Home Schmerz - PainCare Kopfschmerz: Schwere Migräne – Novartis informiert über Krankheitslast und Bedeutung wirksamer und sicherer Prophylaxe
23 | 06 | 2018
Pflege
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
PDF Drucken

Kopfschmerz

Schwere Migräne – Novartis informiert über Krankheitslast und Bedeutung wirksamer und sicherer Prophylaxe

  • Hohe Krankheitslast bei chronischer und hochfrequenter Migräne. Kompletter Funktionsverlust als größte Belastung. Hohe gesamtwirtschaftliche Kosten.
  • Zugelassene Migräne-Medikamente adressieren meist Symptome nach Ausbruch einer Attacke. Bislang sind keine spezifisch zur Migräne-Prophylaxe entwickelten Therapien verfügbar.
  • Großes Potenzial der innovativen Substanzen zur Hemmung des CGRP-Moleküls bzw. dessen Rezeptors. CGRP spielt wichtige Rolle bei Übertragung des Migräneschmerzes.

Leipzig (19. September 2017) – Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit mehr als 10 % der Bevölkerung an Migräne leiden.1-3 Damit ist Migräne nicht nur eine der häufigsten chronischen Erkrankungen, sondern zählt auch zu den Krankheiten, die die Betroffenen am meisten beeinträchtigen. Dennoch wird Migräne nach wie vor unterschätzt. Die derzeit verfügbaren Medikamente lindern meist lediglich die Symptome, nachdem die Migräneattacke bereits begonnen hat. Insbesondere schwer betroffene Patienten mit hochfrequenter episodischer oder chronischer Migräne benötigen jedoch dringend spezifische und wirksame Medikamente zur Prophylaxe der Attacken.


„Die innovative Substanzklasse der CGRP-Blocker besitzt das Potenzial, diese Therapielücke zu schließen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Entwicklung dieser Substanzgruppe entscheidend voranbringen können“, erklärte Prof. Lothar Färber, Medizinischer Direktor Novartis Pharma.

Migräne wirkt sich umso schlimmer auf die Betroffenen aus, je häufiger die Attacken auftreten und je länger sie dauern. „Migräne-Patienten haben während der Attacken starke Schmerzen und sind zu keiner normalen Tätigkeit fähig“, erläuterte Prof. Zaza Katsarava, Evangelisches Krankenhaus Unna. „Das größte Problem für viele Migränepatienten ist jedoch der komplette Funktionsverlust während einer Attacke und das regelmäßige, plötzliche Herausgerissen-Sein aus dem Alltag.“ Der Kopfschmerz sei nicht allein das Problem – Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, die zum Teil auftretende Aura sowie Nebenwirkungen der Medikamente stellen für die Betroffenen eine mindestens ebenso große Belastung dar.


Migräne vermindert Lebensqualität und verursacht hohe Kosten

Fehltage in der Arbeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust, verpasste Unternehmungen mit der Familie und mit Freunden senken die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.2 Auch gesamtwirtschaftlich hat die Migräne erhebliche Auswirkungen. 90 % der Patienten geben an, dass sie während einer Migräneattacke nicht arbeiten können.4 Entsprechend hoch sind die Kosten für die Gesellschaft: Im EU-Projekt „Eurolight“ wurden die Gesamtkosten von Migräne allein in der Europäischen Union auf 111 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.5


Richtige Diagnose als Voraussetzung für Therapie

Trotz der Häufigkeit von Migräne und des hohen Leidensdrucks der Patienten erhalten etwa 40 % der Patienten keine richtige Diagnose.6 Doch Migräne ist nicht gleich Migräne – eine genaue Anamnese zu Art, Dauer und Auslöser der Attacken ist eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung, die insbesondere bei Patienten mit häufiger episodischer oder chronischer Migräne durch einen Facharzt stattfinden sollte. Für die Therapie stehen derzeit vor allem Akuttherapeutika zur Verfügung, die die Symptome einer Attacke mildern. „Leider erzielen diese Medikamente nicht immer die gewünschte Schmerzkontrolle“, berichtete Prof. Stefan Evers, Krankenhaus Lindenbrunn. Zwar werden auch einige Medikamente zur Prophylaxe der Migräneattacken eingesetzt. Diese wurden jedoch ursprünglich für andere Indiktionen entwickelt, erreichen häufig nur eine unzureichende Wirkung und können zudem mit Nebenwirkungen verbunden sein. In der Folge brechen etwa 80 % die Patienten die Therapie im ersten Behandlungsjahr ab. „Vor allem für schwer betroffene Migränepatienten, also Patienten mit hochfrequenter oder chronischer Migräne, brauchen wir dringend wirksame Therapien, die die belastenden Migräneattacken ursächlich unterbinden“, forderte Evers.

