DBfK

Basis für sach- und qualitätsorientierte Neuordnung der Aufgaben im Gesundheitssystem

 

Berlin (16. April 2008) – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sieht in der gestern vorgestellten DKI-Studie zur „Neuordnung von Aufgaben des Ärztlichen Dienstes“ die seit langem überfällige Grundlage für eine konsequente Umsetzung der 2007 vorgelegten Empfehlungen des Sachverständigenrats. Gleichzeitig bestätigen die Erkenntnisse aus der neuen Studie die Thesen und Vorschläge des DBfK aus dem Jahr 2006, die in dem Papier „Die Zukunft der Pflege im Krankenhaus“ vorgedacht und veröffentlicht wurden.

 

„Dass ein ‚Beharren auf berufs- und standespolitischen Positionen das deutsche Krankenhauswesen nicht weiterbringt’, so die Aussage von DKG-Präsident Kösters, ist seit langem die Einschätzung des DBfK. Die politische Umsetzung der Empfehlungen des Sachverständigenrats nach einer Umgestaltung der Aufgabenteilung jenseits tradierter Hierarchien ist jedenfalls auf gutem Weg.“, so Johanna Knüppel, Referentin des DBfK für den Klinikbereich.

 

Dass es vor dem Hintergrund jahrelangen Pflegepersonalabbaus bei gleichzeitiger Aufstockung der Arztstellen nicht vorrangig um eine Arztentlastung gehen darf, ist für den DBfK selbstverständlich. Vielmehr müssen sich alle Versorgungsprozesse am Bedarf des Patienten orientieren und sowohl einen effizienten Mitteleinsatz bei hoher Ergebnisqualität wie auch die sichere Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gewährleisten. Wer den Pflegekräften weitere Aufgaben überträgt, muss ihnen parallel angemessene Personalressourcen schaffen und für eine vorausgehende Aufbauqualifizierung sorgen.

 

Der DBfK fordert angesichts drängender Probleme in den Krankenhäusern eine schnelle Umsetzung der jetzt vorgelegten Empfehlungen auf gesicherter gesetzlicher Grundlage. Gleichzeitig sollten die Effekte und Versorgungsergebnisse der Neuordnung von Tätigkeiten in den Kliniken wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden. Siehe auch Pressemitteilung des Deutschen Pflegerats unter www.deutscher-pflegerat.de

 


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe e.V. (DBfK) vom 16.04.08. (tB)

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