2. Niedersächsischer Hospizpreis verliehen

Drei ambulante Pflegedienste und Ehrenamtliche für vorbildliches Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit ausgezeichnet

 

Hannover/Celle (30. Oktober 2010) – Zum zweiten Mal wurde der Niedersächsische Hospizpreis am Samstag in Celle verliehen. Ausgezeichnet wurden je drei ambulante Pflegeeinrichtungen sowie ehrenamtlich Engagierte für ihr vorbildliches Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit. Die Niedersächsische Hospiz Stiftung hat diesen Preis in Kooperation mit dem Niedersächsischen Sozialministerium ausgeschrieben. Erstmals wurde der Preis, der in dieser Form bundesweit einmalig ist, im Jahr 2007 vergeben.

 

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan überreichte im festlichen Rahmen im Celler Herzogschloss den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis dem Kinderpflegedienst „krank und klein, bleib daheim“ aus Sulingen. Den mit einem Preisgeld von 2.000 Euro verbundenen zweiten Preis erhielt die Diakonie- und Sozialstation aus Barsinghausen-Ronnenberg. Der dritte Preis und damit ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro ging an die examinierten Krankenschwestern Gisela Kietsch-Brill und Claudia vom Wintjes vom Pflegedienst KiWi in Rinteln.

 

Für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement bei der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen wurden Marie-Luise Mennecke von der Hospizgruppe Einbeck, Karla Herrgesell vom Hospiz Am Hohen Tore aus Braunschweig sowie Irmgard Doering vom Hospizverein Hildesheim und Umgebung e.V. mit dem Niedersächsischen Hospizpreis geehrt. Die Auszeichnung für Ehrenamtliche ist mit einer von Meike Werk aus Seeburg gestalteten Plastik und einem Sachpreis im Gesamtwert von rund 1.600 Euro verbunden.

 

„Alle, die in der palliativen und hospizlichen Betreuung dazu beitragen, Menschen auf ihrer letzen Reise auf humane Weise zu begleiten, sind wichtig“, betonte Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan. Insbesondere das ehrenamtliche Engagement sei aus der Hospizarbeit nicht wegzudenken. „Dieser Einsatz vieler Frauen und Männer ist keinesfalls selbstverständlich“, so die Ministerin. Der vom Land unterstützte Hospizpreis sei eine gute Gelegenheit, diese wichtige Arbeit auch nach außen zu tragen.

 

In Niedersachsen engagieren sich laut Ulrich Domdey, Vorsitzender der Hospiz Stiftung Niedersachsen (Hildesheim), in Niedersachsen mehr als 11.000 Frauen und Männer ehrenamtlich in mehr als 127 Hospizinitiativen, -gruppen und -vereinen sowie 16 stationären Hospizen. Etwa 3.500 Ehrenamtliche begleiteten Sterbende und deren Angehörige in ihrer häuslichen Umgebung. Rund 1.500 Ehrenamtliche begleiten Trauernde. Wieder andere setzen sich durch Vorträge und Öffentlichkeitsarbeit für einen anderen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft ein. „Für diese gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit gibt es, anders als für das hauptberufliche Feld, bisher keine institutionelle Finanzierungshilfe“, erläuterte Domdey.

 

Die Preisverleihung wurde musikalisch vom Bläseroktett „Celler Nachtmusique“ unter der Leitung von Martin Pfister begleitet.

 

 

Weitere Informationen

 

www.hospiz-stiftung-niedersachsen.de

 

 


Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, 30.10.2010 (tB).

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