24. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege Bremen - Sepsis früher erkennen mit neuer Software: SmartSonar Sepsis unterstützt leitlinienkonforme Diagnose. Der SmartSonar Sepsis ist eine neue Software, die Ärzte und Pflegekräfte darin unterstützt, die Sepsis-Zustände Systemic Inflammatory Response Syndrome (SIRS), SIRS und Organversagen, Sepsis, Schwere Sepsis und Septischer Schock frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Erstmals vorgestellt wurde sie auf dem 24. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege Bremen. Photo: Tom Miller24. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege Bremen – Sepsis früher erkennen mit neuer Software

SmartSonar Sepsis unterstützt leitlinienkonforme Diagnose

 

Bremen (20. Februar 2014) – Der SmartSonar Sepsis ist eine neue Software, die Ärzte und Pflegekräfte darin unterstützt, die Sepsis-Zustände Systemic Inflammatory Response Syndrome (SIRS), SIRS und Organversagen, Sepsis, Schwere Sepsis und Septischer Schock frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Erstmals vorgestellt wurde sie auf dem 24. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege Bremen.

 

„Veränderungen einer Vielzahl von Sepsis-Parametern wie Vitaldaten, Laborwerte, hämodynamische Daten und Organfunktionen zu analysieren kostet Ärzte und Pflegekräfte viel Zeit“, erklärt Dr. Matthias Gründling, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Greifswald, wo der SmartSonar Sepsis im Betatest erstmals im Einsatz ist. Sowohl vor dem Krankenhausaufenthalt als auch im intrahospitalen Verlauf vergehen häufig mehrere Stunden bis Tage zur Diagnose.1 Frühzeitiges Erkennen und Behandeln sind jedoch entscheidend sowohl für das Überleben des Patienten als auch für die Reduktion der Langzeitfolgen einer Intensivtherapie.2,3

 

 

Automatisierte Sepsis-Diagnose nach Leitlinien

 

Intelligente Assistenzsysteme unterstützen in der klinischen Praxis dabei, relevante Informationen zu bündeln und strukturiert anzubieten. Die neue Software SmartSonar Sepsis stellt jetzt basierend auf den Leitlinien der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e.V. (DSG)4 oder der Surviving Sepsis Campaign5 alle entscheidungsrelevanten Parameter auf einen Blick dar. Er analysiert die Parameter, erkennt die Anzeichen für eine Sepsis sofort und macht den behandelnden Arzt und das Pflegepersonal mit farblichen Symbolen darauf aufmerksam.

 

 

Übersichtlich im Detail und in der Breite

 

„Der SmartSonar Sepsis erleichtert uns nicht nur die Beobachtung einzelner Patienten. Im Rahmen unserer Visite hilft er, einen Gesamtüberblick über den Sepsis-Status aller zu behandelnden Patienten zu bekommen“, so Dr. Christian Scheer, Assistenzarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Greifswald.

 

Auf einer Übersichtsseite zeigt der SmartSonar Sepsis alle Patienten eines ausgewählten Bereichs und den vom System detektierten Sepsis-Status an. Eine Patientendetailseite führt den aktuellen Status von bis zu 25 entscheidungsrelevanten Sepsis-Parametern sowie deren Verlauf in den letzten 24 Stunden auf. In einem Logbuch können Ärzte und Pflegekräfte die vom System ermittelten Sepsis-Zustände und die darauf basierenden Therapieentscheidungen über die vergangenen sieben Tage hinweg jederzeit einsehen. Die Daten zur Sepsis-Erkennung bekommt der SmartSonar Sepsis über eine geeignete Schnittstelle zum Patientendaten-Managementsystem Integrated Care Manager.

 

Hersteller des SmartSonar Sepsis und des Patientendaten-Managementsystems Integrated Care Manager ist die Dräger Medical GmbH.

 

 

Dräger. Technik für das Leben®

 

Dräger ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Unsere Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2012 weltweit einen Umsatz von rund 2,37 Mrd. Euro. Das Lübecker Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 12.500 Mitarbeiter.

 

 

 

Abbildung

 

Abb.: Eine Übersichtsseite zeigt alle Patienten eines ausgewählten Bereichs im Krankenhaus. Ob SIRS, Sepsis, schwere Sepsis oder septischer Schock: Anhand von farblichen Symbolen kann das medizinische Personal den vom System ausgewerteten Sepsis-Schweregrad der Patienten auf einen Blick erkennen. © Drägerwerk AG & Co. KGaA

 

Abb.: Eine Übersichtsseite zeigt alle Patienten eines ausgewählten Bereichs im Krankenhaus. Ob SIRS, Sepsis, schwere Sepsis oder septischer Schock: Anhand von farblichen Symbolen kann das medizinische Personal den vom System ausgewerteten Sepsis-Schweregrad der Patienten auf einen Blick erkennen. © Drägerwerk AG & Co. KGaA 

 

 

Referenzen 

  1. Brunkhorst FM, Welte T (2009) Diagnose und kausale Therapie der Sepsis. In: Intensivmedizin und Notfallmedizin 8:526–533
  2. Kumar A, Roberts D, Wood KE et al. (2006) Duration of hypotension before initiation of effective antimicrobial therapy is the critical determinant of survival in human septic shock. In: Crit Care Med 34:1589–1596
  3. Graf J, Janssens U, Roeb E (2009) Langzeitfolgen der Sepsis. In: Intensivmedizin und Notfallmedizin 8:557-562
  4. Reinhart K et al. (2010) Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge der Sepsis. Erste Revision der S2k-Leitlinien der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e.V. (DSG) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Original veröffentlicht unter: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/079-001l_S2k_Sepsis_Leitlinientext_01.pdf. Zuletzt eingesehen am 18. Februar 2014.
  5. Dellinger RP et al. (2008) Surviving Sepsis Campaign: International guidelines for management of severe sepsis and septic shock: 2008. In: Intensive Care Med. 2008 Jan;34(1):17-60.

 

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Quelle: Dräger, 20.02.2014 (tB).

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