1 Jahr INVEGA®

Patientenorientierte Schizophrenietherapie mit INVEGA®

 

Köln (10. September 2008) – Mit Paliperidon ER (INVEGA®) haben sich die Optionen für die Schizophrenietherapie verbessert. Das moderne Atypikum hebt sich im Hinblick auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit deutlich von anderen atypischen Antipsychotika ab. Paliperidon ER verbessert die Kernsymptome der Schizophrenie, gibt den Patienten ihre Alltagsfähigkeit zurück und ist gut verträglich. Auf einer Pressekonferenz in Köln [1] wurden aktuelle Studien präsentiert, die den therapeutischen Nutzen und Stellenwert von Paliperidon ER innerhalb der Gruppe atypischer Antipsychotika noch weiter untermauern.


 

Paliperidon ER zeichnet sich durch einen schnellen Wirkeintritt und eine starke Wirksamkeit aus, so Prof. Dr. Jürgen Gallinat, Berlin. Eine randomisierte, Placebo- und aktiv kontrollierte Vergleichsstudie bei Patienten mit einer akuten Exazerbation der Schizophrenie belegt die Überlegenheit von Paliperidon ER gegenüber Quetiapin [2]. Bereits ab Tag 5 reduzierte Paliperidon ER die schizophrene Symptomatik – gemessen an der PANSS (Positive and Negative Symptome Scale) – signifikant gegenüber Quetiapin (p=0,011) und Placebo (p=0,001). Der Effekt nahm mit der Zeit noch weiter zu. Unter Paliperidon ER wurden im Vergleich zu Quetiapin und Placebo weniger Therapieabbrüche wegen unerwünschter Wirkung (4% vs. 10% vs. 6%) und unzureichender Wirksamkeit (2 % vs. 6 % vs. 10 %) dokumentiert.

 

Besonderer Stellenwert innerhalb der Gruppe der Atypika

Auch gegenüber Risperidon sei Paliperidon ER überlegen, so Prof. Gallinat. Dies bestätigt eine komparative Kohortenanalyse, in die die Daten von insgesamt 1.103 Patienten einflossen [3]. Dabei wurden zwei verschiedene Dosierungen von Risperidon (2-4 mg/d, n=173 und 4-6 mg/d, n=174) dem empfohlenen Dosisbereich von Paliperidon ER (6-12 mg/d, n=275) gegenübergestellt. Im Vergleich zu Risperidon (4-6 mg/d) war Paliperidon ER bei nahezu gleicher Wirksamkeit (PANSS-Reduktion -19,0 vs. -19,7) deutlich besser verträglich, insbesondere hinsichtlich EPMS-bezogenen und gastrointestinalen Nebenwirkungen sowie Sedierung. Gegenüber der niedrigeren Dosisgruppe von Risperidon (2-4 mg/d) war Paliperidon ER sowohl besser verträglich als auch besser wirksam.

 

Eine Metaanalyse mit Paliperidon ER, Risperidon, Olanzapin, Quetiapin und Aripiprazol bestätigt, dass die Atypika hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit eine heterogene Gruppe darstellen [4]. Im Vergleich zu der Gesamtgruppe der Atypika besitzt Paliperidon ER eine bessere antipsychotische Wirksamkeit. Wegen seiner guten Verträglichkeit führt es seltener zu Therapieabbrüchen und ermöglicht somit eine hohe Therapietreue. „Paliperidon ER ist also nicht nur ein stark wirksames Atypikum, sondern zählt zugleich auch zu den am besten verträglichen“, resümierte Prof. Gallinat.

 

Mit Paliperidon ER Alltagsfähigkeit zurückgeben

Die Patienten erwarten von einer antipsychotischen Therapie mehr als nur eine Verbesserung der Symptomatik. Für sie haben die Wiederherstellung der Alltagsfähigkeit in Form von Arbeiten, Einkaufen und Hobbys nachgehen und die soziale Integration eine mindestens ebenso hohe Priorität, berichtete Dr. Michael Rapp, Berlin.

