BMG

Bundesregierung stärkt die Versorgung am Lebensende

 

Berlin (12. November 2015) – Schwerkranke und sterbende Menschen benötigen in ihrer letzten Lebensphase die bestmögliche menschliche Zuwendung, Pflege und Betreuung. Mit einer neuen Förderinitiative will die Bundesregierung die Forschung und damit die Versorgung am Lebensende weiter verbessern. Um die Betreuung schwerkranker Menschen überall in Deutschland zu stärken, hat der Deutsche Bundestag am 5. November 2015 mit großer Mehrheit das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung beschlossen.


„Wir intensivieren die Forschungsanstrengungen, um die Begleitung und Pflege sterbender Menschen weiter zu verbessern. Auch wollen wir unsere Forschungskapazitäten in diesem sensiblen Bereich ausbauen und die Bedürfnisse der Patienten besonders berücksichtigen. Das heißt wir fördern verstärkt den wissenschaftlichen Nachwuchs und binden Angehörige und Pflegende in die Forschungsvorhaben ein“, sagte Bundesforschungsministerin Wanka.

 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Jeder soll die Gewissheit haben, am Lebensende bestmöglich betreut und gut versorgt zu werden. Deshalb stärken wir die Hospiz- und Palliativversorgung überall dort, wo Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen – sei es zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz. Die neue Forschungsinitiative ist ein wichtiger Schritt, um die Palliativversorgung am Lebensende weiter zu verbessern.“

 

Mit der Förderinitiative wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung Vorhaben der Versorgungsforschung und klinische Studien sowie Projekte zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern, um die Palliativversorgung in Deutschland weiter voranzubringen. Dabei geht es beispielsweise um die Linderung von Schmerzen, Atemnot und psychischen Leiden. Eine spätere zweite Förderrunde ist geplant, um die Nachhaltigkeit der Forschungen zu unterstützen. Damit greift das BMBF auch die kürzlich veröffentlichte gemeinsame Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften auf.

 

Das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung des Bundesgesundheitsministeriums, das der Deutsche Bundestag in der letzten Woche beschlossen hat, sieht zahlreiche Maßnahmen vor, um die Betreuung schwerkranker Menschen in ganz Deutschland zu stärken. Die Hospizarbeit wird finanziell besser gefördert. Mit gezielten Maßnahmen und finanziellen Anreizen soll zudem die ambulante Palliativversorgung gestärkt werden. Auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern wird die Hospiz- und Palliativversorgung ausgebaut, denn viele Menschen verbringen ihre letzten Lebensmonate dort. Deshalb sollen Pflegeheime besser mit Hospizdiensten und Ärzten zusammenarbeiten. Zudem erhalten Versicherte und ihre Angehörigen künftig einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch die Krankenkasse bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung.

 

 

Werbung

Weitere Informationen

 

 

 


Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 12.11.2015 (tB).

MEDICAL NEWS

Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds
Monoclonal antibody therapy for COVID-19 safe, effective for transplant patients
Having trouble falling asleep predicts cognitive impairment in later life
SARS-CoV-2 detectable — though likely not transmissible — on hospital…

SCHMERZ PAINCARE

Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung
Risikobasiertes Brustkrebs-Screening kosteneffektiv
Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung

MULTIPLE SKLEROSE

Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose
Patienteninformationen zu Interferon-beta-Präparaten
Zulassung des S1P Modulators Ponesimod zur Behandlung von erwachsenen Patienten…

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung