Qualität von Medizin und Pflege

Diakoniewerk Bethel verpflichtet sich konsequenter Transparenz

(31. März 2008) – Die öffentliche Diskussion rund um das Thema „Pflege“ hat in den letzten Monaten viel Aufmerksamkeit erregt. Patienten, Bewohner und ihre Angehörigen möchten Bescheid wissen, wie es um die Qualität in den Senioren- und Gesundheitseinrichtungen bestellt ist. Das Diakoniewerk Bethel e.V. hat nun beschlossen, ab sofort Stärken – aber auch Schwachpunkte – aller 14 Einrichtungen im Internet zu veröffentlichen: von den offiziellen Prüfberichten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) und der Heimaufsicht über die Analysen der Bethel-eigenen Internen Revision in Medizin und Pflege bis hin zu den Zertifizierungsberichten.

„Mit der Darstellung der verschiedenen Qualitätsberichte im Internet sorgen wir als einer der ersten Anbieter bundesweit für absolute Transparenz – und zwar ohne ‚Wenn und Aber’. Wir schaffen Offenheit und eine Atmosphäre des Vertrauens. Bewohner und Patienten bei Bethel sowie auch ihre Angehörigen haben ein Recht auf Information und damit auch auf Mitbestimmung; Patienten und Senioren sollen sich bei uns wohl fühlen, ihre Angehörigen ein ‚gutes Gefühl’ haben“, erklärt Dr. Katja Lehmann-Giannotti, Produktdirektorin beim Diakoniewerk Bethel.

Die Veröffentlichung der MDK-Berichte durch den Dachverband Ende 2007 haben gezeigt, dass es noch kein allgemein anerkanntes Qualitätsniveau bei den Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland gibt.

Für das Diakoniewerk Bethel ist Qualität in Medizin und Pflege jedoch schon seit langem ein zentrales Thema. Seit 2003 gibt es die unabhängige, Bethel-eigene Interne Revision in Medizin und Pflege und den systematischen Aufbau des Qualitätsmanagements. Ziel ist es, die Einrichtungen bei der Qualitätssicherung und -entwicklung zu unterstützen, den jeweiligen Entwicklungsstand zu dokumentieren und ein hohes Qualitätsniveau in allen Häusern zusichern.

Seit sechs Jahren wird jedes Jahr nach einem festen Turnus ein Prüfverfahren durchgeführt, das auf eine nachhaltige Verbesserung der Medizin und Pflege abzielt: Im ersten Halbjahr werden zwei bis drei Tage lang alle Häuser mit dem Schwerpunkt „Pflege“ nach dem Prüfkatalog des „Diakonie-Siegel Pflege“ sowie die Reha-Kliniken und das Krankenhaus nach „KTQ“ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) geprüft, ergänzt um eigene Kriterien. Patienten und Bewohner werden begutachtet, Dokumentationen ausgewertet. Die Ergebnisse fließen in die Maßnahmenkataloge der Einrichtungen ein, deren Erledigung von den Auditoren jederzeit via Bethel-Intranet nachvollzogen werden kann. Bei Bedarf werden Nachbegehungen durchgeführt.

Im zweiten Halbjahr werden die Ergebnisse in Form einer internen Rangliste – auf der alle Einrichtungen nach einem „Schulnotensystem“ aufgeführt sind – im Rahmen einer Führungskonferenz vorgestellt. Der Vorher-Nachher-Vergleich macht zum einen die Verbesserungen in der medizinischen und pflegerischen Qualität sichtbar, legt zum anderen aber auch eventuell bestehende Defizite offen. Die Ergebnisse werden den Planungen des darauf folgenden Jahres zugrunde gelegt. Dabei verfolgen die Führungskräfte der Einrichtungen immer das Ziel, Schwachpunkte abzustellen und vorhandene Stärken weiter auszubauen. Bis 2009 streben zusätzlich alle Einrichtungen das Diakonie-Siegel Pflege oder ein KTQ-Zertifikat an. Zertifiziert sind bis jetzt das Krankenhaus Bethel Berlin, die Seniorenzentren Bethel Lichterfelde und Wiehl sowie die Diakoniestation Bethel Lichterfelde; das Krankenhaus außerdem als „Schmerzfreies Krankenhaus“.

Das Diakoniewerk Bethel e. V. ist Gesellschafter von Einrichtungen an vierzehn Standorten in ganz Deutschland und versteht sich als Allroundanbieter in Sachen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen. Das Angebot umfasst Akutmedizin, Rehabilitation, ambulante Dienste, betreutes Wohnen und stationäre Pflege.


Quelle: Diakoniewerk Bethel e.V., 31.03.2008 (tB).

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