ZDF Docucanal – 37 Grad Plus: Schwestern für Schweden – Drei Pflegerinnen wandern aus

 

Am Mittwoch, 4. Februar 2009, um 19.30 Uhr sendet das ZDF auf dem Docucanal die 37 Grad-Doku "Schwestern für Schweden" – Ab 20 Uhr diskutiert Doro Wiebe mit ihren Gästen in 37 Grad plus

 

Mainz (3. Februar 2009) – An dem Pflegenotstand, der seit der Gesundheitsreform immer schlimmer wird, verzweifelt Pflegepersonal in ganz Deutschland. 37 Grad begleitet die drei Krankenschwestern Lisa, Jessica und Marion, die deshalb nach Schweden ausgewandert sind, um dort ihr Glück zu suchen. Anschließend wird das Thema "Auswandern" bei 37 Grad plus diskutiert.

 

Eigentlich war es Lisas Traumberuf: Krankenschwester. Doch die Jahre als "Mädchen für alles" mit Überstunden und ständigen Wochenendeinsätzen haben sie zermürbt. Auch weil die Belastungen auf Kosten der Patienten gehen: "Ich muss dann überlegen, dusche ich den Patienten heute oder erst wieder in einer Woche", sagt die 24-Jährige. Manchmal ist sie so müde und erschöpft, dass sie Angst hat, Medikamente zu verwechseln. Um an ihrem Beruf nicht zu zerbrechen, sieht Lisa nur den einen radikalen Ausweg – Deutschland verlassen! Eine Stelle am bekannten Karolinska-Krankenhaus in Stockholm hat sie bereits angenommen.

 

Gewissenskonflikte

Auch die 29-jährige Jessica zieht die Notbremse und verlässt Deutschland. Drei Patienten auf der Intensivstation gleichzeitig zu pflegen – das ist einfach zu viel. In Schweden wird sie, gemeinsam mit einer Hilfsschwester, für nur einen Patienten verantwortlich sein. Sie wird endlich Kranke so pflegen können, wie sie es in ihrer Ausbildung in Deutschland gelernt hat. Jessica freut sich auf die regelmäßigen Arbeitszeiten und eine bessere Bezahlung. Sorgen bereiten der Krankenschwester nur ihre mäßigen Schwedischkenntnisse.

  

Mit 51 kündigt Marion ihre leitende Stelle als Krankenschwester. Von den täglichen Überstunden einschließlich Wochenenden hat sie endgültig genug. Vor allem wollte sie als Vorgesetzte die immer schlechteren Arbeitsbedingungen gegenüber ihren Kolleginnen nicht mehr mitverantworten. Wie sollte sie erklären, dass Krankenschwestern jetzt auch noch zusätzlich putzen sollen, wo ihnen nicht einmal genügend Zeit für ihre Mittagspause bleibt?

 

Ein Paradies für deutsche Pflegekräfte

Marion ist bereit für die neue Herausforderung in Schweden, auch wenn sie dort als Anästhesie-Schwester wieder unten anfangen muss. An dem Pflegenotstand, der seit der Gesundheitsreform immer schlimmer wird, verzweifelt Pflegepersonal in ganz Deutschland. Marion, Jessica und Lisa gehören zu den vielen Krankenschwestern, die nach Schweden auswandern, weil sie in Deutschland keine Perspektive mehr sehen und in Schweden Pflegepersonal gesucht wird.

Eine offizielle Statistik, wie viele Pflegekräfte Deutschland jährlich verlassen, gibt es nicht. Alleine vom Stockholmer Karolinska-Krankenhaus haben sich in den letzten Jahren über hundert Krankenschwestern aus Deutschland anwerben lassen. Schweden scheint für Pflegepersonal das Paradies zu sein. Dort gibt es doppelt so viele Pflegekräfte pro Bett wie in Deutschland.

 

37 Grad hat Lisa, Jessica und Marion bei ihren ersten Schritten in Schweden begleitet und drei Monate später wieder besucht, um zu erfahren, ob sich ihre Hoffnungen und Wünsche auf bessere Arbeitsbedingungen und mehr Privatleben erfüllt haben.

 


 

Quelle: Mitteilung des ZDF (03.02.2009).

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