Mit der Weissen Liste das passende Krankenhaus finden

Bertelsmann Stiftung und Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen veröffentlichen Internetportal www.weisse-liste.de

 

Gütersloh (4. Juli 2008) – Für Patienten und Angehörige gibt es ab dem 5. Juni ein neues, interakti­ves Instrument, das sie bei der Suche nach dem für sie geeigneten Krankenhaus unterstützt: das Internetportal www.weisse-liste.de. Das unabhängige Portal ist ein gemeinsames Projekt der Ber­telsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Interessierte finden dort leicht verständliche Informationen zur Krankenhausqualität. Ein Suchassistent ermöglicht eine nach eigenen Vorstellungen gestaltete Auswahl unter den rund 2.000 deutschen Kliniken.

 

Die Initiatoren wollen mit der Weissen Liste eine individuelle Entscheidungshilfe für Patienten und Angehörige schaffen und die Arbeit von Patientenberatern und Ärzten unterstützen. Übergeord­netes Ziel ist es, das Gesundheitssystem transparenter und verständlicher zu machen. Patienten sollen bei der Auswahl von Gesundheitsanbietern aktiv mitreden können. Durch die größeren Ver­gleichsmöglichkeiten erhoffen sich die Patientenorganisationen und die Stiftung langfristig eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung insgesamt.

 

Die Weisse Liste hilft den Patienten durch den Dschungel der bereits vorhandenen Qualitätsinfor­mationen, etwa durch den krankheitsspezifischen Suchassistenten, eine umgangssprachliche Übersetzung von mehr als 4.000 Fachbegriffen und eine übersichtliche Darstellung. Ein integrierter Diagnosen-Dolmetscher ermöglicht es, dass der Nutzer zum Beispiel eine Diabetes-Fachklinik findet, egal ob er "Zucker", "Blutzucker" oder den Fachbegriff "Diabetes" eingibt. Der Suchassistent lotst den Nutzer Schritt für Schritt zum Ergebnis und gibt ihm leicht verständliche Informationen zur Einordnung der teilweise komplexen Daten zur Struktur- und Ergebnisqualität der Kliniken.

 

Das Portal ist ein gemeinsames Projekt von Bertelsmann Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE (BAG SELBSTHILFE), Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, Forum chro­nisch kranker und behinderter Menschen im PARITÄTISCHEN, Sozialverband Deutschland (SoVD), Sozialverband VdK Deutschland und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Schirmherrin der Weissen Liste ist die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel. Mit dem gemeinnützigen und kostenfreien Portal verfolgen die Initiatoren keine kommer­ziellen Interessen. Die Unabhängigkeit von Kostenträgern und Leistungserbringern wie Kranken­kassen und Kliniken soll es möglich machen, die Belange der Patienten in den Mittelpunkt zu stel­len. Die Patientenorganisationen sind nicht nur an der Projektsteuerung maßgeblich beteiligt, sie werden die Weisse Liste künftig auch in ihrer Beratungstätigkeit nutzen.

 

Neben den bereits vorhandenen Informationen, wie etwa zur apparativen Ausstattung, zur Qualifi­kation der Fachärzte oder zu Komplikationsraten, legt die Weisse Liste besonderen Wert auf Er­fahrungen der Patienten mit den behandelnden Krankenhäusern. Um diese deutschlandweit ver­gleichbar darstellen zu können, wurde eigens für das Projekt ein Fragebogen entwickelt (Patients’ Experience Questionnaire – PEQ). Alle deutschen Kliniken haben nun die Möglichkeit, sich an der Befragung zu beteiligen. Die Ergebnisse werden anschließend in der Weissen Liste veröffentlicht. Die Krankenhaussuche im Portal ist jedoch nur der erste Schritt. Weitere Gesundheitsanbieter werden folgen. Langfristig soll das Internetportal zu einem Forum für Qualitätstransparenz im Ge­sundheitswesen werden.

 


Quelle: Presseinformation der Bertelsmann-Stiftung vom 04.07.2008.

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