Rheuma

Chicago News: Aktuelles vom ACR 2011

B-Zell-Therapie bei Rheumatoider Arthritis – Medizin nach Maß

 

Frankfurt am Main (22. November 2011) - Auf dem diesjährigen ACR-Kongress untermauerten gleich drei Studien die besondere Stellung von Rituximab (RTX; MabThera®) bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA). So bestätigte erstmals eine prospektive Studie (SWITCH-RA) die überlegene Wirksamkeit der B-Zell-Therapie im Vergleich zu einem weiteren alternativen TNF-alpha-Hemmer nach Versagen des 1. TNF-alpha-Hemmers. Aktuelle Daten der REFLEX-Studie zeigten zudem: Je früher der Therapiebeginn mit RTX, desto effektiver ist die Hemmung der radiologischen Progression. Im Fokus der FIRST-Studie stand die Identifizierung von weiteren potentiellen Biomarkern neben Rheumafaktor (RF) und anti-CCP zur Vorhersage des klinischen Ansprechens von Rituximab.

 

Blickpunkt ACR-Kongress 2011

In jeder Hinsicht überzeugend – Tocilizumab in der Monotherapie

 

Frankfurt am Main (22. November 2011) - Aktuelle Ergebnisse der Studie ACT-RAY bestätigen: Bei der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) ist Tocilizumab (RoACTEMRA®) in der Monotherapie hinsichtlich des klinischen und radiologischen Ansprechens der Kombination mit Methotrexat (MTX) ebenbürtig. Untersucht wurden Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf MTX, die entweder eine Mono- oder Kombinationstherapie erhielten. Patienten profitieren zudem von einer vergleichbar hohen Lebensqualität. Ist also eine Kombinationstherapie aus Biologikum und DMARD keine Option und eine Biologika-Monotherapie angezeigt, stellt der Interleukin(IL)-6-Rezeptorblocker Tocilizumab das Mittel der Wahl dar.

 

DGRh 2011 – Methotrexat weiterhin das wichtigste Medikament

Feinjustierung der Dosis rückt in den Fokus

 

München (1. September 2011) - Der Rheumaklassiker Methotrexat (MTX) stellt auch in Zeiten der Biologika weiterhin den Goldstandard in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) dar. Mehr als die Hälfte aller RA-Patienten erhält MTX, davon gut jeder Fünfte in Kombination mit einem anderen DMARD (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drug). MTX ist auch der wichtigste Kombinationspartner von Biologika. Damit ist MTX mit Abstand das am häufigsten angewendete DMARD, wie Prof. Dr. Christoph Fiehn, Baden-Baden, bei einem von der Firma medac unterstützten Symposium im Rahmen des diesjährigen DGRh hervorhob. Derzeit richtet sich das Interesse auf eine individuell abgestufte Dosierung, mit dem Ziel, die Wirksamkeit von MTX bei gleichzeitiger Minimierung der Nebenwirkungen zu optimieren.

 

39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

„Klinische Rheumatologie interdisziplinär: der Darm, das Herz und die Medikation“

 

München (1. September 2011) - Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. stellt die bedeutendste Plattform für den interdisziplinären rheumatologischen Wissenstransfer in Deutschland dar. Im Rahmen des Pfizer-Symposiums „Klinische Rheumatologie interdisziplinär: der Darm, das Herz und die Medikation“ wurden gastrointestinale und kardiovaskuläre Aspekte im Umfeld rheumatischer Erkrankungen und deren Therapie betrachtet. Zusätzlich wurden relevante Medikamenteninteraktionen an Fallbeispielen vorgestellt. Die Teilnehmer des Symposiums erhielten hochinteressante Einblicke in den klinischen Alltag der Referenten und sorgten im vollbesetzten Plenum für anregende Diskussionen.

Rote-Hand-Brief über tödliche infusionsbedingte Reaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung von MabThera® (Rituximab) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

 

Berlin (8. August 2011) - Rituximab (MabThera®) ist ein chimärer, monoklonaler Antikörper, der sich gegen das auf B-Lymphozyten exprimierte CD20-Antigen richtet. Rituximab (MabThera®) ist in bestimmten Situationen zugelassen zur Behandlung von Erwachsenen mit bestimmten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen und mit chronischer lymphatischer Leukämie sowie zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Zu den wesentlichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören infusionsbedingte Reaktionen.

 

Photo: Roche PharmaErstmals hoch wirksame Therapie zugelassen

EU-Kommission erteilt Zulassung für RoACTEMRA® zur Behandlung der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis

 

Grenzach-Wyhlen (2. August 2011) - Die EU-Kommission hat die Zulassung für Tocilizumab (RoACTEMRA®) zur Behandlung der systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis (sJIA) bei Kindern ab zwei Jahren erteilt. Tocilizumab zeigt eine schnelle Wirksamkeit sowohl auf die Arthritis als auch die systemischen Manifestationen der sJIA, erklärte Prof. Dr. med. Gerd Horneff, Asklepios Klinik St. Augustin, die Vorteile der neuen Therapie.

 

Mehrkosten und unnötige Operationen vermeiden

Bei Kreuzschmerz ist Röntgen nur selten notwendig

 

München (28. Juli 2011) – Nichtspezifische Rückenschmerzen bessern sich in den meisten Fällen ohne eine Operation, andere Eingriffe oder eine Physiotherapie. Schmerzmittel und die Ermutigung, in Bewegung zu bleiben, sind in der kürzlich veröffentlichten „Nationalen VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz“ deshalb die wichtigsten Behandlungsempfehlungen im akuten Stadium. Röntgenuntersuchungen oder andere bildgebende Verfahren sind nur erforderlich, wenn Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung vorliegen. Dies betont die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) im Vorfeld ihres Jahreskongresses. Dieser findet vom 31. August bis zum 3. September 2011 in München statt. Diagnostik und Therapie von Kreuzschmerzen sind hier einer der Themenschwerpunkte.

