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Rheuma
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Gesundheitsökonomische Aspekte rheumatologischer Erkrankungen

Aktuelle Studie belegt Kosteneffektivität von Etanercept

Hamburg (2. Februar 2010) - Bei Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis (RA) ist die Kombinationstherapie aus Methotrexat (MTX) und dem TNF-α-Rezeptor Etanercept (Enbrel®) im Vergleich zur MTX-Monotherapie wirtschaftlich. Das belegen die Ergebnisse der ersten Kosten-Effektivitäts-Analyse(1) zum Einsatz von Biologics in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis, die als Kooperation zwischen der Rheumaeinheit am Klinikum der LMU München, Wyeth Pharma, einem Unternehmen der Pfizer-Gruppe, Münster, und InForMed, Ingolstadt, durchgeführt wurde. Die auf Basis der TEMPO-Studie(2) ermittelte inkrementelle Kosten-Nutzen-Relation (IKNR) für Etanercept beträgt 38.700 Euro je qualitätsbereinigtes Lebensjahr (QALY). Damit liegt der TNF-α-Rezeptor unter dem für Europa akzeptierten Wert für die Kosteneffektivität einer Therapieoption von 50.000 Euro pro QALY. Auf einer Presseveranstaltung, die am 2. Februar 2010 in Hamburg stattfand, betonten die Experten deshalb, dass neben der guten Wirksamkeit auch ökonomische Gesichtspunkte für die Kombinationstherapie aus MTX und Etanercept bei RA-Patienten sprechen.

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Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Rheumatologen und Dermatologen

Schnellere Diagnose für Psoriasis‑Arthritis (PsA)

 

PsA‑Patienten unter Psoriatikern früh und zuverlässig erkennen: Der GEPARD‑Patientenfragebogen

 

Mainz (21. Januar 2010) ‑ Eine in Mainz durchgeführte zweitägige interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung für Rheumatologen und Dermatologen stand ganz im Zeichen der Psoriasis und Psoriasis-Arthritis (PsA). Hier ging es um  die Früherkennung einer PsA bei Psoriasis-Patienten, denn während sich die  Symptome einer Psoriasis nur schwer verbergen lassen, bleiben Gelenk- und  Wirbelentzündungen, Manifestationen einer PsA also, häufig jahrelang  unentdeckt. Um genau diese Patienten unter den Psoriatikern in ambulanter  dermatologischer Behandlung frühzeitig zu erkennen und einer  rheumatologischen Therapie zuführen zu können, wurde der GEPARD Patientenfragebogen (GErman Psoriasis ARthritis Diagnostic questionnaire)  entwickelt, der im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurde.

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Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew – größte bundesweite Patientenbefragung

Morbus Bechterew: Unterdiagnostiziert und suboptimal therapiert

 

München (9. Dezember 2009) – Bei der Versorgung von Patienten mit Morbus Bechterew besteht erheblicher Optimierungsbedarf – so das Ergebnis der bisher größten bundesweiten Patientenbefragung, die von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Herbert Kellner durchgeführt wurde. Danach erhalten die Betroffenen im Schnitt erst knapp neun Jahre nach Auftreten der ersten Symptome ihre exakte Diagnose und nicht einmal jeder fünfte Patient wird mit modernen Biologics wie dem TNF-α-Rezeptor Etanercept (Enbrel®) behandelt. Das Projekt wurde von Wyeth Pharma, einem Unternehmen der Pfizer-Gruppe, unterstützt.

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Neue Langzeitdaten bestätigen RoACTEMRA bei RA als überlegen wirksam und sicher

Bei 82 % der Patienten keine weiteren Gelenk­schädigungen über zwei Jahre

 

nicht stoeren - TherapieBerlin (25. November 2009) - Die IL-6-Rezeptorblockade mit Tocilizumab (RoACTEMRAÒ) in Kombination mit Methotrexat (MTX) führt bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) zu einer nachhaltigen Hemmung der radio­logischen Progression über zwei Jahre. In der Langzeit­behandlung über 3,5 Jahre konnten zudem die Ansprech­raten stetig gesteigert werden. Gleichzei­tig wurde das gute Sicherheitsprofil bestätigt. Die Therapie mit Tocilizumab erhält die Beweg­lichk­eit von RA-Patienten und verbessert gleichzeitig Lebensqualität und Leistungsfähigkeit.

