Bromelain

Ananas unter der Lupe: 50 Jahre Forschung mit dem Enzym Bromelain

Ananas-Enzym fördert Heilungsprozesse nach Operationen, Sportverletzungen und bei entzündlichen Erkrankungen

Düsseldorf (27. September 2007) – Das Jahr 1957 gilt als Geburtsstunde der Forschung mit dem Ananas-Enzym Bromelain. Forschern aus den USA und Japan gelang es damals zum ersten Mal, größere Mengen an Bromelain aus dem Ananasstängel zu extrahieren. Erst daraufhin konnten in den USA, Japan und Europa umfangreiche pharmakologische Forschungen in vitro wie in vivo betrieben werden. Man konnte nun die antiinflammatorischen und antiödematösen Effekte von Bromelain exakt beschreiben, so dass Mediziner auf die therapeutischen Einsatzmöglichkeiten aufmerksam wurden.

Gute therapeutische Erfolge wurden bereits ab 1960 festgestellt, vor allem nach operativen Eingriffen in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Hier erweist sich Bromelain bis heute als äußerst wirksam zur raschen Reduktion von Schwellungen und Blutergüssen, die zwangsläufig mit kieferchirurgischen Eingriffen einhergehen. Eine schnellere Besserung der Symptome entdeckten auch HNO-Mediziner gegen Ende der 60er Jahre. Sie untersuchten die Anwendung von Bromelain bei der akuten Sinusitis. Dabei zeigte sich, dass die Schwellung der Schleimhaut im Nasen- und Nebenhöhlenbereich durch Bromelain rasch verringert werden kann und Patienten bereits nach einigen Tagen wieder genesen sind.In den 60er Jahren wurden auch in der Sportmedizin erste Studien zur Wirksamkeit von Bromelain durchgeführt. Das vorrangige Interesse der Sportmedizin am Einsatz von Bromelain liegt in der Akuttherapie von stumpfen Sportverletzungen mit Schwellung und Hämatom. Die Gabe von Bromelain verbessert deren Heilung deutlich und hat zudem nur seltene, geringfügige Nebenwirkungen. Daher verwenden Sportmediziner Bromelain heute immer häufiger als Alternative zu Analgetika bzw. nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Aktuell wird in der Sportmedizin die prophylaktische Gabe von Bromelain diskutiert. Unter dem Einfluss der Enzyme sollen verletzungsbedingte Schwellungen gar nicht erst in dem sonst üblichen Maße auftauchen. Auch Überlastungserscheinungen könnte vorgebeugt werden. Sportler verletzungsintensiver Kontaktsportarten wie Eishockey oder Fußball, aber auch Ausdauersportler wie Triathleten verwenden Bromelain zur Prävention bereits erfolgreich. Im Jubiläumsjahr der Erforschung von Bromelain gründete sich die Initiative Bromelain, um die Öffentlichkeit mit der nötigen Sorgfalt über Möglichkeiten und Vorteile der Enzymtherapie mit Bromelain zu informieren. Zum Beirat dieser Initiative gehören: Prof. Dr. Dr. Josef Dumbach, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Operationen und Zahnarzt für Oralchirurgie mit Schwerpunkt Implantologie, Saarbrücken, Dr. Dieter Leithäuser, HNO-Arzt aus Warburg, Dr. Klaus Steinbach, Facharzt für Orthopädie, Sport- und Rehabilitationsmedizin aus Weiskirchen sowie Dr. Gerhard Sattler, Leiter der Rosenparkklinik in Darmstadt, Fachklinik für ästhetisch-operative Dermatologie und plastische Chirurgie. Weitere Informationen erhält man auf der Homepage www.bromelain.de


Quelle: Pressegespräch der Initiative Bromelain am 27.09.2007 in Düsseldorf (medandmore) (tB).

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