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Individuelle Schmerztherapie lohnt sich auch aus ökonomischer Perspektive

 

Frankfurt am Main (6. März 2015) -  Im Sinne einer effektiven, optimierten Behandlung von Schmerzen ist es wichtig, individuelle Behandlungsziele mit dem Patienten festzulegen. Chronische Schmerzen beginnen zumeist mit akuten Schmerzen. Ein früher, effizienter Therapiebeginn ist somit auch im ökonomischen Sinne vorteilhaft. Durch eine individualisierte Schmerztherapie reduzierten sich alleine im letzten Jahr die Zahl der Krankenhauseinweisungen um 17 %. Wie es im Praxisalltag gelingen kann, eine optimale Schmerztherapie mit ökonomischen Erfordernissen in Einklang zu bringen, erläuterten namhafte Schmerztherapeuten auf einem von Teva unterstützten Symposium im Rahmen des 26. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses 2015.


Die Basis einer modernen Schmerztherapie ist eine frühzeitige Bestimmung der subjektiv von dem Patienten empfundenen Schmerzintensität und die Festlegung von individuellen Therapiezielen, berichtete Dr. med. Gerhard H.H. Müller-Schwefe, Göppingen. Um den Erfolg einer Therapie zu messen, ist nicht so sehr die gemessene Schmerzintensität relevant, sondern viel mehr das Erreichen des festgelegten Therapieziels. Bei akuten Schmerzen bedeutet dies eine fast vollständige Schmerzfreiheit. Bei Patienten mit chronischen Schmerzen, sollte ein Maß an Schmerzlinderung erreicht werden, welches es dem Patienten ermöglicht, den wesentlichen Alltagsbeschäftigungen nach zu gehen. Ziel jeder Schmerztherapie sollte es sein, den betroffenen Patienten mehr Lebensqualität zurückzugeben.

 

 

Chronifizierter Schmerz beginnt häufig mit Akutschmerz!

 

Sowohl erst- oder einmalig auftretenden Schmerzen als auch akute, gegebenenfalls rezidivierende Exazerbationen chronischer Schmerzen benötigen eine schnelle Akuttherapie, so PD Dr. med. Stefan Wirz, Bad Honnef. Bei 80-90 % der Patienten mit Schmerzen im Bewegungssystem spielen nach den Worten des Experten muskuläre Veränderungen und myofasziale Schmerzsyndrome eine Rolle. Muskuläre Schmerzen sind auch von ökonomischer Bedeutung. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts beliefen sich die Kosten für muskuloskelettale Erkrankungen im Jahr 2008 auf 350 € je Einwohner [1]. Muskuläre Schmerzen können auch bei neurologischen Grunderkrankungen wie z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder nach Schlaganfall auftreten. Auch Spannungskopfschmerzen sind häufig mit einem erhöhten Tonus der perikraniellen Muskulatur verbunden. Wirz wies darauf hin, dass Flupirtin als einziger analgetischer Wirkstoff zusätzlich zur Analgesie auch muskelverspannungslösende Eigenschaften aufweist. Der Nutzen und die Einzigartigkeit der analgetischen und verspannungslösende Wirkung von Flupirtin (Katadolon® S long 1x täglich) für die Akutschmerztherapie wurden im Jahr 2013 von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bestätigt [2]. Flupirtin kann bei akuten muskulären Schmerzen für zwei Wochen eingesetzt werden. Darüber hinaus soll Flupirtin angewendet werden, wenn eine Behandlung mit anderen Analgetika, wie NSAR oder Opioide, kontraindiziert ist. In wöchentlichen Abständen ist die Leberfunktion zu kontrollieren. Durch eine adäquate pharmakologische Schmerztherapie wird es den Patienten oftmals erst möglich, an nicht-medikamentösen Therapieformen teilzunehmen.