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ACR 2009: Therapieerfolge mit Etanercept

Gute Wirksamkeit von Enbrel® bei früher Rheumatoider Arthritis und fortgeschrittener ankylosierender Spondylitis

 

Morbus Bechterew_Wyeth PharmaPhiladelphia, USA / Münster (2. November 2009) – Patienten mit aktiver Rheumatoider Arthritis (RA) profitieren von einer frühen Therapie mit Etanercept (Enbrel®) plus Methotrexat (MTX) signifikant häufiger mit klinischer, funktioneller und radiologischer Remission als Patienten unter Methotrexat-Monotherapie. Das haben die 2-Jahres-Daten der COMET-Studie (COmbination of Methotrexate and ETanercept in Active Early Rheumatoid Arthritis)(1) bestätigt. Ähnlich positiv sind die Effekte auch bei fortgeschrittener ankylosierender Spondylitis (AS), wie die aktuell vorgestellte SPINE-Studie zeigt. Erstmalig wurde zudem der Nachweis erbracht, dass Patienten mit einer chronischen Enthesitis der Ferse im Zusam­menhang mit einer Spondylarthritis (SpA) von der Therapie mit dem TNF-α-Rezeptor Etanercept profitieren.

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Rheumatoide Arthritis

Bessere Schmerzlinderung unter Etoricoxib als unter Naproxen

 

Berlin (23. Oktober 2009) - Die Ergebnisse einer neuen Post-hoc-Analyse aus drei plazebokontrollierten, 12-wöchigen klinischen Studien sagen aus, dass mit Etoricoxib bei einem größeren Anteil der Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) eine 50-prozentige Schmerzreduktion erreicht und aufrecht erhalten werden konnte als mit Naproxen 1000 mg. (1) Bei dieser gepoolten Post-hoc-Analyse wurden die Patientendaten auf individueller Ebene untersucht und die Number Needed to Treat (NNT) für verschiedene Zielparameter berechnet, darunter der TJC (Tender Joint Count, Zahl der druckschmerzempfindlichen Gelenke), der SJC (Swollen Joint Count, Zahl der geschwollenen Gelenke), der Stanford Health Assessment Questionnaire (HAQ) und der ACR20. (A) (1) Die Studienergebnisse wurden auf dem 6. im Dreijahresabstand stattfindenden Kongress der European Federation of Chapters for the International Association for the Study of Pain (EFIC) vorgestellt.

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Medikamenteninteraktionen in der Rheumatologie

 

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Gerd Geisslinger, Frankfurt

 

Köln (25. September 2009) - Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Patienten mit rheumatoider Arthritis oft behandlungsbedürftige Begleiterkrankungen haben. Besonders häufige Begleiterkrankungen betreffen das kardiovaskuläre System (Bluthochdruck, chronische Herzinsuffizienz, KHK), den Gastrointestinaltrakt (peptische Ulzera), die Lunge (Asthma bronchiale, COPD) und das Nervensystem (z. B. Depressionen).

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Darm und Rheuma – Berührungspunkte in Diagnostik und Therapie

 

Prof. Dr. med. Markus Gaubitz, Münster

 

Köln (25. September 2009) - Zwischen Rheumaerkrankungen und dem Darm besteht ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht. Drei Aspekte sollen näher besprochen werden.

 

I. Enteropathische Arthritis

Unter diesem Oberbegriff werden entzündliche Beteiligungen von Gelenken und Wirbelsäule bei intestinalen Erkrankungen zusammengefasst. An diese Assoziation sollte bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, Patienten mit einem Morbus Whipple und nach intestinalen Bypass-Operationen gedacht werden. Etwa 1/5 der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leidet auch an Arthritiden der peripheren Gelenke oder des Achsenskelettes. Bei bis zu 60 % der Patienten mit einer diagnostizierten Spondyloarthritis kommt es zu Darmläsionen, am häufigsten im terminalen Ileum. Bei den peripheren Arthritiden unterscheidet man 2 Typen: der pauci- artikuläre Typ 1 bezieht bis zu 5 Gelenke ein und betrifft vor allen Dingen große Gelenke der unteren Extremität, er verläuft häufig akut und selbstlimitierend. Der polyartikuläre Typ 2 betrifft auch kleinere Gelenke,  ist symmetrisch und persistiert über Monate und Jahre, ist im Gegensatz zu Typ 1 nicht mit HLA-B 27 assoziiert und korreliert wenig mit der Aktivität der intestinalen Erkrankung. Dieser polyartikuläre Typ bedarf, ebenso wie die Sakroiliitis, oft einer dauerhaften eigenständigen Therapie.

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Viele Chancen zur beruflichen Integration von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Positive Effekte des TNF-α-Inhibitors Adalimumab auf Arbeitsplatzerhalt und Arbeitsfähigkeit

 

Köln (25. September 2009) – Aufgrund der Symptome und Beeinträchtigungen, die mit der Progression entzündlich-rheumatischer Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis (RA) oder ankylosierende Spondylitis (AS) einhergehen, müssen viele der Patienten bereits kurze Zeit nach der Diagnosestellung ihren Beruf aufgeben oder werden gekündigt. Wie Experten im Rahmen eines von Abbott durchgeführten Pressegesprächs anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie erläuterten, gibt es jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, dies zu verhindern. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei eine frühe und adäquate Therapie durch den spezialisierten Facharzt, sowie eine gute Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um durch gezielte Maßnahmen die weitere berufliche Integration zu gewährleisten.

