Diakonie-Präsident:

Aus Corona-Erfahrungen jetzt Konsequenzen ziehen

 

Wolfsburg (7. August 2020) — Diakonie-Präsident Ulrich Lilie hat vom 3. bis zum 7. August Einrichtungen der Diakonie in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Niedersachsen besucht, die besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Zum Abschluss seiner Sommerreise erklärt Lilie am Freitag nach einem Besuch des Hanns-Lilje-Hauses in Wolfsburg:

„Ich bin tief bewegt vom Einsatz und der hohen Professionalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Hochphase von Corona. Sie sind für die ihnen anvertrauten Menschen an ihre persönlichen Grenzen gegangen und oft darüber hinaus. Dafür danke ich ihnen von ganzem Herzen. Die beste Wertschätzung, die wir ihnen erweisen können, ist aber, ihnen sehr genau zuzuhören und von ihnen zu lernen. Denn Corona wird uns noch lange begleiten und wir brauchen ihre Erfahrung.“

Auf seiner rund 2.500 Kilometer langen Reise besuchte Lilie Kliniken, Altenpflegeheime, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Beratungsstellen. „Bei meinen Besuchen ist noch einmal erschreckend deutlich geworden, dass die Behörden vor Ort oftmals überfordert waren und die Einrichtungen mit teils widersprüchlichen Anordnungen zusätzlich belastet haben. Die politisch Verantwortlichen in den Kommunen, den Bundesländern und im Bund müssen jetzt mit den Einrichtungen in einen engen Dialog treten und sich besser vernetzen, um das Land besser für eine mögliche zweite Corona-Welle zu wappnen. Auch die Versorgung mit Schutzausrüstung ist noch nicht überall gewährleistet.“

„Mehr Einsatz wünsche ich mir vielerorts auch von Seelsorgerinnen und Seelsorgern“, sagt Lilie: „Spätestens jetzt ist die Zeit, sich ein Herz zu fassen und in die Einrichtungen zu gehen, um mit den Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern traumatische Erlebnisse aufzuarbeiten. Dazu gehört auch die teils reißerische und unsachliche Berichterstattung in manchen Medien. Hier wurden Grenzen überschritten, was zu zusätzlichen Verletzungen bei den Betroffenen geführt hat.“


Quelle: Diakonie Deutschland, 07.08.2020 (tB).

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