Der 15,3“-Widescreen-Monitor des neuen Anästhesiearbeitplatzes Perseus A500 ist mit dem Infinity Acute Care System Monitoring (IACS) kombinierbar. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)Assistent im OP: Dräger Perseus A500

 

Neuer Anästhesiearbeitsplatz unterstützt sichere Narkoseführung

 

Leipzig (7. Mai 2012) – Der neue Anästhesiearbeitsplatz Perseus A500 kann mit seinen Assistenzfunktionen die Ausbildung von Nachwuchsanästhesisten unterstützen und so einen Beitrag zur Patientensicherheit im OP leisten. Auf dem Deutschen Anästhesiecongress (DAC) feierte Dräger die Deutschland-Premiere des Perseus A500.

„Mit der Integration zukunftsweisender Assistenzsysteme in die Ausbildung bieten wir unseren Nachwuchsanästhesisten eine stärkere technologische Unterstützung“, sagt Dr. Lars Friedrich, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Lehrbeauftragter an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Das hilft ihnen dabei, fit für den praktischen Einsatz im OP zu sein und erhöht so die Patientensicherheit im Sinne der Helsinki-Deklaration.(1)“

 

 

VaporView: Neues Assistenzsystem zur Gasdosierung

 

„Gerade für junge Kollegen ist es insbesondere bei Niedrigflussnarkosen  schwierig, allein auf Basis der Vaporeinstellung die Anästhesiegaskonzentration im Atemgas über alle Narkosephasen hinweg genau einzuschätzen“, so Dr. Bert Mierke, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am St. Elisabeth Krankenhaus in Damme.

 

Die Funktion VaporView am Perseus A500 visualisiert die auf Basis pharmakokinetischer Modelle berechnete aktuelle und voraussichtliche Konzentration des Anästhesiegases im Atemgas eines erwachsenen Patienten. Sie stellt die Entwicklung der Anästhesiegaskonzentration im Einatemgas (inspiratorisch) und Ausatemgas (exspiratorisch) der letzten zehn Minuten und in der Vorausschau über einen Zeitraum von 20 Minuten auf dem Bildschirm grafisch dar. „Wenn nach der Einleitungsphase der Frischgasfluss reduziert wird und konsekutiv die Rückatmung des Patienten zunimmt, setzen wir vergleichsweise weniger Anästhesiegase ein und etablieren gleichzeitig eine bessere Atemgasklimatisierung“, erklärt Mierke. VaporView unterstützt den Anästhesisten dabei, die  Anästhesiegaskonzentration im Ein- und Ausatemgas besser einschätzen zu können. Verändert er die Vaporeinstellung, zeigt ihm VaporView die errechnete Anästhesiegaskonzentration in der Vorausschau an, bevor diese beim Patienten ankommt. Die Einstellung des Vapors kann er so leichter an den Zustand eines erwachsenen Patienten anpassen. „Das hilft uns dabei, sicher zu dosieren und Unter- oder Überdosierung zu vermeiden“, so Mierke.

 

 

Doppelt gesichert: Anästhesiegasanzeige an Bildschirm und Vapor

 

Die Kommunikation zwischen dem Perseus A500 und dem eingesetzten Vapor sorgt zusätzlich dafür, dass die Handradstellung, der Füllstand sowie das aktuell dosierte Narkosegas ausgelesen werden und der Anästhesist sie mit einem Blick auf dem Bildschirm ablesen kann.

 

Zusätzlich gibt die Beleuchtung am Vapor Auskunft darüber, wie er eingestellt ist: Bei Handradstellung „0“ ist das Licht gedimmt, bei einer Handradstellung über „0“ leuchtet es hell. Ein blinkendes Licht zeigt an, dass das OP-Team die Ursache eines Alarms einfach durch Verstellen oder Nachfüllen des Vapors beheben kann. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Füllstand des Vapors niedrig, der Vapor geöffnet oder die Anästhesiegaskonzentration im Einatemgas zu hoch ist. Zusätzlich zur blinkenden Vapor-Beleuchtung blinkt das Anzeigefeld auf dem Bildschirm, bis die Ursache des Alarms behoben ist.

 

Hersteller des Perseus A500 ist die Dräger Medical GmbH.

 

Weitere Informationen finden Sie auf www.draeger.com/perseus

 

 

Abbildung

 

Abb.: Der neue Anästhesiearbeitplatz Perseus A500 von Dräger. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA)  

 

Abb.: Der neue Anästhesiearbeitplatz Perseus A500 von Dräger. (© Drägerwerk AG & Co. KGaA) 

 

 

Dräger. Technik für das Leben®

 

Dräger ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Medizin- und Sicherheitstechnik. Unsere Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2011 weltweit einen Umsatz von rund 2,26 Mrd. Euro. Das Lübecker Unternehmen ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter.  Weitere Informationen unter www.draeger.com

 

 

Literatur

 

  • (1) Mellin-Olsen, Jannicke; Staender, Sven; Whitaker, David K; Smith, Andrew F. The Helsinki declaration on patient safety in anaesthesiology. European Journal of Anaesthesiology 2010:27. p. 592-597

 


 

Quelle: Pressegespräch der Firma Dräger zum Thema „Von Helsinki nach Leipzig: Intelligente Assistenzsysteme für hohe Patientensicherheit. Am Beispiel des neuen Anästhesiearbeitsplatzes Perseus A500“ am 07.05.2012 in Leipzig (tB).

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