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Spastik-Therapie mit Tolperison (Viveo®)
Reduktion der Spastik für mehr Selbständigkeit im Alltag

Wiesbaden (31. März 2008) - Möglichkeiten zur Reduzierung der Spastik und eine daraus resultierende Verbes­serung der Selbständigkeit im Alltag der Betroffenen standen bei einer Veranstaltung der Orion Pharma GmbH anlässlich des 114. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden im Mittelpunkt.

Anhand von Patientenbeispielen verdeutlichte Professor Dr. Gerhard Reichel, Chefarzt des Kompetenzzentrums für Bewegungsstörungen an der Paracelsusklinik Zwickau, das spastische Syndrom. Die Spastik wird durch eine Schädigung des Zentralen Nervensystems (ZNS) verursacht. Dabei können ganz unterschiedliche Grunderkrankungen, wie z. B.  Multiple Sklerose (MS) oder Schlaganfall vorliegen. Für die Betroffenen ist die Spastik eine chronische und oft schmerzhafte Belastung, die ihre Mobilität und Lebensqualität erheblich beeinträchtigt.

Effektive Minderung der Spastik, verbesserte Mobilität und Alltagsbewältigung: Unter der Therapie mit Tolperison kam es bei 78,3 Prozent der Schlaganfallpatienten zu einer klinisch relevanten Verringerung der Spastizität auf der Ashworth-Skala. Tolperison hat einen dualen Wirkmechanismus, es wirkt sowohl auf der zentralen als auch auf der peripheren Ebene. Graphik: Orion Pharma GmbH

Oberstes Ziel der Therapie ist es, die Spastik zu reduzieren und somit den Patienten wieder zu mehr Selbständigkeit im Alltag zu verhelfen. Neben einer begleitenden Physiotherapie ist die Therapie mit Muskelrelaxanzien entscheidend. Die wichtigsten Anforderungen an eine moderne Therapie sind eine gute Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit und geringen Nebenwirkungen. Die Ergebnisse einer Studie von Stamenova und Mitarbeitern1 zeigen, dass bereits die vierwöchige Gabe von Tolperison effektiv die Spastik mindert und die Mobilität verbessert. Der Unterschied auf der Ashworth-Skala, als Parameter für die Beurteilung der Spastik, war gegenüber Plazebo hochsignifikant (p<0,0001), wie Professor Dr. Michael Schwarz, Neurologische Klinik, Klinikum Dortmund berichtete. Bei über 78 Prozent der Patienten konnte der spastische Muskeltonus mit Tolperison reduziert werden. Darüber hinaus waren unerwünschte Wirkungen geringer als unter Plazebo. Auch bei hohen Dosen von 600 bis 900 mg Tolperison kam es nicht zu relevanten Nebenwirkungen wie Sedierung, Müdigkeit und Schwäche. Das ermöglichte den Patienten, wieder aktiver am Leben teilzunehmen.Dieses Fazit bestätigt auch eine aktuelle Studie des Neuro Centrums Odenwald. Die kontrollierte Anwendung von neuen Assessmentinstrumenten sollte dabei helfen, den Nutzen einer Therapie besser einzuschätzten.

Dr. Stefan Ries, Facharzt für Neurologie, Neuro Centrum Odenwald, Erbach, demonstrierte anhand neuer Ergebnisse, dass sich nach Umstellung der Therapie auf Viveo® (Tolperison, 150 mg) die Beweglichkeit der Patienten häufig besser darstellt als unter den konventionellen oralen antispastischen Medikamenten. Die Mehrzahl der behandelten Patienten profitierte von der Verbesserung der willkürlichen motorischen Fähigkeiten.Allgemeine Bilanz der Referenten war, dass Tolperison bei Patienten mit spastischem Syndrom, aufgrund ausgezeichneter Wirksamkeit bei geringen Nebenwirkungen und insbesondere fehlender Sedierung, eine wesentliche therapeutische Option darstellt.

Literatur

[1] Stamenova P. et al: A randomized, double-blind, placebo-controlled study of the efficacy and safety of tolperisone in spasticity following cerebral stroke, EUR J Neurol 2005; 12:453-461


Quelle: Pressekonferenz von Orion Pharma anlässlich des 114. Krongresses der DGIM am 31. März 2008 in Wiesbaden (tB).
 
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