsubstanz und damit zur Entstehung der Erkrankung führen. Über ihre Erkenntnisse berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe von "Nature Medicine".

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