Diakonisches Werk

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse bleibt kompliziert und mit hohen Kosten verbunden

 

Berlin (30. März 2012) Das Anerkennungsgesetz, das am 1. April in Kraft tritt, wird nach Ansicht der Diakonie nur zehn Prozent der insgesamt fast drei Millionen erwerbsfähigen Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen weiterhelfen.

 

„Die Anerkennung wird weiterhin kompliziert und mit hohen Gebühren und zusätzlichen Kosten, zum Beispiel für Übersetzungen, verbunden sein. Dies können sich Menschen mit geringen Einkommen nicht leisten“, sagt Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes.

 

Um es möglichst vielen Zuwanderern zu ermöglichen, in Deutschland in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten, fordert die Diakonie die Finanzierung eventuell notwendiger Anpassungsmaßnahmen. Ohne diese Finanzierungen könne das Gesetz die von allen gewünschte Wirkung nicht entfalten. Dabei gehe es auch immer um die Anerkennung des Menschen und seiner Lebensleistung und nicht nur um den Nutzen für die deutsche Wirtschaft in Zeiten von demografischem Wandel und Fachkräftemangel.

 

„Ein Automechaniker soll nicht als Küchenhilfe arbeiten müssen, eine Ärztin nicht als Putzfrau. Jeder Mensch hat Anspruch darauf, seinen Qualifikationen entsprechend ohne Lohndiskriminierung in seinem Beruf zu arbeiten. Daher ist das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen ein Schritt in die Richtung, das Grundrecht der Berufsfreiheit zu verwirklichen“, betont Loheide.

 

Hier stehen weitere Informationen zum Anerkennungsgesetz: http://www.diakonie.de/anerkennungsgesetz-auf-einen-blick-9050.htm

 


 

Quelle: Diakonisches Werk in der Evangelischen Kirche in Deutschland (DWEKD), 30.03.2012 (tB).

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