ANIM 2021:
DGNI verleiht Nachwuchsförderungspreis, Pflege- und Therapiepreis sowie sechs Posterpreise

 

Jena (26. Januar 2021) — Im Rahmen der ANIM 2021, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin, die vom 21. – 23. Januar 2021 zum ersten Mal digital durchgeführt wurde, zeigten die feierlichen Preisverleihungen der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) den besonderen Stellenwert der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Forschung in der NeuroIntensiv- und Notfallmedizin für die DGNI. Neben dem diesjährigen Nachwuchsförderpreis und dem Pflege- und Therapiepreis wurden bei der 38. Jahrestagung der DGNI und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) auch sechs Posterpreise vergeben.

Erfreulich viele NachwuchswissenschaftlerInnen nutzten die Chance, ihre Arbeiten für einen der ausgeschriebenen DGNI-Preise einzureichen, wie Prof. Dr. med. Oliver Sakowitz, Ludwigsburg, betonte. Als noch amtierender DGNI-Präsident verlieh er den mit 20.000 € dotierten Nachwuchsförderpreis 2021 für innovative Forschungsprojekte in der NeuroIntensivmedizin an Dr. med. Johann Otto Pelz, Klinik und Poliklinik für Neurologie Universitätsklinikum Leipzig. Er überzeugte mit seiner Forschungsarbeit zum Thema „Vorhersagekraft der Sonographie zur Detektion eines raumfordernden Hirninfarktes bei Patientinnen mit Verschluss eines proximalen hirnversorgenden Gefäßes und Vergleich mit der CT/MRT“. Nicht nur Prof. Sakowitz erwartet mit Spannung die Präsentation seines Forschungsprojekts auf der ANIM 2022.

Auch die Resonanz auf den ausgeschriebenen Pflege- und Therapiepreis 2021 war wieder groß. Die DGNI würdigt mit dem mit 500 € dotierten Preis Pflegekräfte, die mit professionellem Wissen und Handeln zur Verbesserung der intensivmedizinischen Versorgung kritisch kranker Patienten der Neurologie oder Neurochirurgie beitragen. Drei der neun eingereichten Arbeiten wurden von den Bewerbern in jeweils 20-minütigen Vorträgen in einer eigenen Session präsentiert. Zur Auswahl standen die Arbeiten „One Minute Wonder- Fortbildung während der Arbeitszeit: Eine Evaluationsstudie“ von Lars Krüger, Bad Oeynhausen, „NEEDED – transthorakale Echokardiografien auf der Stroke Unit“ von Carmen Lange, Hamburg, und „Veränderungserleben von Bedürfnissen: Angehörige von Patienten der Phase B in der neurologischen Frührehabilitation“ von Jennifer Uhl, Nürnberg. „Drei wichtige Themen und drei mustergültige Vorträge, die eigentlich alle drei preiswürdig waren“, wie Prof. Sakowitz bei der Preisverleihung betonte. Über den Preis konnte sich Lars Krüger, Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, freuen.

Die Verleihung der sechs Posterpreise für herausragende Präsentationen übernahm Tagungspräsident Prof. Dr. med. Eberhard Uhl, Gießen. Der 1. Posterpreis, der mit der Teilnahme an der DIVI 2021 mit Übernachtung und Fahrtkosten (bis zu 1.000 Euro) verbunden ist, ging an Josefine Endler, Rostock, für ihr Abstract: „Vergleich der Wertigkeit quantitativer und semi-quantitativer Analyseverfahren zur Messung der Muskelechogenität im neuromuskulären Ultraschall bei Intensive Care Unit-Aquired Weakness“.

Die weiteren fünf Preisträger gewannen eine kostenfreie Mitgliedschaft in der DIVI für ein Jahr mit ihren Postern:

  • Greta Noblejas Sanchez, Lübeck, mit „Ein ungewöhnlicher Status. Bewusstseinsstörung bei OTC Mangel“,
  • Monika Lindner, Rostock, mit „Gastroparese nach Schlaganfall. Untersuchung der gastralen Mortalität in den ersten sieben Tagen nach dem Ereignis“,
  • Anne Mrochen, Erlangen, mit „Einfluss der Thrombozytenzahl auf das klinische Outcome bei der intrazerebralen Blutung“,
  • Ilko L. Maier, Göttingen, mit „Prediction for the need of tracheostomy in patients with large vessel occlusion stroke being treated with mechanical thrombectomy”,
  • Michael Veldemann, Aachen, mit „Body Mass Index and Leptin Levels in Serum and Cerebrospinal Fluid in Relation to Delayed Cerebral Ischemia and Outcome after Aneurysmal Subarachnoid Hemorrhage”.

Prof. Uhl wünschte allen Preisträgern, dass sie „mit großem Forschungseifer weitermachen”.

 

Weitere Informationen

 

 


Quelle: Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin, 26.01.2021 (tB).

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