Neue Substanzen, die den CGRP-Signalweg (CGRP=Calcitonin Gene-Related Protein) beeinflussen, zum Beispiel durch die Hemmung des CGRP-Rezeptors, haben das Potenzial, diese Therapielücke zu schließen. Es wird angenommen, dass CGRP eine Rolle in der Übertragung bei Migräne spielt. „Erste Phase-III-Studien mit einem CGRP-Rezeptor-Blocker bei episodischer Migräne sowie eine Phase-II-Studie bei chronischer Migräne erzielten vielversprechende Resultate“, 7-9 fasste der Experte zusammen. „Für Patienten, die unter hochfrequenter episodischer oder chronischer Migräne leiden, könnte eine spezifische prophylaktische Therapie eine wesentliche Verbesserung ihres alltäglichen Lebens bedeuten.“


Über AMG 334

AMG 334 ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der gezielt für die Blockade des Rezeptors des Calcitonin Gene-Related Peptids (CGRP) entwickelt wurde. Unter­suchungen zeigen, dass CGRP eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung der Schmerzen bei Migräne spielt.10 Die Sicherheit und Wirksamkeit von AMG 334 in der Migräneprophylaxe wurde in mehreren großen, globalen, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studien untersucht.


Über Migräne

Migräne ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung.11 Es handelt sich um wiederkehrende Anfälle von mäßigen bis schweren Kopfschmerzen, die typischerweise pulsierend und oft einseitig auftreten und mit Übelkeit, Erbrechen und Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen einhergehen.12 Migräne ist mit erheblichen Schmerzen, reduzierter Lebensqualität und finanziellen Belastungen für die Gesellschaft verbunden.13 Migräne wirkt sich erheblich auf die Fähigkeit der Patienten aus, alltägliche Aufgaben durchzuführen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte Migräne zu einer der zehn Hauptursachen, aufgrund derer Männer und Frauen jahrelang mit Einschränkungen leben müssen.14 Migräne wird häufig nicht diagnostiziert und nur unzureichend behandelt.13,15 Bestehende präventive Therapien wurden häufig ursprünglich für andere Indikationen entwickelt und haben oft eine schlechte Verträglichkeit und unzureichende Wirksamkeit. Dies führt zu hohen Abbruchraten und zu Unzufriedenheit bei den Patienten.16 Die Ursache und Auslöser von Migräne sind nicht vollständig verstanden, da sich Migräne von Patient zu Patient unterscheidet. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass das Calcitonin Gene-related Peptid (CGRP) eine Rolle in der zugrunde liegenden Pathophysiologie der Migräne spielt.17 CGRP ist ein Molekül, das an den CGRP-Rezeptor-Komplex bindet. Es ist vermutlich verantwortlich für die Übertragung der Schmerz-Signale bei Migräne.18 Die CGRP-Werte steigen zu Beginn der Migräne-Symptome an und gehen am Ende der Migräneattacke wieder auf das normale Niveau zurück.19


Über die neurowissenschaftliche Zusammenarbeit von Amgen und Novartis

Im August 2015 begann Novartis eine globale Zusammenarbeit mit Amgen zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von neurowissenschaftlichen Behandlungen im Bereich Alzheimer-Krankheit und Migräne. Für das Migräne-Programm hält Novartis die globalen Co-Entwicklungsrechte und die Vermarktungsrechte in Europa, Kanada, Teil-Vermarktungs­rechte in den USA sowie in der restlichen Welt.


