Besonderer Versorgungsbedarf bestimmter zahnmedizinischer Risikogruppen

Mehr zahnmedizinische Prävention für Kinder, ältere und pflegebedürftige Menschen

 

Berlin (24. September 2014) – Anlässlich des morgigen Tages der Zahngesundheit haben Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) den besonderen Versorgungsbedarf bestimmter zahnmedizinischer Risikogruppen in der Bevölkerung hervorgehoben. Mit Verweis auf entsprechende Versorgungskonzepte sprechen sich beide Organisationen für eine konsequente Ausweitung zahnmedizinisch-präventiver Betreuung für Kinder, Ältere, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung aus.


Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der KZBV: „Politik, Selbstverwaltung und Berufsstand müssen weiter ihren Beitrag leisten, damit Erfolge der vergangenen 20 Jahre bei Prävention und Zahnerhaltung nicht zunichte gemacht werden. Aktuell vereinen zwei Prozent der unter dreijährigen Kinder immerhin 52 Prozent des Kariesbefalls auf sich. Frühkindliche Karies nimmt Studien zufolge im Vergleich zu Karies an bleibenden Zähnen weiter an Bedeutung zu. Die Zahnärzteschaft fordert daher eine Ausweitung der GKV-Früherkennungsuntersuchungen. Kleinkinder sollten – statt einer Betreuung durch den Zahnarzt erst ab dem 30. Lebensmonat – schon zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen erhalten. Eine Dokumentation im gelben Kinderuntersuchungsheft muss verpflichtend sein.“

 

Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK: „Auch die Mundgesundheit Älterer, Pflegebedürftiger und Menschen mit Behinderung ist nach wie vor deutlich schlechter, als die der übrigen Bevölkerung. Werden Ältere pflegebedürftig, können sich viele nicht mehr ausreichend um Zahnpflege kümmern. Auch die Möglichkeiten, regelmäßig eine Praxis aufzusuchen, sind begrenzt. Daher sollte künftig ein Anspruch auf besondere prophylaktische Leistungen – sowohl in stationären Einrichtungen als auch in der häuslichen Betreuung – bestehen. Die Möglichkeiten für die Versorgung durch Zahnärzte vor Ort sind in den vergangenen zwei Jahren ausgeweitet und gefördert worden. Leider wurde dabei die besondere Betreuung von Menschen mit Behinderung nicht berücksichtigt. Auch bedarf es der Förderung von Kompetenzen der Pflegekräfte im Bereich der Mundhygiene, um die Vernetzung mit den Zahnärzten zu verbessern.“

 

 

Die zahnärztlichen Versorgungskonzepte „Frühkindliche Karies vermeiden“ und „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ stehen auf den Internetseiten von KZBV und BZÄK zum Download bereit:

 

 

Seit dem Jahr 1991 stellt der Tag der Zahngesundheit jeweils am 25. September die Vorsorge, die Verhütung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen sowie die Aufklärung und Förderung von Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Der Aktionstag für mehr Mundgesundheit steht im Jahr 2014 unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – ein Herz für Zähne!“

 


Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK), 24.09.2014 (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…