 

 

Tumorbedingte Durchbruchschmerzen benötigen eine spezifische Therapie

 

Plötzlich eintretende, kurze Schmerzattacken, die vor dem Hintergrund eines analgetisch gut eingestellten Dauerschmerzes auftreten (so genannte tumorbedingte Durchbruchschmerzen, DBS) sind ein häufige Komplikation bei Tumorerkrankungen. DBS stellen eine Belastung für den Patienten, seine Angehörigen und das Gesundheitssystem dar, betonte Dr. med. Oliver Emrich, Ludwigshafen. Patienten mit DBS haben im Vergleich zu Krebspatienten ohne DBS längere Aufenthalte in Krankenhäuser (p<0,02) und Notfallambulanzen (p<0,01) und verursachen höhere Kosten (12.000 $ vs. 2.400 $, p<0,01) [3]. Die Behandlung der DBS hat somit neben der medizinischen und ethischen auch eine ökonomische Relevanz. Mit normalen kurzwirksamen Opioiden lassen sich DBS nicht ausreichend kontrollieren, sondern benötigen den Einsatz von transmucosal zu applizierenden „rapid onset opioids“ (ROO) wie Fentanyl-Buccaltabletten (Effentora®) als Bedarfsmedikation, hob Emrich hervor. Die Wirkung setzt bereits innerhalb von drei bis fünf Minuten ein und klingt mit dem Nachlassen der Schmerzattacken wieder ab [4,5,6].

 

 

Literatur 

  1. Statistisches Bundesamt. Gesundheit. Krankheitskosten. Fachserie 12, Reihe 7.2. Wiesbaden 2010 ( https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Krankheitskosten/Krankheitskosten2120720089004.pdf?__blob=publicationFile)
  2. PRAC recommends restricting the use of flupirtine-containing medicines. 14 June 2013 EMA/362055/2013)
  3. Fortner BV et al. J Pain 2002; 3: 38-44
  4. Portenoy RK et al. Clin J Pain 2006; 22: 805-811
  5. Slatkin NE et al. J Support Oncol 2007; 5: 327-334
  6. Müller-Schwefe, GHH et al. Deutscher Schmerzkongress 2011, Poster

  

Teva GmbH

 

Teva ist in Deutschland mit innovativen Arzneimitteln, Markenprodukten, Generika und freiverkäuflichen Medikamenten breit aufgestellt. Rund 3.100 Mitarbeiter verteilen sich auf die Standorte Ulm, Blaubeuren/Weiler und Berlin. Der Deutschlandsitz ist Ulm. Mit innovativen patentgeschützten Arzneimitteln ist das Unternehmen vor allem in den Indikationen Neurologie, Schmerz und Onkologie erfolgreich vertreten. Das Originalprodukt Copaxoneâ aus der eigenen Forschung der Teva ist  in Deutschland Markführer im MS-Markt. Zu Teva Deutschland gehört mit ratiopharm die meistverwendete und bekannteste Arzneimittelmarke Deutschlands.

 

Teva Pharmaceutical Industries Ltd. mit Firmensitz in Israel ist ein weltweit führender pharmazeutischer Konzern, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, patientenorientierte Gesundheitslösungen von höchster Qualität tagtäglich den Menschen anzubieten. Teva Pharmaceutical Industries Ltd. ist Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen, mit einem Portfolio von über 1.000  Molekülen, das nahezu alle Krankheitsgebiete abdeckt. Im Bereich der Spezialtherapeutika nimmt Teva eine führende Position in der innovativen Behandlung von Störungen des zentralen Nervensystems ein und verfügt außerdem über ein starkes Portfolio zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Dieses Know-how sowohl bei Generika als auch bei innovativen Präparaten vereint Teva in ihrer globalen Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel neue, von dem Bedürfnis der Patienten ausgehende Angebote an Hilfsmitteln, Service und Technologien, zu entwickeln. Der Konzern erzielte im Jahr 2014 einen Umsatz von 20,3 Milliarden US-Dollar.

 

 


Quelle: Symposium der Firma TEVA zum Thema: „Schmerztherapie im Fokus: Herausforderung zwischen Medizin und Ökonomie“ im Rahmen des 26. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses 2015, Frankfurt, 6.03.2015 (tB).

 
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