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12 | 12 | 2017
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Erektile Dysfunktion

Welche Patienten profitieren von Vakuum-Erektionshilfen?

 

Welche Patienten profitieren von Vakuum-Erektionshilfen?Dresden (17. September 2009) - Aktuelle Untersuchungen belegen, dass die sexuelle Zufriedenheit ein integraler Bestandteil glückli­cher Paarbeziehungen ist. Die sexuelle Zufriedenheit wiederum ist an die Anzahl erfolgreicher peniler Geschlechtsverkehre ge­knüpft. Expertenschätzungen zeigen aber, dass in Deutschland zwischen vier und sechs Millionen Männer an einer Erektilen Dysfunktion (ED) leiden. Damit einher geht häufig der Verlust des Selbstwertgefühls der betroffenen Männer – aber auch ihrer Partnerinnen. Nicht immer wirken die heute zur Verfügung ste­henden Medikamente, etwa wegen bestehender Be­gleiterkran­kungen wie Diabetes oder Hypertonie, ausreichend, oder sie sind sogar kontraindiziert. Für dieses Patientenkollektiv, und beson­ders für Patienten nach radikaler Prostatektomie (RPE), eignen sich mechanische Erektionshilfen, die durch einen Unterdruck­mechanismus zu zufriedenstellenden Erektionen führen können. Über aktuelle Aspekte der Therapie mit Vakuum-Erektionshilfen (z.B. ACTIVE Erection SystemNT®) informierten Experten jetzt auf einer Veranstaltung der Kessel GmbH, Mörfelden-Walldorf, am Rande der 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Uro­logie (DGU) in Dresden.

 

Zu fast 60 % tragen organische Ursachen die Hauptschuld an der Erektilen Dysfunktion, unterstrich Dr. Joanna B. Korda vom Institut für Männergesundheit am Universitätskrankenhaus Hamburg-Ep­pendorf. Vor allem Männer mit Gefäßerkrankungen wie Hypertonie und Diabetes mellitus sind häufig von einer ED betroffen. Klinische Studien zeigen, dass 32 % der Typ-I-Diabetiker und sogar 46 % der Typ-II-Diabetiker eine ED aufweisen. Wegen der besonders stark ausgeprägten endothelialen Dysfunktion und der daraus resultieren­den Schädigung der Gefäße zählen Diabetiker zu einem schwer the­rapierbaren Kollektiv. Allerdings ist die ED ein multifaktorielles Ge­schehen, denn neben vaskulären Faktoren wie der koronaren Herz­krankheit oder der pAVK spielen hormonelle, neurogene, anatomi­sche oder toxische Faktoren eine bedeutende Rolle. Besonders häufig von einer ED betroffen sind neben Diabetikern vor allem Hypertoni­ker, adipöse Patienten und Patienten mit metabolischem Syndrom. Darüber hinaus Männer, die sich wegen eines Prostatakarzinoms ei­ner radikalen Prostatektomie unterziehen mussten. „Bis zu 90 % al­ler Männer nach radikaler Prostatektomie, externer Radiatio oder antiandrogener Therapie entwickeln eine ED“, so Korda. Die Tatsache, dass das Unvermögen, einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr auszuüben, nachhaltige Auswirkungen auf die Paarbeziehung hat, unterstreicht die Forderung nach einfach anzuwendenden, neben­wirkungsarmen Therapieoptionen. Denn: Eine ED führt nachweislich zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Män­ner. Männer mit ED leiden gehäuft an Depressionen, sind ängstlicher und verlieren ihre Selbstsicherheit. Dass hierunter auch die Be­ziehung zum Partner leidet, ist offenkundig. Der Beziehungsstress setzt den Männern zu und kann die Lebensqualität weiter ver­mindern. Aber nicht nur die Männer leiden, sondern auch die Partnerinnen. Viele von Ihnen sind hilflos, frustriert und fühlen sich unattraktiv. Umso wichtiger sind effektive Behandlungsoptionen.

 

 

Erektile Dysfunktion: Therapeutische Optionen

 

Wie die Expertin weiter ausführte, stehen heute prinzipiell eine Viel­zahl von Therapieoptionen zur Behandlung einer ED zur Verfügung. Für viele ED-Patienten eignen sich Substanzen aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer, etwa Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil. Hier­durch lassen sich bei 70 bis 80 % der Patienten zufriedenstellende Erektio­nen erzielen. Ebenfalls zur First-line-Therapie gehören Vakuum-Erektionshilfen, wie das ACTIVE Erection SystemNT®. Sie sind aner­kannte Hilfsmittel zur Erreichung eines befriedigenden penilen Ge­schlechtsverkehrs. Zu den Second- oder Third-Line-Optionen zählen unter anderem die intraurethrale Applikation von Alprostadil oder das Penisimplantat.

