Ästhetik und Onkologie – Chancen und Grenzen künstlerischer Therapieformen in der Arbeit mit krebskranken Menschen

 

Kunsttherapie-Symposium am 11. Oktober 2008

 

Freiburg (6. Oktober 2008) – Die Internationale Hochschule Calw – staatlich anerkannte Fachhochschule für Interdisziplinäre künstlerische Therapien – veranstaltet am Samstag, den 11. Oktober 2008, von 10.00 bis 15.00 Uhr ein Symposium zum Einsatz künstlerischer Therapieformen in der Onkologie. Die Veranstaltung steht unter dem Titel "Ästhetik und Onkologie – Chancen und Grenzen künstlerischer Therapieformen in der Arbeit mit krebskranken Menschen". Unter Mitwirkung des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer – Comprehensive Cancer Center Freiburg, der Klinik für Tumorbiologie Freiburg und der privaten Tumorklinik SanaFontis polarisiert das Symposium bewusst zwischen den Folgen der Krankheit Krebs und den Möglichkeiten der künstlerischen Therapieformen.

Die Diagnose Krebs ist für viele Patienten eine Grenzerfahrung an den Übergängen von Gesundheit, Krankheit und Tod. Häufig erzielt die Krebsmedizin gute Erfolge, aber damit ist oft eine Chronifizierung der Erkrankung verbunden. Wenn man an die Grenzen des Machbaren stößt, sich die Behandlungsmöglichkeiten erschöpfen, resultieren daraus nicht selten starke seelische Belastungen für die Patienten. Nicht nur vor diesem Hintergrund bieten heute viele Kliniken auch andere, unterstützende psychosoziale Therapieformen an. Unter diesen erfahren die künstlerischen Therapien (Kunst-, Tanz-, Musiktherapie) besondere Aufmerksamkeit. Ihnen kommt eine wichtige Brückenfunktionen zu: ihre Ausdrucksmöglichkeiten scheinen die Kluft zwischen dem Leiden und den Hoffnungen der Patienten, zwischen Krankheit und Gesundheit, Leben und Tod überbrücken zu helfen. Es können gehörte, bewegte, gemalte Bilder entstehen, die der Auseinandersetzung mit dem kranken Leben eine andere Qualität geben. Es ist die Ästhetik des Künstlerischen, die diese Übergänge gestalten hilft.


Prof. Dr. Udo Kontny, (Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer-CCCF, Universitätsklinikum Freiburg) und Prof. Dr. Harald Gruber (Klinik für Tumorbiologie an der Universität Freiburg / Alanus-Hochschule, Bonn) werden jeweils einen Fachvortrag halten. Kurzvorträge aus den unterschiedlichen künstlerischen Therapiebereichen zeigen dann die Möglichkeiten in der kunsttherapeutischen Praxis auf. Prof. Dr. Hannes Jahn (Internationale Hochschule Calw) wird in die Thematik einführen und das Symposium moderieren.


Das Symposium wird in der Tumorklinik SanaFontis ausgerichtet (Tumorklinik SanaFontis, An den Heilquellen 2, 79111 Freiburg, Tel.: (07 61) 888 59-0, info@sanafontis.com). Die Veranstaltung richtet sich an Fachpersonal (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Psychologen) und ist daher nicht öffentlich. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau vom 06.10.2008.

 

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung