17. Bamberger Gespräche 2013: Praxisfragen. Das Thema Harninkontinenz - und hier gerade die Überaktive Blase - erfährt zur Zeit dank der kontinuierlichen Aufklärungsbemühungen auch der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und verschiedener pharmakologischer und medizintechnischer Neuerungen einen Aufschwung. Die große Anzahl der sich neu gründenden oder sich als Beckenbodenzentren der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifizierenden Kontinenzzentren zeugen davon, dass sich viele Kollegen trotz der geringer werdenden finanziellen Ressourcen den Herausforderungen einer leitliniengerechten und exakten Diagnostik bzw. einer dezidierten Stufentherapie stellen – auch wenn in vielen Fällen eine Refinanzierung nicht oder nur ungenügend erfolgt. Hier stehen viele in der Praxis oder Klinik tätige Kollegen vor dem Problem, dass heute mögliche von Fachgesellschaften geforderte diagnostische oder therapeutische Maßnahmen wirtschaftlich nicht mehr zu leisten sind. Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die 17. Bamberger Gespräche mit der Frage, wie leitlinienkonforme und den finanziellen Rahmenbedingungen gerecht werdende Diagnostik und Therapie in der täglichen Praxis ohne Qualitätsverluste sinnvoll gestaltet werden können. Photo: Tom Miller17. Bamberger Gespräche 2013

Praxisfragen

 

Bamberg (7. September 2013) – Das Thema Harninkontinenz – und hier gerade die Überaktive Blase – erfährt zur Zeit dank der kontinuierlichen Aufklärungsbemühungen auch der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und verschiedener pharmakologischer und medizintechnischer Neuerungen einen Aufschwung. Die große Anzahl der sich neu gründenden oder sich als Beckenbodenzentren der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifizierenden Kontinenzzentren zeugen davon, dass sich viele Kollegen trotz der geringer werdenden finanziellen Ressourcen den Herausforderungen einer leitliniengerechten und exakten Diagnostik bzw. einer dezidierten Stufentherapie stellen – auch wenn in vielen Fällen eine Refinanzierung nicht oder nur ungenügend erfolgt. Hier stehen viele in der Praxis oder Klinik tätige Kollegen vor dem Problem, dass heute mögliche von Fachgesellschaften geforderte diagnostische oder therapeutische Maßnahmen wirtschaftlich nicht mehr zu leisten sind.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die 17. Bamberger Gespräche mit der Frage, wie leitlinienkonforme und den finanziellen Rahmenbedingungen gerecht werdende Diagnostik und Therapie in der täglichen Praxis ohne Qualitätsverluste sinnvoll gestaltet werden können.


Nach dem Einführungsvortrag von Prof. Schultheiss, Archivar der Deutschen Gesellschaft für Urologie, mit dem Thema „Blasenfunktion und Harninkontinenz im Spiegel der Zeit“ berichten in ihren Beiträgen zwei berufspolitisch aktive niedergelassene Urologen über ihre Sicht auf die Erfordernisse, Widersprüche und Brüche in einer leitliniengerechten Diagnostik des benignen Prostatasyndroms (Dr. Gleißner, Wuppertal) bzw. der Harninkontinenz (Gunnar Naus, Bochum).

 

In einem weiteren Schwerpunkt greift PD Dr. Vahlensieck, Bad Wildungen, mit der Infektsuppression bei Katheterableitung ein bisher wissenschaftlich eher vernachlässigtes Thema auf. Muss der obligate Harnwegsinfekt bei Katheterdauerableitung behandelt werden? Und wenn ja, womit? Dr. Bschleipfer aus Gießen berichtet über den „Trospiumchlorid-Test“ im Rahmen einer erweiterten Urodynamik, mit dem es praxisnah gelingen könnte, das Ansprechen einer oralen anticholinergen Therapie vorherzusagen. Abschließend wird der sich nahezu alltäglich stellenden Frage nach einem Wechsel des Anticholinergikums im Rahmen einer oralen Therapie nachgegangen: Wann macht ein Wechsel Sinn? „Wohin“ sollte gewechselt werden?

 

Damit wollen die 17. Bamberger Gespräche erneut ein Forum für eine breite, interdisziplinäre Diskussion abgeben und Impulse für die tägliche Arbeit des mit der Behandlung von Patienten mit Harninkontinenz betrauten Arztes liefern. Der vorliegende Referateband bietet Gelegenheit, das Gehörte zu vertiefen bzw. es weiter zu verbreiten.

 

Der Fa. Dr. Pfleger in Bamberg sei dabei für die heutzutage nicht selbstverständliche und großzügige Unterstützung bei der Ausrichtung des „kleinen Kongresses“ der Dt. Kontinenz Gesellschaft ausdrücklich gedankt.  

 

 

Zu den Referaten:

 

 

 

 

 

 

 


Quelle: 17. Bamberger Gespräche 2013, 07.09.2013 (tB).

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