 

 

Zufriedenstellender Geschlechtsverkehr durch Vakuumpumpe

 

Bei einer Vakuumpumpen-Therapie wird die Erektion durch einen Unterdruckmechanismus (200-250 mmHg) ermöglicht. Sobald die volle Erektion erreicht ist, wird ein Ring an der Penisbasis ange­bracht. Dieser konstriktive Ring verhindert den venösen Abstrom aus dem Corpus cavernosum und erlaubt somit die Aufrechterhaltung der Erektion. Kontraindikationen für die Vakuumpumpentherapie existieren nicht.

 

Professor Dr. Frank Sommer vom Institut für Männergesundheit am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf unterstrich in seinem Vortrag den hohen Stellenwert der Vakuum-Erektionshilfeen. Mit Unterstützung durch eine Vakuumpumpe können 76 % der An­wender einen Geschlechtsverkehr erzielen, der bei 85 % der Anwender zufriedenstellend verläuft. „Insbesondere beim fort­geschrittenen Diabetes mellitus gehören mechanische Hilfen wie die Vakuumpumpe zur First-Line-Therapie“, sagte der Männerexperte. Studien belegen, dass unter dieser Therapie mehr als 70 % aller Diabetiker zufriedenstellende Erektionen haben. Diabetiker haben ein etwa dreifach erhöhtes ED-Risiko, und jeder zweite Diabetiker ist innerhalb von zehn Jahren nach Diagnosestellung auch von einer ED betroffen.

 

Neben Diabetikern sind auch Patienten mit Hypertonie oft von einer ED betroffen. Etwa 50 % aller Hypertoniker leiden nach Schätzungen von Experten an einer Beeinträchtigung des Erektionsvermögens. Auch diese Patientenklientel profitiert nachhaltig von einer Be­handlung mit einer Vakuumpumpe. Denn: gerade bei Patienten mit Bluthochdruck ist die Rate an Komorbiditäten hoch, und somit oft auch die Zahl gleichzeitig eingenommener Medikamente. Eine The­rapie mit einem PDE-5-Hemmer ist daher oft kontraindiziert, vor al­lem dann, wenn NO-Donatoren eingenommen werden müssen. Dar­über hinaus können gewisse Antihypertonika selbst das Erektions­vermögen negativ beeinflussen. Hierzu gehören beispielsweise Cal­ciumantagonisten, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten, nicht-se­lektive Betablocker und Thiaziddiuretika.

 

 

Optimierte penile Rehabilitation

 

Auch für Patienten nach radikaler Prostatektomie ist eine Vakuum-Erektionshilfe besonders geeignet um die erektile Funktion nach dem Eingriff wieder herzustellen und einem drohenden Längenverlust des Penis entgegenzuwirken. Aktuelle Studien zeigen, dass der rechtzei­tige Gebrauch einer Vakuumpumpe nach einer radikalen Prostatek­tomie zu einer raschen Erholung der erektilen Funktion beiträgt und die frühe sexuelle Aktivität fördern kann. Etwa 80 % der mit einer Vakuumpumpe behandelten Männer hatten anschließend wieder zufriedenstellende Erektionen. Bei den im Rahmen dieser Studie be­handelten Männern kam es lediglich bei 23 % zu einem Längenver­lust, verglichen mit 85 % der Patienten der Kontrollgruppe.

 

 

Fazit

 

Insgesamt, so Sommer, stellen Vakuum-Erektionshilfen eine effi­ziente, zugleich vor allem nebenwirkungsarme und einfach anzu­wendende Behandlungsmöglichkeit dar. Vor allem bei Patienten mit Diabetes mellitus, Hypertonie oder nach radikaler Prostatektomie führt ein solches System zu zufriedenstellenden Erektionen. Männer mit diesen Begleiterkrankungen, die in einer längeren Partnerschaft leben, sind die idealen Kandidaten für eine Vakuum-Erektionshilfe. Systeme wie das ACTIVE Erection SystemNT® sind von den Kranken­kassen anerkannte Hilfsmittel und können vom Arzt verordnet wer­den.

 

 

Abbildungen

 

 

Abb. 1

 

Abb. 1: Die Teile des ACTIVE Erection Systems(NT).

 

 

Abb. 2

 

Abb. 2: komplettes ACTIVE  Erection Systems(NT).

 

 

Abb. 3

 

Abb. 3: Anwendung des ACTIVE Erection Systems(NT).

 

 

Abb. 4

 

Abb. 4: Platzierung des Staurings.

 

 

Abb. 5

 

Abb. 5: Richtig sitzender Stauring an der Peniswurzel. Alle Abbildungen: Kessel Vertriebs GmbH.

 

 

 

 

Download

 

 

 


Quelle: Pressekonferenz der Firma Kessel Marketing & Vertriebs GmbH zum Thema „Wieder ganz Mann sein: Vakuum Erektionshilfen für Männer mit Diabetes,Bluthochdruck und nach Prostata-OP“ am 17.09.2009 in Dresden (Medizin und PR Gesundheitskommunikation) (tB).

 
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