Aktuelle GfK-Studie zeigt:

„Gesünder unter 7" – Gut informiert heißt besser eingestellt

 

Frankfurt am Main (23. März 2007) ‑ Bereits im dritten Jahr in Folge ist die Diabetes-Aktion „Gesünder unter 7" in ganz Deutschland unterwegs und klärt über Diabetes und die Bedeutung des Langzeitblutzuckerwertes HbA1c auf. Mit Erfolg, wie eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt: Diabetiker, die „Gesünder unter 7" kennen oder schon besucht haben, konnten signifikant häufiger den richtigen HbA1c-Zielwert von unter sieben Prozent angeben: 62 Prozent vs. 43 Prozent in der Gruppe, welche die Kampagne nicht kennt. Dieses Ergebnis bestätigt: „Gesünder unter 7" leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und damit zur Verbesserung der Diabetes-Versorgung in Deutschland. In diesem Jahr findet „Gesünder unter 7" von März bis September 2007 in großen Einkaufszentren der Städte Karlsruhe, Hannover, Dresden und Bayreuth statt.

 

Aufklärung über Langzeitblutzuckerwert dringend notwendig

Mehr als die Hälfte der Diabetiker weiß nicht, dass der Langzeitblutzuckerwert HbA1c die entscheidende Kenngröße für die Vermeidung diabetischer Folgeerkrankungen ist, so ein weiteres Ergebnis der GfK-Umfrage. Aufklärung zum HbA1c-Wert ist daher dringend notwendig. Dieses Ziel verfolgt die Diabetes-Aktion „Gesünder unter 7": Jeder Diabetiker soll seinen Hb1c Wert kennen und die Bedeutung verstehen.

 

Langzeitblutzuckerwert wird vernachlässigt

Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c ist eine sehr wichtige Kenngröße zur Beurteilung der Blutzuckereinstellung. Damit kann der Arzt beurteilen, wie gut die Stoffwechseleinstellung ist und die Therapie optimal gestalten. Gemäß den Leitlinien der Deutschen Diabetes‑Gesellschaft sollte er bei einem gut eingestellten Diabetiker unter sieben Prozent liegen. Laut Umfrage‑Ergebnis lassen 80 Prozent der Diabetiker ihren Hb1c‑Wert zwar regelmäßig messen, jedoch kennt ein Drittel den eigenen Wert nicht und mehr als die Hälfte versteht seine Bedeutung nicht. Der HbA1c‑Wert zeigt, wie der durchschnittliche Blutzuckerspiegel der letzten drei Monate war, unabhängig davon, ob die Zuckerwerte in der Zwischenzeit stark angestiegen oder gesunken sind. Eine kurzfristige Ernährungsumstellung, zum Beispiel der Verzicht auf Süßes zwei bis drei Tage vor dem nächsten Arztbesuch, hat daher keinen Einfluss auf den Langzeitblutzucker. Dennoch glaubte mehr als ein Drittel der Befragten, dass sie genau damit ihren HbA1c‑Wert senken können. Ebenso alarmierend ist, dass immerhin 40 Prozent der Diabetiker einen Wert über sieben Prozent hatten, wodurch das Risiko für spätere Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall oder Schäden an Augen und Nieren deutlich steigt.

 

Über die GfK‑Umfrage

In der GfK‑Studie wurden 200 Typ‑2‑Diabetiker befragt. Davon wurde die Hälfte mit blutzuckersenkenden Tabletten behandelt, weitere 50 Prozent gaben als Therapieform eine Kombination von Tabletten und Insulin oder eine reine Insulintherapie an. Die Patienten waren seit durchschnittlich zehn Jahren Diabetiker und hatten im Mittel ein Gewicht von etwa 81 Kilogramm. Die Fragestellung lautete: Was wissen Typ-2-Diabetiker über den Marker HbA1c und wie bewusst ist ihnen die Bedeutung des Wertes?

 


Quelle: Auftakt-Pressekonferenz der Firma Sanofi-Aventis Deutschland zum Thema „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7. Mit Aufklärung und moderner Therapie der Volkskrankheit begegnen.“ am 23.03.2007 in Karlsruhe (Ogilvy Healthworld).

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