Analoges Basalinsulin möglichst nahe an der Physiologie

Toujeo®: Weniger Hypoglykämien bei Typ-2-Diabetes

Frankfurt am Main (17. März 2017) – „ Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ein Basalinsulin benötigen, ermöglicht Toujeo® (Insulin glargin 300 E/ml) eine effektive Blutzuckerkontrolle, die im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml (Lantus®) mit einem geringeren Risiko für Unterzuckerungen – insbesondere während der Nacht – assoziiert ist,“ erklärte Professor Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger, München.1,*

Dem stimmte Professor Dr. Hellmut Mehnert, München, zu und betonte: „Insulinanaloga ahmen die körpereigene Insulinsekretion möglichst nahe der Physiologie nach. Sowohl Insulin glargin 300 E/ml als auch Insulin glargin 100 E/ml brauchen in der Regel nur einmal pro Tag gespritzt zu werden, wobei das länger wirkende Insulin glargin 300 E/ml bei Menschen mit Typ-2-Diabetes wegen geringerer Hypoglykämiegefahr (besonders nachts!), der geringeren Variablität und der größeren Flexibilität aus meiner Sicht zu bevorzugen ist.“1,2

Hypoglykämien beeinträchtigen die Zielwerterreichung

Wegen seines patientenzentrierten Ansatzes findet das Positionspapier der europäischen und amerikanischen Diabetesgesellschaften (EASD und ADA) zur Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland besondere Beachtung. Als eine Option direkt nach Metformin nennt das Positionspapier die Therapie mit Basalinsulin.3 „Ein entscheidender Aspekt bei der Auswahl eines bestimmten Basalinsulin ist dessen Hypoglykämierisiko, da Unterzuckerungen als Nebenwirkung der blutzuckersenkenden Behandlung das Erreichen der Therapieziele beeinträchtigen kann,“ so Schumm-Draeger.4

Im Vergleich zu NPH (Neutral Protamin Hagedorn) konnte mit Insulin glargin 100 E/ml eine Verbesserung für die Patienten erzielt werden: Daten von Rosenstock et al. zeigen, dass das nächtliche Hypoglykämie-Risiko unter Insulin glargin 100 E/ml bei Menschen mit Typ-2-Diabetes unabhängig vom erreichten HbA1c-Wert durchweg geringer war als unter NPH-Insulin war (HbA1c-adjustierte Rate Ratio 0,75; p=0,030).5

Hypoglykämierisiko unabhängig vom erreichten HbA1c

Das vor knapp zwei Jahren eingeführte Insulin glargin 300 E/ml führte zu einer weiteren Verbesserung: Schumm-Draeger präsentierte eine Metanalyse der EDITION-Studien 1,2 und 3, in die knapp 2.500 Menschen mit Typ-2-Diabetes eingeschlossen waren. Die Auswertung zeigte, dass die Rate bestätigter (≤ 70 mg/dl bzw. ≤ 3,9 mmol/l) und schwerer Hypoglykämien unter Insulin glargin 300 E/ml bei allen erreichten HbA1c-Werten sowohl tagsüber als auch nachts niedriger war als unter Insulin glargin 100 E/ml.6 Eine weitere Metaanalyse der gleichen Patientenpopulation demonstrierte darüber hinaus, dass auch Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung den Hypoglykämievorteil von Insulin glargin 300 E/ml im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml für sich nutzen können.7

Eine Metaanalyse der EDITION-Studien 2, 3 und JP2 macht deutlich, dass das geringere nächtliche Hypoglykämierisiko bei Menschen mit Typ-2-Diabetes unabhängig davon ist, wie das Zeitfenster für die Erfassung nächtlicher Hypoglykämien definiert ist (22.00 Uhr bis 8.00 Uhr, statt wie üblich 0.00 bis 5.59 Uhr).8

Hintergrund des vorteilhaften Hypoglykämieprofils ist die höhere Konzentration von Insulin glargin 300 E/ml im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml, die die pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von Insulin glargin verändert: Nach der subkutanen Injektion bildet Insulin glargin 300 E/ml im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml ein kompakteres Depot mit einer reduzierten Oberfläche.2,9 Daraus resultiert eine langsamere und länger anhaltende Insulinfreisetzung sowie ein Wirkprofil über mehr als 24 Stunden.2,10,11

