Endoskopische Submukosadissektion (ESD)

Von Barbara Opalka

ENDO_LogoHamburg (6. November 2008) – Mit der Entwicklung der hochauflösenden Endoskope rückt die Erkennung und Abtragung von Frühkarzinomen zunehmend stärker in den Fokus der Endoskopie. Zoom, Narrow Band Imaging und HDTV ermöglichen die bis zu 150 fache Vergrößerung des endoskopischen Bildes sowie eine immer genauere Darstellung immer kleinerer Details der Schleimhautoberfläche, so dass krankhafte Veränderungen in noch früheren Stadien sichtbar werden. In diesem Zusammenhang eröffnet die endoskopische Submukosadissektion (ESD) eine neue Runde im Kampf gegen präkanzeröse Läsionen im Gastrointestinaltrakt. Unterstützt wird dieses fortschrittliche und patientenfreundliche Verfahren mit ESD-Messern von Olympus.

Die endoskopische Polypektomie ist schon seit rund 30 Jahren ein bekanntes Verfahren, das etwa in der Darmkrebsprävention eingesetzt wird. Bald wurde sie durch die endoskopische Mukosaresektion (EMR) ergänzt, zu der etwa die Schlingenresektion oder die Kappenmukosektomie zählt. Doch diese – durchaus erfolgreichen – Verfahren haben auch Schwächen. So bleibt die Größe der in einem Stück resezierbaren Läsionen auf rund 20mm begrenzt, größere Flächen müssen folglich in mehreren Schritten in der so genannten piecemeal Technik abgetragen werden. Das bedeutet im Zweifelsfall onkologisch unsauberes Arbeiten, wenn etwa ein Tumor bei der Resektion durchtrennt wird. Zudem weisen japanische Studien auf eine höhere Rezidivrate nach piecemeal Resektion hin.

Anders ist das beim ESD-Verfahren und den neuen Messern von Olympus. Bei der ESD sind en bloc Resektionen in einem Stück möglich, wesentlich großflächigeres Arbeiten senkt das Risiko des Wiederauftretens von präkanzerösen Zellen auf Null. Verschiedene elektrochirurgische Messer ermöglichen endoskopisch die en bloc Resektion großer Läsionen. Die feinen Messer in unterschiedlichen Ausprägungen ersparen dem Patienten eine belastende Operation.

So herausfordernd und viel versprechend die ESD ist, sie birgt gewisse Risiken vor allem beim ungeübten Anwender. Besonders hervorzuheben sind hier die Blutung und die Perforation. Grundvoraussetzung für den Einsatz der Messer sollten intensive Aufklärung, ausreichendes Training und vor allem erfahrene Endoskopiker sein. Um die ESD einerseits zu verbreiten und Anwender im Umgang mit den neuen Instrumenten sicher zu machen aber auch andererseits die Beherrschung von Komplikationen zu verinnerlichen, bietet Olympus in Kooperation mit erfahrenen praktizierenden Ärzten ESD-Workshops an. Vor allem der ausführliche Praxisteil am Trainingsmodell wird von Teilnehmern sehr geschätzt, um Sicherheit und Routine in dieser anspruchsvollen Methode zu erlangen.

Darüber hinaus unterstützt Olympus Deutschland die Einführung eines nationalen ESD-Registers, das seit Oktober unter der Schirmherrschaft der Sektion Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) geführt wird. Ziel dieses Registers ist es, die innovativen ESD-Anwendungen langfristig zu dokumentieren und Aussagen zum Ergehen des Patienten nach durchgeführter ESD zu erhalten. Neben Daten über Indikationsstellungen, Verlauf und die Häufigkeit möglicher Komplikationen wird eine Verlaufsbeobachtung für jeden Patienten erfasst. Unmittelbar nach Ankündigung des Registers haben sich bereits über 30 der bisher ausführenden 120 Kliniken deutschlandweit registriert.

 

Weitere Informationen

Barbara Opalka
Senior Produktmanagerin
Endo-Therapie-Instrumente, NOTES
Olympus Deutschland GmbH
Wendenstr. 14-18, 20097 Hamburg Telefon: +49 (0) 40 23773 – 4145
eMail: Barbara.Opalka@Olympus.de


Quelle: Pressekonferenz des ENDO CLUBs NORD am 06.11.2008 in Hamburg (John Warning Corporate Communications) (tB).

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