MEDIZIN

DOC-CHECK LOGIN

Behandlungserfahrung mit Elvanse®: 1 Jahr Lisdexamfetamin bei ADHS: Experten ziehen positive Bilanz. Nach rund einem Jahr Behandlungserfahrung mit dem Prodrug-Stimulans Elvanse® (Lisdexamfetamindimesilat – LDX) zogen Experten auf der BKJPP-Jahrestagung eine positive Bilanz. Die in Studien gezeigte starke Wirksamkeit von LDX auf die ADHS-Kernsymptomatik und die lange Wirkdauer von 13 Stunden nach Einnahme (1,2) konnten in der Praxis bestätigt werden. Die Einmalgabe kann sich positiv auf die Therapiemotivation auswirken. Patienten mit einer Störung des Sozialverhaltens, Stimmungsschwankungen oder einer schlechten Adhärenz scheinen in besonderem Maße von LDX zu profitieren. Photo: Tom MillerBehandlungserfahrung mit Elvanse®

1 Jahr Lisdexamfetamin bei ADHS: Experten ziehen positive Bilanz

 

Weimar (14. November 2014) – Nach rund einem Jahr Behandlungserfahrung mit dem Prodrug-Stimulans Elvanse® (Lisdexamfetamindimesilat – LDX) zogen Experten auf der BKJPP-Jahrestagung eine positive Bilanz. Die in Studien gezeigte starke Wirksamkeit von LDX auf die ADHS-Kernsymptomatik und die lange Wirkdauer von 13 Stunden nach Einnahme (1,2) konnten in der Praxis bestätigt werden. Die Einmalgabe kann sich positiv auf die Therapiemotivation auswirken. Patienten mit einer Störung des Sozialverhaltens, Stimmungsschwankungen oder einer schlechten Adhärenz scheinen in besonderem Maße von LDX zu profitieren.


Lisdexamfetamin ist bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS indiziert, wenn eine Behandlung mit Methylphenidat (MPH) nur unzureichend wirkt (2). „Wenn nach einigen Wochen unter optimierter Methylphenidat-Dosis die Symptome nicht vollständig unter Kontrolle waren, es zu Impulsdurchbrüchen kam oder MPH nicht lange genug wirkte, war die Umstellung auf Lisdexamfetamin meist erfolgreich“, resümierte Dr. Jürgen Fleischmann, Pädiater und ADHS-Spezialist aus Sinzig, seine Behandlungserfahrung. Ein unzureichendes Ansprechen auf MPH ist Studien zufolge bei rund 30 Prozent aller Patienten zu erwarten (3–5).

 

 

Verbesserte Motivation und Adhärenz

 

Von LDX profitieren laut Fleischmann insbesondere ADHS-Patienten mit einer Störung des Sozialverhaltens und solche mit schlechter Therapieadhärenz. „Die lang anhaltende, gleichmäßige Wirkung, die sanft einsetzt und auch wieder sanft abklingt, wird als natürlich und positiv erlebt“, sagte Fleischmann. Bei mehreren seiner Patienten habe LDX nach verschiedenen Kombinationen erstmals eine medikamentöse Monotherapie ermöglicht. Der Einsatz von Neuroleptika konnte in mehreren Fällen vermieden werden. Die Einmalgabe und die Möglichkeit, Lisdexamfetamin unabhängig vom Frühstück in Wasser gelöst einzunehmen, seien bei manchen Kindern und Jugendlichen die entscheidenden Faktoren für eine Verbesserung der Therapiemotivation und Adhärenz. Einen positiven Effekt von LDX beobachtete das Praxisteam auch bei der Durchführung verhaltenstherapeutischer Maßnahmen am Nachmittag.

 

 

Emotionale Stabilisierung

 

Von einer emotionalen Stabilisierung seiner Patienten berichtete Dr. med. Anton Lindermüller, Kinder- und Jugendpsychiater aus München. Bei Jugendlichen mit Stimmungsschwankungen konnte unter Lisdexamfetamin in mehreren Fällen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Lindermüller bestätigte für seine Patienten auch die lang anhaltende Wirkdauer von LDX und deren Bedeutung für die sozialen Beziehungen. „Eine funktionierende Wahrnehmung ist nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit wichtig. Die meisten Betroffenen haben den gesamten Tag über Probleme und brauchen eine zuverlässig wirkende Medikation“, betonte Lindermüller. „Lisdexamfetamin ermöglicht es oft, mit einer einzigen morgendlichen Gabe den gesamten aktiven Tag abzudecken.“ Entgegen seinen Erwartungen habe er keine Einschlafprobleme unter Lisdexamfetamin beobachtet. Das Nebenwirkungsprofil sei Stimulanzien-typisch und das Missbrauchsrisiko aufgrund der Prodrug-Technologie nicht höher als bei retardiertem Methylphenidat, so die Einschätzung des Experten.

