Begleitung in der letzten Lebensphase statt Sterbehilfe

bpa lehnt aktive Sterbehilfe grundsätzlich ab

 

Gute Pflege braucht mehr Zeit. Photo: bpaBerlin (4. Juli 2008) – „Niemand darf sich als Herr über Leben und Tod inszenieren! Sterbehilfe lehnen wir ab,“ kommentiert Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) die öffentliche Diskussion um organisierte Sterbehilfe. „Diese Debatte ist unerhört. Unerhört ist aber auch, dass ohne jeden Anlass versucht wird, die Pflegeeinrichtungen zu benutzen, um die Angst der Bevölkerung zu schüren.“

 

Der bpa-Präsident spricht für deutschlandweit über 5.700 private Pflegeeinrichtungen. „Schwer kranke, oft auch einsame Menschen in der letzten Lebensphase finden in den Heimen die wohlwollende und umsorgende Pflege, die in einer so schwierigen Zeit notwendig ist und häufig an anderen Orten nicht geleistet werden kann. Oft genug erleben neu eingezogene Heimbewohner, dass sich die vorher empfundene Einsamkeit durch die Kontakte im Heim deutlich mindert.

 

Die wider besseren Wissens immer wieder falsch interpretierten Zahlen über eine schlechte Versorgung in der Pflege haben mit der tatsächlichen Situation in den Pflegeeinrichtungen nicht sehr viel zu tun. Niemand muss heute dauerhaft Schmerzen erleiden, wenn er ärztlich gut behandelt ist. Wir begleiten viele Menschen in ihrer sehr schweren letzten Lebensphase. Die Belastung ist nicht nur für die Pflegebedürftigen und die Angehörigen groß, sondern in besonderem Maße auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese mit hohen Anforderungen verbundene Tätigkeit verdient Respekt und Anerkennung. Pflege ist nicht das Schreckgespenst unserer Gesellschaft!“

 

„Die Inszenierung eines Einzelnen auf Kosten von Heimbewohnern, Mitarbeitern und Trägern ist mehr als unangemessen“, kritisiert Bernd Meurer. „Einseitige öffentliche Kommentare schüren Ängste in der Bevölkerung. Pauschale Negativdarstellungen werfen die sehr erfolgreichen Bemühungen um stetige Verbesserungen in der Pflege und Betreuung über den Haufen. Was wir dringend brauchen, ist ein differenziertes Bild der Pflege, dass einbezieht, dass die große Mehrheit der Mitarbeiter in den stationären Einrichtungen engagiert und gut arbeitet.“


Quelle: Presseinformation des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) vom 04.07.2008.

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