Aufklärungskampagne: Alltagsschmerzen an der Wurzel packen

Gemeinsame Aktion von fünf starken Partnern
Akute Schmerzen ernst nehmen, damit sie nicht chronisch werden

Köln (12. Juli 2006) – Schmerzen gehören zum Alltag der Deutschen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erleben nur neun Prozent der Bevölkerung ein ganzes Jahr völlig schmerzfrei. Die Rangliste der häufigsten akuten Alltagsschmerzen führt bei Frauen der Kopfschmerz, bei Männern der Rückenschmerz an: Mehr als 36 Prozent der weiblichen Bevölkerung leiden mindestens einmal wöchentlich unter Kopf- und rund 30 Prozent der Männer unter Rückenschmerzen. Obwohl Schmerzen Warnsignale des Körpers sind, werden sie oft nicht ernst genommen. Die Folge: Bei bis zu acht Millionen Deutschen werden sie chronisch. Eine frühzeitige Bekämpfung der Ursachen und eine angemessene Akutbehandlung könnten dies verhindern.

Auf Initiative von Bayer Vital hat sich in diesem Jahr erneut ein breites Aktionsbündnis zusammengeschlossen, um gemeinsam über akute Alltagsschmerzen aufzuklären und konkrete Hilfe zur Vorbeugung und Behandlung zu geben. Herzstück der Kampagne ist eine bundesweite Apotheken-Beratungsaktion im Juli und August, ergänzt durch Öffentlichkeitsarbeit, Informationsmaterialien und interaktive Aktionen.

Neben dem Deutschen Apothekerverband e.V. (DAV), der schon 2005 zum Erfolg der Kampagne beigetragen hatte, engagiert sich diesmal auch die Barmer, Deutschlands größte Krankenkasse. Als wissenschaftliche Säule der Aktion konnte die Schmerzklinik Kiel gewonnen werden. Die Zeitschrift Freizeitwoche informiert und involviert die Menschen mit einer Leseraktion zur Schmerzbewältigung.

„Als Hersteller der bekanntesten Schmerztablette der Welt sehen wir es als unsere Verantwortung, umfassend über Schmerzen aufzuklären und zu helfen, diese zu vermeiden und sinnvoll zu behandeln“, erklärt Dr. Klaus Kluthe, Leiter der Division Consumer Care bei der Bayer Vital GmbH. „Dazu haben wir erfahrene Partner auf den Gebieten der Prävention und Therapie und nicht zuletzt der Patientenberatung gewonnen.“

So starten Bayer und die Kooperationspartner im Juli und August eine bundesweite Beratungsaktion in Apotheken. Interessierte haben die Möglichkeit, an einem kostenlosen Kopfschmerztest teilzunehmen und herauszufinden, ob sie unter Spannungskopfschmerzen oder Migräne leiden. „Apotheker beraten und informieren ihre Kunden täglich über den Umgang mit Schmerzen“, sagt Fritz Becker, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des DAV: „Bei der Unterscheidung der häufigsten Kopfschmerzarten sind sie meist der primäre Ansprechpartner – noch vor dem Arzt. Mit der Aktion möchten wir auch auf die qualitative und kostenlose Beratungsleistung der ‚Apotheke um die Ecke’ aufmerksam machen.“ Die Rekrutierung läuft derzeit auf vollen Touren. Alle teilnehmenden Apotheken – 2005 waren es rund 1.000 – kann man auf der Internetseite www.gegen-kopfschmerz.de recherchieren.

Alle Partner bringen ihre spezifische Erfahrung in die Kampagne ein. „Die Barmer engagiert sich seit langem für mehr Prävention“, hebt Klaus Richter, Mitglied im Vorstand der Barmer, hervor. „Daher unterstützen wir das Ziel der Kampagne, die Bevölkerung noch stärker über Alltagsschmerzen und ihre Prävention, insbesondere durch Bewegung, aufzuklären.“ Auch Prof. Dr. Hartmut Göbel, Initiator und Direktor der Schmerzklinik Kiel, ist dies ein Anliegen: „Die Medizin kennt mittlerweile eine Vielzahl von Erfolg versprechenden Methoden, wie akute Schmerzen gelindert oder sogar verhindert werden können. Dabei ist es wichtig, Medikamente verantwortungsvoll einzusetzen und durch nicht-medikamentöse Maßnahmen zu ergänzen.“


Quelle: Pressekonferenz der Firma Bayer HealthCare zum Thema „Frauen leiden anders: Neue Erkenntnisse zum weiblichen (Kopf-)Schmerz“ am 12.07.2006 in Hamburg (tB).

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