 

Werbung

 

Neue Studienauswertung: verbesserte Funktionalität und Lebensqualität

 

Eine ebenfalls auf der Tagung des BKJPP vorgestellte neue Auswertung von Studiendaten (6) zeigte für Lisdexamfetamin vs. Placebo eine signifikant positive Wirkung auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (Health-Related Quality of Life – HRQoL). In der Leistungsdomäne, dem primären HRQoL-Maß, war LDX auch signifikant wirksamer als OROS-MPH (Concerta®). Bezüglich der funktionellen Beeinträchtigung (gemessen mit dem WFIRS-PFragebogen) war LDX in den Domänen Familie, Lernen und Schule, soziale Aktivitäten und risikoreiche Aktivitäten sowie im Gesamtwert Placebo signifikant überlegen.

 

 

Abbildungen

 

Abb. 1: Signifikante Verbesserung der Leistungsdomäne der CHIP-CE:PRF-Skala unter Elvanse®. © Shire Deutschland GmbH

 

Abb. 1: Signifikante Verbesserung der Leistungsdomäne der CHIP-CE:PRF-Skala unter Elvanse®. © Shire Deutschland GmbH

 

 

Abb. 2: Signifikante Verbesserung der ADHS-Kernsymptomatik unter Elvanse®. © Shire Deutschland GmbH

 

Abb. 2: Signifikante Verbesserung der ADHS-Kernsymptomatik unter Elvanse®. © Shire Deutschland GmbH

 

 

Abb. 3: 75 Prozent der Patienten zeigten unter Elvanse® eine starke oder sehr starke Verbesserung des klinischen Gesamteindrucks. © Shire Deutschland GmbH 

 

Abb. 3: 75 Prozent der Patienten zeigten unter Elvanse® eine starke oder sehr starke Verbesserung des klinischen Gesamteindrucks. © Shire Deutschland GmbH

 

 

Abb. 4: Kinder verbesserten unter Elvanse® ihre schulischen Leistungen signifikant. © Shire Deutschland GmbH 

 

Abb. 4: Kinder verbesserten unter Elvanse® ihre schulischen Leistungen signifikant. © Shire Deutschland GmbH

 

 

 

Anmerkungen 

  1. Untersucht bei Kindern von 6–12 Jahren.
  2. Elvanse® Fachinformation, Stand Juni 2014.
  3. Johnson LA et al. J Fam Pract 2005; 54: 166–168.
  4. Spencer T et al. J Am Acad Child Adoles Psychiatry 1996; 35: 409–432.
  5. Ter-Stepanian M et al. Can J Psychiatry 2010; 55: 305–312.
  6. Banaschewski et al. Post hoc-Vergleich von Lisdexamfetamindimesilat und Osmotic-Release Oral System Methylphenidat: Gesundheitsbezogene Lebensqualität und funktionelle Beeinträchtigung bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Poster vorgestellt von Dr. med. Klaus-Ulrich Oehler auf der Jahrestagung des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP), 13.–15. November 2014, Weimar.

Über Shire

 

Shire ist ein weltweit agierender Anbieter von Spezialpräparaten und engagiert sich seit rund zehn Jahren auch in Deutschland. Die Shire Deutschland GmbH mit Sitz in Berlin vertreibt innovative Arzneimittel in den Therapiebereichen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Gastroenterologie, Hämatologie, Nephrologie und seltene genetische Erkrankungen.

 

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8 der Fachinformation.

 


Quelle: Symposium „Neue Möglichkeiten nutzen – 1 Jahr Behandlungserfahrung mit Elvanse®“, 14. November 2014, im Rahmen der BKJPP-Jahrestagung, Weimar, durchgeführt von Shire.(tB).

MEDICAL NEWS

COVID-19 pandemic sees increased consults for alcohol-related GI and liver…
The eyes offer a window into Alzheimer’s disease
Ventilating the rectum to support respiration
Screening for ovarian cancer did not reduce deaths
Fatigue, mood disorders associated with post-COVID-19 syndrome

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie

MULTIPLE SKLEROSE

Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit