MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Aktualisiertes Merkblatt Mammographie-Screening

Aufklärung über Vor- und Nachteile des Programms

 

Berlin (16. Juli 2010) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) haben am Donnerstag in Berlin das aktualisierte Merkblatt für das Mammographie-Screening vorgestellt. Frauen sollen mit dem neuen Merkblatt ausgewogen und noch strukturierter über Inhalte sowie über Vor- und Nachteile des Programms zur Brustkrebsfrüherkennung aufgeklärt werden, um auf dieser Basis eine informierte und individuelle Entscheidung über eine Teilnahme treffen zu können.„Ziel der Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit. Gleichzeitig sollen die Belastungen so gering wie möglich sein, die für Frauen mit der Untersuchung verbunden sein können“, sagte der Unparteiische Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess.

 

“Mit dem neuen Merkblatt ist es exzellent gelungen, die Anforderungen an eine glaubwürdige und verständliche Patienteninformation zu erfüllen. Es bietet den betroffenen Frauen eine sehr gute Orientierung bei ihrer persönlichen Entscheidung über eine Teilnahme am Programm. Mit diesem Merkblatt und den weiteren in den letzten Jahren und Monaten veröffentlichten Patienteninformationen zum Thema Mammographie-Screening ist Deutschland international führend“, betonte Dr. Wolfgang Aubke, Beiratsvorsitzender der KoopG.

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren erhalten von der für sie zuständigen Zentralen Stelle mit der postalischen Einladung zur Untersuchung zugleich das Merkblatt zum Mammographie-Screening. Dadurch sollen die Frauen über Hintergründe, Ziele, Inhalte und Vorgehensweise des Screenings informiert werden.

Eine Überarbeitung des Merkblatts war nötig geworden, da das bislang verwendete Merkblatt – gemessen an aktuellen Standards, die diverse Forderungskataloge an zeitgemäße Patienteninformationen stellen – Defizite vor allem in der Sprache und in der ausgewogenen Darstellung der Vor- und Nachteile aufwies. Die Patientenvertretung im G-BA stimmte der Überarbeitung ebenfalls zu, bei der auch unabhängige Sachverständige mitwirkten. Das aktuelle Merkblatt wurde zugleich dem visuellen Erscheinungsbild von G-BA und KoopG angeglichen.

 

Auf der Internetseite der KoopG (www.mammo-programm.de) kann das  Merkblatt in sieben weiteren Sprachen heruntergeladen werden. Es ist dort in englischer, griechischer, italienischer, kroatischer, polnischer, russischer und türkischer Übersetzung verfügbar.

Bundestag und Bundesrat hatten im Jahr 2002 beschlossen, ein Mammographie-Screening auf Grundlage europäischer Leitlinien in Deutschland einzuführen. Danach erhalten Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre eine Einladung zu der systematischen Brustkrebsuntersuchung.

In den Jahren 2005 bis 2009 haben mittlerweile alle 94 Screening-Einheiten ihre Arbeit aufgenommen. Für mehr als 10 Millionen Frauen besteht damit ein engmaschiges Angebot zum Mammographie-Screening als Bestandteil des Pflichtleistungskatalogs der GKV. Das größte europäische Früherkennungsprogramm für Brustkrebs wurde durch Ärzte, Krankenkassen und Politik nach strengen Qualitätsvorgaben aufgebaut. Zur Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screenings haben die gesetzlichen Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung gemeinsam die KoopG gegründet.

 

Weitere Informationen

 

http://www.mammo-programm.de

http://www.g-ba.de

 

 


Quelle: Kooperationsgemeinschaft Mammographie, 16.07.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS
NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…