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bvmedBilderweltHomecare. Photo und Copyright: BVMedModerne Wundversorgung

Patienteninformation zur Wundversorgung online

  • BVMed informiert über Leistungsansprüche der Patienten und bedarfsgerechte Versorgungsangebote

Berlin (7. November 2016) - In Deutschland leiden etwa 890.000 Menschen an komplexen Wunden mit einem chronischen Verlauf. Experten weisen darauf hin, dass eine intensivere Patienteninformation und -aufklärung dazu beiträgt, die Situation der Betroffenen zu verbessern. Die im BVMed organisierten Hersteller moderner Wundauflagen haben das Thema aufgegriffen und bieten einen aktuellen Überblick zu Therapieangeboten und Leistungsansprüchen der Patienten.


Rund 2,7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an komplexen Wunden, bei etwa 890.000 Patienten nehmen diese einen chronischen Verlauf. Hinter den Zahlen verbergen sich Einzelschicksale mit zum Teil jahrelangen Leidensgeschichten. Denn chronische Wundpatienten sind meist bereits im höheren Lebensalter, multimorbide, überdurchschnittlich pflegebedürftig und werden häufiger stationär behandelt als Vergleichspatienten ohne Wunden, so das Ergebnis einer Versorgungsstudie der PMV Forschungsgruppe Köln. Ziel der BVMed-Website zur modernen und phasengerechten Wundversorgung ist es, diese Patienten besser über Hilfsangebote, optimale Versorgungsmöglichkeiten sowie ihre Rechte und Ansprüche zu informieren.

Unter www.info-wundversorgung.de finden Betroffene und Angehörige Material und Informationen zur Versorgung und Behandlung chronischer Wunden.


Wundversorgung verbessern – Patienten informieren

Die Verbesserung der Versorgung chronischer Wunden in Deutschland braucht informierte Patienten. Zum Beispiel ist das Diabetische Fußsyndrom bei Männern durchschnittlich häufiger als bei Frauen. Damit die Zahl der Fußamputationen als schwerwiegende Folge dieses Krankheitsbildes reduziert werden kann, müssen die Patienten stärker in die Versorgung ihrer Wunden eingebunden werden. Es ist der Anspruch der BVMed-Website, für Betroffene und deren Angehörige ein aktuelles und umfassendes Informationsangebot zur Wundversorgung zur Verfügung zu stellen.

Die Website soll Wissen und Informationen vermitteln, wie die Wundheilung von Patienten aktiv unterstützt werden kann, wie sie prophylaktisch das Risiko einer chronischen Wunde reduzieren können, welche Ansprüche gesetzlich Versicherte haben und wo ihnen Hilfe geboten wird. Sie finden Informationen zu einzelnen Wundarten und den Versorgungsmöglichkeiten bei Fachärzten, Wundzentren und anderen Wundspezialisten. Informationen darüber, welche Schritte Patienten bei der Versorgung durchlaufen und wie sie Spezialversorger für ihre Erkrankung finden, sind übersichtlich aufbereitet und leicht zu finden. Zusätzlich werden Einzelbeispiele spezieller Versorgungsformen dargestellt.


Mitarbeit der Patienten stärken

Die strukturierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen medizinischen Fachbereiche ist eine Seite der Wundversorgung. Aber auch die Mitarbeit der Patienten und ihre Akzeptanz für die notwendigen Versorgungsmaßnahmen tragen dazu bei, den Heilungsverlauf der Wunden zu verbessern. "Wir haben für die Menschen mit chronischen Wunden zusammengefasst, wo sie Hilfe finden und was sie selbst tun können, um die Wundheilung zu unterstützen. Damit wollen wir dazu beitragen, die Wundversorgung zu verbessern", so Daniela Piossek, Sprecherin der Initiative Moderne Wundversorgung im BVMed.


Bessere Versorgung – Hilfe aus dem Gesundheitsministerium

Das Bundesgesundheitsministerium sowie der Gesetzgeber haben dieses wichtige Versorgungsthema ebenfalls aufgegriffen und werden aktiv. Im aktuellen Entwurf des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes, welches demnächst im Bundestag beraten wird, erhält die Schaffung einer besseren Versorgungsstruktur für Menschen mit chronischen Wunden wichtige politische Unterstützung und verpflichtet die Krankenkassen, entsprechende spezialisierte Versorgungsangebote zu implementieren. Dabei soll die Versorgung noch stärker an die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst und regional ausgebaut werden.


Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V., 07.11.2016 (tB).

 
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