Quellen
 

  • * Fachpressekonferenz: „Diabetes-Management aus Deutschland“, Frankfurt, 15. Februar 2017 ; Veranstalter Sanofi
  1. Ritzel R et al., Diabetes Obes Metab 2015;17(9):859-867
  2. Toujeo® Fachinformation, Stand September 2016
  3. Inzucchi S et al., Diabetes Care 2015;38:140-149
  4. Peyrot M et al., Diab Obes Metab 2012;14:1081-1087
  5. Rosenstock J et al., J Diab Compl 2014;28:742-749
  6. Bonadonna R et al., OP #10, 52. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD), September 2016, München, http://www.easdvirtualmeeting.org/resources/hypoglycaemia-as-afunction-of-hba1c-in-type-2-diabetes-insulin-glargine-300-u-ml-in-a-patient-level-meta-analysis-of-edition-1-2-and3
  7. Escalada J et al., 69-OR, Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA), Juni 2016, New Orleans, Louisiana, USA
  8. Bolli G et al., 91-LB, Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA), Juni 2016, New Orleans, Louisiana, USA
  9. Owens DR et al., Diabetes Metab Res Rev 2014;30:104-119
  10. Shiramoto M et al., Diabetes Obes Metab 2015;17:254-260
  11. Becker RH et al., Diabetes Care 2015;38:637-643


Über Toujeo®

Obwohl Basalinsulin seit Jahrzehnten als Meilenstein in der Behandlung von Diabetes gilt, bleiben in der Realität wichtige medizinische Bedürfnisse unerfüllt; so erreicht etwa die Hälfte der behandelten Patienten ihre Blutzuckerzielwerte nicht.A-F Darüber hinaus wird in der Initiierungs- und der Erhaltungsphase die optimale Insulindosis oft nicht erreicht. Insulin glargin 300 E/ml ist ein einmal tägliches Basalinsulin der nächsten Generation Insulin glargin, das auf dem häufig eingesetzten Molekül Insulin glargin beruht, dessen Nutzen-Risiko-Profil gut bekannt ist.G Sein kompaktes subkutanes Depot führt zu stabileren und verlängerten pharmakokinetischen und pharmakodynamischen (PK/PD) Profilen.H,I,K

  • Schulungsmaterialien und weitere Sicherheits-informationen zu Insulin glargin 300 E/ml unter http://mein.sanofi.de/Produkte/Toujeo
  • A – Banegas JR et al., Eur Heart J. 2011;32(17):2143-52, DOI: 10.1093/eurheartj/ehr080;
  • B – Stark Casagrande S, et al., Diabetes Care. 2013;36(8):2271-9, DOI: 10.2337/dc12-2258;
  • C – Chan JCN et al., Diabetes Care. 2009;32(2):227-33, DOI: 10.2337/dc08-0435;
  • D – Choi YJ et al. Diabetes Care., 2009;32(11):2016-20, DOI: 10.2337/dc08-2228;
  • E – Steinberg BA et al., American Heart Journal. 2008;156(4):719-27, DOI: 10.1016/j.ahj.2008.05.020;
  • F – Vouri SM et al., Journal of managed care pharmacy: JMCP 2011;17(4):304-12, DOI, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21534641 ;
  • G – Gerstein HC et al., The New England Journal of Medicine. 2012;367(4):319-28 (Studie durchgeführt mit Lantus® bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko und gestörter Nüchternglukose (IFG) oder verminderter Glukosetoleranz (IGT) (12 % der Patienten) oder einem Typ-2-Diabetes, der mit ≤ 1 OAD behandelt wurde (88 % der Patienten);Toujeo® ist nicht zur Behandlung bei Prädiabetes zugelassen).;DOI: 10.1056/NEJMoa1203858;
  • H – Steinstraesser A et al., Diabetes, Obesity and Metabolism. 2014;16(9):873-6, DOI: 10.1111/dom.12283;
  • I – Becker RHA et al., Diabetes Care. 2015;38(4):637-43, DOI: 10.2337/dc14-0006;
  • K – Shiramoto M et al. Diabetes, Obesity and Metabolism. 2014:epub ahead of print, DOI: 10.1111/dom.12415.

Über Sanofi

Sanofi ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten. Sanofi ist in fünf globalen Business Units organisiert: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, General Medicines und Schwellenländer, Sanofi Genzyme, Sanofi Pasteur und Consumer Healthcare. Sanofi ist an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) notiert.


Quelle: Sanofi-Aventis, 24.03.2017 (tB).

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