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Neue Perspektiven für die Rheumatologie

Neuer TNF-Blocker Golimumab bereichert künftig die Behandlungsoptionen

 

Köln (25. September 2009) – Inhibitoren des Tumor-Nekrose-Faktors (TNF) alpha sind heute in der Behandlung von Rheumatoider Arthritis (RA), Ankylosierender Spondylitis (AS) und Psoriasis-Arthritis (PsA) fest etabliert und werden zunehmend häufiger und auch früher im Krankheitsverlauf eingesetzt. Diesen Entwicklungen ist es zu verdanken, dass sich die Versorgung von Rheumapatienten in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. Dennoch besteht nach wie vor Verbesserungsbedarf, wie Registerdaten und Ergebnisse aus einer Patientenumfrage zeigen. Der neue TNF-Blocker Golimumab (Simponi®), dessen Zulassung für alle drei Anwendungsgebiete (RA, AS und PsA) in Kürze zu erwarten ist, kommt den Bedürfnissen der Patienten in vielfacher Hinsicht entgegen und führt zu einer Bereicherung der therapeutischen Möglichkeiten in der Rheumatologie. Darüber waren sich die Experten einig, die auf einer von Essex Pharma unterstützten Presseveranstaltung im Rahmen des DGRh-Kongresses über aktuelle Perspektiven der Anti-TNF-Therapie berichteten. Gemäß der Zulassung kann Simponi® künftig nach Versagen einer Basistherapie eingesetzt werden.

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DGRh 2009: Neue Daten zu ASCEND und PRESTA

Etanercept verbessert die Gelenksituation bei Morbus Bechterew und Psoriasis-Arthritis signifikant

 

Köln (24. September 2009) – Patienten mit Ankylosierender Spondylitis  (AS, Morbus Bechterew) leiden oftmals nicht nur an der typischen, mit Schmerzen und Einsteifung verbundenen Entzündung der Wirbelsäule; auch periphere Gelenke können betroffen sein. In der aktuellen Post-hoc-Analyse der ASCEND-Studie erwies sich nun Etanercept (Enbrel®) auch in diesen Fällen überlegen wirksam, verglichen mit dem bisherigen Therapiestandard Sulfasalazin. Viel versprechende Ergebnisse für die Therapie mit dem löslichen TNF-α-Rezeptor gab es auch in Bezug auf Gelenksymptome bei Patienten mit einer Psoriasis-Arthritis (PsA). Wie aktuelle Daten der PRESTA-Studie zeigten, klangen nicht nur die Hauterscheinungen ab. Auch die Gelenkbeschwerden verbesserten sich unter  der Behandlung mit Etanercept schnell und signifikant.

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Abseits der Wege:

Off-Label Use in der Rheumatherapie

 

Statement von Prof. Dr. med. Klaus Krüger

 

Köln (23. September 2009) - Laut deutschem Sozialgesetzbuch (§ 70) ist der behandelnde Arzt verpflichtet, „eine bedarfsgerechte, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende Versorgung der Versicherten zu gewährleisten“. Tut er dies nicht, kann er juristisch belangt werden. Auf der anderen Seite droht bei Einsatz eines Medikamentes, welches für die behandelte Erkrankung nicht zugelassen ist („Off-Label-Therapie“), dass die kassenärztlichen Prüforgane den Verschreiber in Regress nehmen – bei Verschreibung hochpreisiger Substanzen ist dies sogar mit Sicherheit zu erwarten. Darüber hinaus geht bei Off-Label-Verschreibungen die Haftung vom Hersteller auf den Verschreiber über, der auch einer erweiterten Aufklärungspflicht unterliegt.

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Begleiterkrankungen und Arzneimittelsicherheit:

Sind neue Rheuma-Medikamente immer auch besser und nebenwirkungsärmer?

 

Statement von Prof. Dr. med. Gerd-Rüdiger Burmester

 

Köln (23. September 2009) - Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, dass in Deutschland erstmals Biologika zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen wurden. Sie haben eine interessante Historie, da sie zunächst (erfolglos) zur Therapie der Sepsis entwickelt wurden und erst später Einsatz in der Rheumatologie fanden. Es handelt sich hierbei um Präparate, deren Name daher herrührt, dass sie mit molekularbiologischen Methoden hergestellt werden. Sie sind große Proteine, die die Wirkung von zerstörerischen Botenstoffen bei der RA, aber auch bei vielen anderen Entzündungserkrankungen blockieren. Biologika können in mehrere Gruppen unterteilt werden:

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