 

Interleukin-22. Photo: WikipediaBiomarker ermöglicht Prognose über Verlauf der rheumatoiden Arthritis

 

München (27. Juli 2011) - Ein neuer Biomarker könnte laut einer aktuellen Studie eine prognostische Aussage über den Verlauf der Volkskrankheit rheumatoide Arthritis (RA) erlauben. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der Zeitschrift Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlicht. Kern dieser Arbeit ist die Analyse des Zellhormons Interleukin-22 (IL-22) als prognostischer Marker für die Entwicklung von Knochenerosionen und damit einer strukturellen Gelenkzerstörung bei Patienten mit RA.

 

Photo: Pfizer PharmaEine Klasse für sich

TNF-α-Rezeptor Etanercept: Wirksamkeit und Sicherheit in klinischen Studien und unter Alltagsbedingungen

 

München (8. Juli 2011) - Biologika sind in der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis (RA) gut etabliert und über einen langen Zeitraum dokumentiert. In der Klasse der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α)-Inhibitoren ist Etanercept (Enbrel®) das einzige humane lösliche TNF-Rezeptor-Fusionsprotein. Über das spezifische Wirkprinzip von Etanercept, die Unterschiede in der Gruppe der TNF-α-Inhibitoren und die möglichen daraus resultierenden therapeutischen Implikationen diskutierten Experten im Rahmen eines Pressegesprächs auf Basis aktueller Daten aus Klinik und Praxis. Unter anderem wurden neue Ergebnisse vom diesjährigen Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) vorgestellt. Die Ergebnisse klinischer Studien und die Registerdaten unter Real-Life-Bedingungen zeigen neben einer guten Wirksamkeit eine hohe Therapietreue und Langzeitsicherheit von Etanercept. In der Behandlung der Rheumatoiden Arthritis komme Etanercept in der Praxis ein hoher Stellenwert zu, so das Fazit der Experten.

 

EU-Zulassungserweiterung für Adalimumab (Humira®)

Humira® jetzt bei polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis für Kinder ab vier Jahren zugelassen

 

Wiesbaden/Ludwigshafen (1. Juli 2011) — Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Adalimumab (Humira®) erweitert. Der Antikörper ist nun auch in Kombination mit Methotrexat (MTX) zur Behandlung der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis (pJIA) bei jungen Patienten zwischen vier und zwölf Jahren zugelassen, die nur unzureichend auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika angesprochen haben. Adalimumab kann auch als Monotherapie angewendet werden, wenn eine Unverträglichkeit gegenüber MTX besteht oder die weitere Behandlung mit MTX nicht sinnvoll ist. Die pJIA-Zulassung von Adalimumab bei älteren Kindern und Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren besteht bereits seit 2008.

 

OPTIMA: Erste globale Treat-to-Target-Studie beim EULAR vorgestellt

Einsatz von Humira® bei Patienten mit früher RA kann Langzeitergebnisse optimieren

 

Wiesbaden/London (29. Juni 2011) — Auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Rheumaliga (EULAR) wurden die Ergebnisse der OPTIMA-Studie präsentiert. OPTIMA ist die erste globale Studie, in der anhand verschiedener therapeutischer Strategien der bestmögliche Ansatz für die Behandlung von Patienten mit früher rheumatoider Arthritis (RA) untersucht wurde. Sie lief über insgesamt 78 Wochen, schloss 1.032 Patienten ein und belegte die Relevanz des frühen Einsatzes gezielter Behandlungsprotokolle. So erreichten Patienten, die eine Kombination aus Adalimumab und MTX erhielten, eine bessere Krankheitskontrolle und eine geringere radiologische Progression als Patienten, die nur MTX erhielten.1

 

Tocilizumab Mono erzielt hohe Remissionsraten

EULAR zeigt erstmals: Monotherapie vergleichbar wirksam wie eine Kombination mit MTX

 
Frankfurt am Main (8. Juni 2011) - Für RA-Patienten, bei denen eine Monotherapie erforderlich ist, wurden beim EULAR-Kongress wichtige neue Erkenntnisse präsentiert: Die aktuellen Ergebnisse der Phase-IIIb-Studie ACT-RAY belegen, dass Tocilizumab (RoACTEMRA®) das einzige Biologikum ist, das in Monotherapie eine vergleichbar hohe Wirksamkeit wie in Kombination mit einem DMARD erzielt. Darüber hinaus ist der Einsatz des IL-6-Rezeptorblockers bei Patienten mit aggressiver, aktiver RA indiziert. Die ACT-RAY MRT-Substudie konnte eine schnelle und anhaltende Wirksamkeit für Patienten mit erosiver RA nachweisen. Die Daten erlauben eine Vorhersage für ein besseres Ansprechen auf die Therapie mit Tocilizumab bei hoher Entzündungsaktivität.

 

Aktuelle Daten zu Rituximab vom EULAR 2011

Biomarker-Strategie geht auf: Wirksamkeit auch nach Versagen des 1. TNF-alpha-Hemmers

 

Frankfurt am Main (8. Juni 2011) - Aktuelle Daten zu Rituximab (RTX; MabThera®) vom EULAR-Kongress in London zeigen, dass Seropositivität ein eindeutiger Prädiktor für eine besseres Ansprechen der B-Zell-Therapie bei Rheumatoider Arthritis (RA) ist. Neue Ergebnisse bestätigen die überlegene Wirksamkeit von Rituximab auch nach Versagen des 1. TNF-Inhibitors.