Über Novartis in der Neurowissenschaft

Novartis sieht sich in einer starken und dauerhaften Verpflichtung, innovative Behandlungen für Patienten mit neurologischen Erkrankungen zu entwickeln, für die ein hoher ungedeckter Bedarf besteht. Für Patienten und Ärzte bietet Novartis ein großes Portfolio an Medikamenten zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS), von Alzheimer, Parkinson, Epilepsie und Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung und verfügt über eine Pipeline bei MS, Alzheimer, Migräne und in der Spezialneurologie (z. B. neuropathische Schmerzen).


Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis, mit Hauptsitz in Basel (Schweiz), verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen: mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie mit Biopharmazeutika und Produkten für die Augenheilkunde. Novartis hat weltweit führende Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2016 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 48,5 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,0 Milliarden aus.

Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 118.000 Mit­arbeitende (Vollzeitstellen-äquivalente). Die Produkte von Novartis werden in rund 155 Ländern weltweit verkauft.

Referenzen

  1. Brown H, Newman C, Noad R, Weatherby S. Behavioural management of migraine. Ann Indian Acad Neurol. 2012;15(Suppl 1):S78-S82.2. Vos T et al. Global Burden of Disease Study. Lancet. 2015; 386(9995): 743–800.
  2. World Health Organization. Headache disorders. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs277/en/.
    Accessed September 2017.
  3. Stovner L et al. The global burden of headache: a documentation of headache prevalence and disability worldwide. Cephalalgia. 2007; 27(3): 193–210.
  4. Migraine Research Foundation. Migraine Facts. https://migraineresearchfoundation.org/about-migraine/migraine-facts/ . Accessed September 2017.
  5. Linde M et al. The cost of headache disorders in Europe: the Eurolight project. Neur J Neurol 2012; 19: 703–711.
  6. Diamond S et al. Patterns of diagnosis and acute and preventive treatment for migraine in the United States: results from the American Migraine Prevalence and Prevention study. Headache. 2007 Mar; 47(3): 355–63.
  7. Novartis announces Phase III study shows AMG 334 significantly reduces monthly migraine data in people with
    episodic migraine. https://www.novartis.com/news/media-releases/novartis-announces-phase-iii-study-shows-amg-334-significantly-reduces-monthly.  Accessed September 2017.
  8. Novartis presents new positive data at EHMTIC showing AMG 334 significantly reduces monthly migraine days in chronic migraine. https://www.novartis.com/news/media-releases/novartis-presents-new-positive-data-ehmtic-showing-amg-334-significantly-reduces. Accessed September 2017.
  9. Tepper S et al. Safety and efficacy of erenumab for preventive treatment of chronic migraine: a randomised,
    double-blind, placebo-controlled phase 2 trial. Lancet Neurol. 2017 Apr 28, http://dx.doi.org/10.1016/S1474-
    4422(17)30083-2.
  10. Bigal ME et al. Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) and Migraine Current Understanding and State of Development. Headache. 2013; 53(8): 1230–1244.
  11. Migraine Research Foundation. Migraine Fact Sheet. 2015. http://www.migraineresearchfoundation.org/fact-sheet.html - Accessed September 2017.
  12. National Institute for Neurological Disorders and Stroke. https://www.ninds.nih.gov/Disorders/All-Disorders/Migraine-Information-Page (link is external). Accessed September 2017.
  13. World Health Organization. Headache disorders. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs277/en/ - (link is external). Accessed September 2017.
  14. World Health Organization. Estimates for 2000-2012. Disease Burden. 2012.
  15. Diamond S et al. Patterns of Diagnosis and Acute and Preventive Treatment for Migraine in the United States: Results from the American Migraine Prevalence and Prevention Study. Headache. 2007; 47(3): 355–63.
  16. Hepp Z et al. Adherence to oral migraine-preventive medications among patients with chronic migraine. Cephalalgia. 2015; 35(6): 478–88.
  17. Russo AF. Calcitonin gene-related peptide (CGRP): a new target for migraine. Annu Rev Pharmacol Toxicol.
    2015; 55: 533–552.
  18. Hansen JM et al. Calcitonin gene-related peptide triggers migraine-like attacks in patients with migraine with aura. Cephalalgia. 2010; 30(10): 1179–86.
  19. Lassen et al. CGRP may play a causative role in migraine. Cephalalgia. 2002 Feb; 22(1): 54–61. Available http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11993614 - Accessed September 2017.



Quelle: Novartis, 19.09.2017 (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson