Home Rheumatologie Roche erhält FDA-Zulassung: Neue subkutane Darreichungsform von ACTEMRA für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis
19 | 10 | 2017
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Roche erhält FDA-Zulassung

Neue subkutane Darreichungsform von ACTEMRA für erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis

 

  • Sechste FDA-Zulassung für ACTEMRA in vier Jahren, nach früheren Zulassungen für die Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis und Kindern ab zwei Jahren mit aktiver polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis und systemischer juveniler idiopathischer Arthritis.
  • ACTEMRA ist jetzt als subkutane Darreichungsform zugelassen für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, die mit einem oder mehreren Basistherapeutika, wie z. B. Methotrexat, keine ausreichende Symptomlinderung erreicht haben.
  • ACTEMRA ist der erste und einzige Interleukin-6-Rezeptorantagonist in Form eines humanisierten monoklonalen Antikörpers, der von der FDA sowohl für die subkutane als auch die intravenöse Verabreichung bei rheumatoider Arthritis zugelassen wurde.

 

Basel, Schweiz (22. Oktober 2013) - Roche gab heute bekannt, dass die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) eine subkutane Darreichungsform von ACTEMRA (Tocilizumab) zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die mit einem oder mehreren Basistherapeutika (DMARD), wie z.B. Methotrexat, keine ausreichende Symptomlinderung erreichten, zugelassen hat. Die subkutane Darreichungsform des Medikaments kann genauso wie die intravenöse Form sowohl als Einzeltherapie als auch in Kombination mit Methotrexat oder anderen nicht-biologischen Basistherapeutika angewendet werden. Die ACTEMRA Fertigspritze zur Injektion wird ab Anfang November erhältlich sein.

 

„Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis können irreversible Gelenkschäden erleiden, die durch eine frühere Behandlung mit einem Medikament wie Actemra verhindert werden können,“ so Hal Barron, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung von Roche. „Wir freuen uns, dass diese Patienten jetzt die Möglichkeit einer Behandlung mit Actemra als subkutane oder intravenöse Verabreichung haben.“

 

ACTEMRA, das erstmals 2010 von der FDA als intravenös angewendetes Arzneimittel zugelassen wurde, ist der erste und einzige Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptorantagonist in Form eines humanisierten monoklonalen Antikörpers, der von der FDA sowohl für die subkutane als auch die intravenöse Verabreichung zugelassen wurde.

 

Die Zulassung stützt sich auf Daten der klinischen Phase-III-Studien SUMMACTA und BREVACTA. Für subkutan angewendetes ACTEMRA beträgt die von der FDA empfohlene Dosierung 162 mg alle zwei Wochen mit, je nach klinischem Ansprechen, anschliessender Dosissteigerung auf 162 mg wöchentlich bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 100 kg. Bei Patienten ab einem Körpergewicht von 100 kg beträgt die Dosierung 162 mg subkutan wöchentlich.

 

 

Über SUMMACTA

 

SUMMACTA ist eine randomisierte, doppelblinde, aktiv kontrollierte, multizentrische Parallelgruppenstudie mit doppelblinder Phase von 24 Wochen bei 1262 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis. Die Studie zeigte eine vergleichbare Wirksamkeit (Nichtunterlegenheit) der subkutanen Darreichungsform von ACTEMRA 162 mg wöchentlich plus DMARD verglichen mit 8 mg/kg intravenös verabreichtem ACTEMRA alle vier Wochen plus DMARD bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis in der DMARD-IR-Patientengruppe (20 Prozent der Patienten, die unzureichend auf die Therapie mit einem Hemmstoff des Tumornekrosefaktors [Anti-TNF-Therapie] angesprochen hatten). In beiden Gruppen zeigte ein ähnlicher Anteil der RA-Patienten eine mindestens 20-prozentige Besserung der schmerzhaften und geschwollenen Gelenke (ACR20-Ansprechen nach den Kriterien des American College of Rheumatology [ACR]) nach 24 Wochen (69 Prozent mit der subkutanen Darreichungsform von ACTEMRA und 73 Prozent mit ACTEMRA i.v.).

 

Die Sicherheitsanalyse nach 24 Wochen zeigte, dass das Nebenwirkungsprofil in den Gruppen mit subkutaner und intravenöser Anwendung vergleichbar war, abgesehen von Reaktionen an der Injektionsstelle bei subkutaner Gabe.

 

 

Über BREVACTA

 

BREVACTA ist eine randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie mit subkutan angewendetem ACTEMRA verglichen mit subkutanem Placebo in Kombination mit herkömmlichen Basistherapeutika (DMARD) bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis, die auf die Therapie mit DMARD unzureichend angesprochen haben. In der Studie wurden 656 Patienten nach Zufallskriterien (randomisiert) im Verhältnis 2:1 zwei Behandlungsgruppen zugeteilt, die mittels Fertigspritze subkutan angewendetes ACTEMRA alle zwei Wochen oder subkutanes Placebo alle zwei Wochen mittels Fertigspritze erhielten. Alle Patienten setzten ihre Basistherapie mit DMARD fort.

