Akzeptanz im Alltag

Wie Roboter alte und kranke Menschen unterstützen könnten

 

Bochum (19. Mai 2015) – Roboter könnten alte oder kranke Menschen zuhause unterstützen, indem sie Gemütszustand und körperliche Verfassung im Blick behalten. Es müsste jedoch gelingen, sie unaufdringlich in den Alltag zu integrieren. Ob und wie das möglich ist, untersucht ein internationales Forscherteam im Projekt „RADIO: Robots in Assisted Living Environments“, gefördert mit rund 3,8 Millionen Euro von der EU im Rahmen des Programms „Horizon 2020“.

 

Roboter: so selbstverständlich wie ein Radio

Das „RADIO“-Team baut derzeit einen Roboter, der sehen und hören, aber nicht sprechen kann. Er soll die Gemütslage seines Gegenübers analysieren und in kritischen Situationen medizinische Hilfe rufen. Außerdem ist er mit der Gebäudeautomatisierung verknüpft, so dass er – gesteuert durch den Besitzer – die Tür öffnen oder die Jalousien herunterfahren kann. Optisch könnte das Gerät einem Staubsaugerroboter ähnlich sehen; das Design wird zurzeit noch evaluiert. „Der Roboter soll als Gefährte und nicht als Fremdkörper wahrgenommen werden“, sagt Prof. Dr. Michael Hübner vom RUB-Lehrstuhl für Eingebettete Systeme der Informationstechnik. „Irgendwann soll er im Haushalt so selbstverständlich sein wie ein Radio. Daher auch der Name des Projekts.“


Effiziente Realisierung der Bildverarbeitungsalgorithmen kommt aus Bochum

Das RUB-Team entwickelt im Projekt „RADIO“ Algorithmen für die Bildverarbeitung, die sich effizient realisieren lassen. Das ermöglicht es zum Beispiel, die über eine Kamera wahrgenommenen Bilder hinsichtlich der Gemütslage schnell auszuwerten und gleichzeitig die Batterie des Roboters zu schonen. Außerdem arbeiten die Forscher um Prof. Michael Hübner und Prof. Diana Göhringer auch an einem „Gateway“, dass die Robotikwelt mit der Hausautomatisierung verknüpft. Die Projektpartner aus Griechenland, Zypern, Spanien und Italien erproben den Roboter in klinischen Studien im Einsatz in Wohnheimen und Krankenhäusern. Das „National Center for Scientific Research Demokritos“ in Griechenland leitet das Projekt.


Bezahlbare Technik

„Die neue Technik soll bezahlbar sein“, erklärt Michael Hübner. „Der Roboter soll unter 1.000 Euro kosten. Unser Ziel ist es auch, dass die Kranken
kassen die Kosten übernehmen.“

 

 


Quelle: Ruhr-Universität Bochum, 19.05.2015 (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…