 

Ein valides Instrument für die Messung des Funktionsniveaus ist die Personal and Social Performance (PSP)-Skala [5]. In den Zulassungsstudien mit Paliperidon ER wurde die PSP-Skala zum ersten Mal breit eingesetzt. Wie eine gepoolte Analyse der Studiendaten ergab, verbessert Paliperidon ER (3-15 mg/d) die persönliche und soziale Leistungsfähigkeit schnell und anhaltend (p<0,001 vs. Placebo) [6]. Durchschnittlich stieg die soziale Funktionsfähigkeit unter Paliperidon ER gemäß PSP um 11 Punkte. Jede Verbesserung um 10 Punkte auf der PSP-Skala repräsentiert einen Wechsel in eine andere Kategorie und entspricht einer für den Patienten spürbaren Verbesserung seiner persönlichen, beruflichen und sozialen Funktionsfähigkeit – einem weiteren Schritt hin zur Wiederherstellung des selbstständigen Lebens. Auch Patienten mit kürzlich diagnostizierter Schizophrenie (<5 Jahre) und mit prädominanter Negativsymptomatik erreichten unter Paliperidon ER eine deutliche Verbesserung des Funktionsniveaus (jeweils p<0,001 vs. Placebo) [7,8].

 

Gutes Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil

Nach den Worten von Dr. Rapp zeichnet sich Paliperidon ER auch durch eine gute Verträglichkeit aus. In der Metaanalyse von Jones et al. hatte Paliperidon ER von allen untersuchten Atypika das geringste Risiko für einen Gewichtsanstieg [4]. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Somnolenz war im Vergleich zu Risperidon, Olanzapin und Quetiapin deutlich geringer. Auch in der Head-to-Head-Studie mit Quetiapin kam es unter Paliperidon ER seltener zu Sedierung als unter dem Vergleichsatypikum [2]. Durch die sehr geringe Sedierung sind die Patienten wacher. Dies ermöglicht ihnen eine bessere Bewältigung des Alltags und sie haben so die Chance, privat und auch beruflich wieder Fuß zu fassen.

 

Die Janssen-Cilag GmbH gehört zu den zehn führenden Pharmaunternehmen in Deutschland. Wichtige Kompetenzfelder des Unternehmens sind Anästhesie und Schmerz, Mykologie, Nephrologie, Neurologie und Psychiatrie, Onkologie, Infektiologie/Virologie sowie Veterinärmedizin. 180.000 Neusynthesen entwickelte die Janssen-Cilag Forschung bis heute. Aus 80 davon entstanden neue Arzneimittel. Fünf dieser Substanzen stehen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel der WHO.

 

 

Quellen

[1] “1 Jahr INVEGA® – Die Antwort auf Anforderungen einer zeitgemäßen Schizophrenietherapie“, Pressekonferenz der Janssen-Cilag GmbH, 10. September 2008, Köln

[2] Canuso C. et al. A double-blind, placebo-controlled trial of paliperidone and quetiapine in patients with a recent acute exacerbation of schizophrenia. Poster auf dem 20th Annual U.S. Psychiatric & Mental Health Congress 2007; Orlando, Florida

[3] Schooler N. et al. A “virtual” comparison of paliperidone ER and oral risperidone in patients with schizophrenia. Poster presented at the 45th Annual Meeting of the American College of Neuropsychopharmacology, December 3-7, 2006, Hollywood, FL, USA

[4] Jones M.P. et al. Efficacy and tolerability of oral antipsychotics for schizophrenia: a metaanalysis including paliperidone extended-release. Posterpräsentation auf dem 1. SIRS-Meeting (Schizophrenia International Research Society), Venedig, Italien, 21.-25. Juni 2008

[5] Morosini P.L. et al. Development, reliability and acceptability of a new version of the DSM-IV Social and Occupational Functioning Assessment Scale (SOFAS) to assess routine social functioning. Acta Psychiatr Scand 2000; 101: 323-329

[6] Meltzer H. et al. Efficacy and tolerability of oral paliperidone extended-release tablets in the treatment of acute schizophrenia: pooled data from three 6-week placebo-controlled studies. CINP 2006, Chicago, USA, 2006. Poster P02.226

[7] Kostic D. et al. Paliperidone extended-release tablets in patients recently diagnosed with schizophrenia. 25. CINP-Kongress, 2006, Chicago, Poster

[8] Dirks B. et al. Efficacy of paliperidone extended-release tablets in patients with schizophrenia and predominant negative symptoms. 25. CINP-Kongress, 2006, Chicago, Poster

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Janssen-Cilag zum Thema „1 Jahr INVEGA® – Die Antwort auf Anforderungen einer zeitgemäßen Schizophrenietherapie“ am 10.09.2008 in Köln (medical relations) (tB).

 

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