 

Die Resultate von BREVACTA zeigten, dass RA-Patienten unter der Behandlung mit der subkutanen Darreichungsform von ACTEMRA alle zwei Wochen plus DMARD mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit ein ACR20-Ansprechen erreichten als mit subkutanem Placebo plus DMARD nach 24 Wochen (61 Prozent verglichen mit 32 Prozent). Nach 24 Wochen wurde ein signifikant geringeres Fortschreiten der strukturellen Gelenkschäden bei den Patienten unter subkutan angewendetem ACTEMRA plus DMARD verglichen mit Placebo plus DMARD beobachtet. Die Resultate basierten auf radiologischen Beurteilungen und wurden als Veränderung des nach van der Heijde modifizierten Sharp-Gesamtscores (mTSS) verglichen mit den Ausgangswerten angegeben (mittlere Veränderung des mTSS gegenüber den Ausgangswerten 0,62 bzw. 1,23 mit einem adjustierten mittleren Unterschied von -0,60 [-1,1, -0,1]). In dieser Studie wurden keine klinisch bedeutsamen Sicherheitssignale für ACTEMRA, mit Ausnahme von Reaktionen an der Injektionsstelle bei der subkutanen Anwendung, beobachtet.

 

 

Über rheumatoide Arthritis

 

Rheumadoide Arthritis (RA) ist eine Automimmunkrankheit, von der schätzungsweise bis zu 70 Millionen Menschen weltweit betroffen sind.1  Die Erkrankung ist durch chronisch entzündete, schmerzhafte und geschwollene Gelenke gekennzeichnet, und die Schädigung von Knorpel und Knochen kann zu einer zunehmenden Behinderung der Patienten führen.2

 

 

Über ACTEMRA (Tocilizumab)

 

ACTEMRA, ausserhalb der USA unter dem Namen RoACTEMRA bekannt, ist der erste humanisierte Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptorantagonist, der für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA), die mit einem oder mehreren Basistherapeutika (DMARD), wie z. B. Methotrexat, keine ausreichende Symptomlinderung erreichten, zugelassen wurde. Das umfangreiche klinische Entwicklungsprogramm mit ACTEMRA umfasste fünf klinische Phase-III-Studien mit über 4'000 Patienten mit RA in 41 Ländern. Ausserdem zeigte die Phase-IV-Studie ADACTA, dass die Monotherapie mit ACTEMRA der Einzeltherapie mit Adalimumab überlegen war in Bezug auf die Reduktion der Zeichen und Symptome von RA bei Patienten, die Methotrexat nicht vertrugen oder bei denen die Behandlung mit Methotrexat als unwirksam oder ungeeignet betrachtet wurde.3  Das Sicherheitsprofil der beiden Medikamente entsprach den bereits bekannten Daten.3

 

ACTEMRA wird auch als intravenöse Darreichungsform bei Patienten ab zwei Jahren mit aktiver polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (PJIA) oder systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA) angewendet.

 

ACTEMRA wird im Rahmen einer Entwicklungsvereinbarung mit Chugai Pharmaceutical Co., Ltd. klinisch entwickelt. Seit April 2005 ist es in Japan zur Behandlung von Patienten mit Castleman-Syndrom zugelassen. Es folgten 2008 Zulassungen für RA, SJIA und PJIA. Ausserdem ist das Medikament in der Europäischen Union und in etlichen anderen Ländern, darunter die USA, China, Indien, Brasilien, die Schweiz und Australien, zugelassen.

 

 

Über Roche

 

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics. Als weltweit grösstes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Infektionskrankheiten, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie neurologische Erkrankungen. Roche ist führend im Diabetesmanagement und auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2012 beschäftigte Roche weltweit über 82’000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 45,5 Milliarden Franken. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

Weitere Informationen finden Sie unter www.roche.com

 

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

 

Literatur 

  1. Weltgesundheitsorganisation. Chronic rheumatic conditions. http://www.who.int/chp/topics/rheumatic/en/ (Zuletzt aufgerufen im Oktober 2013).
  2. Patient UK.Rheumatoid arthritis. http://www.patient.co.uk/health/rheumatoid-arthritis (Zuletzt aufgerufen im Okt. 2013).
  3. Gabay C, et al. The Lancet 2013. 381;9877:1541-1550

 


 

Quelle: F. Hoffmann-La Roche Ltd, 22.10.2013 (tB).

 
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